Das kann weg!

Fußballerblut

Leo Fischer über Krieg, Zuhause und den Rasen

Und hatte die Entnazifizierung sonst keinen anderen Effekt, behauptet der linksnuschelnde Volksmund, so hat man den Deutschen wenigstens den Militarismus ausgetrieben, wenn nicht auf ökonomisch-politischer, so doch auf ideologischer Ebene: Die Begeisterung für Kriegsgerät und Uniformen ist gesellschaftlich tabu, nur mehr etwas für verklemmte Singles, die sich nachts N24-Dokus ansehen, jeder noch so vergeigte Wahlkampf kann mit einem entschiedenen »Je nun« zu neuen NATO-Kriegen gewonnen werden. Das Kriegsgeschäft ist peinlich geworden wie ein Toilettenbesuch: Waffen werden diskret produziert und geheim verkauft; Kriegsschauplätze sieht man nur, wenn sie für die Ankunft der Verteidigungsministerin besenrein gemacht wurden; die Offiziere wirken klinisch-professionell wie Leichenwäscher oder Klärgrubenwarte.

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