Stephan Fischer 06.08.2014 / Sport

Das Ende der Rundumbetreuung

Nordrhein-Westfalens Pilotprojekt zu weniger Polizei bei Fußballspielen kann Vertrauen bei den Fans fördern

Die Polizei in NRW wird zu oft beim Fußball eingesetzt. »Das kann ich dem Steuerzahler nicht mehr vermitteln«, konstatiert Innenminister Jäger und startet in die neue Saison - mit weniger Polizei.

Die Klagen von überlasteten Polizisten sind schier unendlich: Ständige Personalkürzungen, Rückzug aus der Fläche, »Bagatellen« wie Verkehrsunfälle können nicht mehr bearbeitet werden und obendrein schwindet auch noch der Respekt vor den Ordnungshüter. Umso erstaunlicher, was manche Länderpolizeien an Personal aufbieten können, wenn ein Fußballspiel in den oberen Ligen ansteht: Da wurden in Cottbus alle zwei Wochen eine Innenstadtmagistrale blockiert, die ordnungsgemäße Leere mit einem Hubschrauber überwacht und jeder einzelne Gästefan persönlich vom Bahnhof zum Stadion eskortiert. Beim 1. FC Union Berlin bewachten schon einmal 1000 Polizisten ein Heimspiel gegen den FC St. Pauli, deren Fanszenen eher die Lust am gemeinsamen Bier denn am Raufhandel verbindet. Die Begründungen für das Aufgebot muteten denn auch abenteuerlich an: In zwei Wochen kommt Dynamo Dresden und da müssen wir schon einmal üben. Selbst gutwillige Besucher sahen darin eine Mischung aus Steuergeldverbrennung und Schikane.

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