Hintermänner von Boko Haram sind bekannt

Stephen Davis, ehemaliger Regierungsberater Nigerias, über Hintergründe zum Schicksal der entführten Mädchen

Stephen Davis war Berater für drei nigerianische Präsidenten. Der Australier wirkte an der Aushandlung der Waffenniederlegung der Ijaw-Milz NDPVF im Niger-Delta 2004 mit und war Co-Direktor beim Internationalen Zentrum für Versöhnung in Großbritannien. Zuletzt verhandelte er mit islamistischen Führern über die Freilassung der im April entführten Schülerinnen. Mit Davis sprach Barbara Barkhausen.

Bis vor wenigen Monaten wusste man wenig über die afrikanische Terroristengruppe Boko Haram. Aber eigentlich ist die Situation in Nigeria so neu nicht.
Nein. Ich stehe seit Jahren mit Rebellen und Boko-Haram-Führern in Kontakt, nachdem ich als Berater für zwei nigerianische Präsidenten gearbeitet habe. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich auch mit Nigerias amtierenden Präsidenten Goodluck Jonathan zusammengearbeitet, um die Friedensverhandlungen voranzutreiben. Doch durch die mangelnde Unterstützung des Militärs und der Sicherheitschefs sind viele Boko-Haram-Führer wieder aus den Verhandlungen ausgestiegen. Boko-Haram-Kommandeure haben mir erklärt, dass nach der Hinrichtung des früheren Boko-Haram-Chefs Mohammed Yusuf 2009 der neue Führer Abubakar Shekau anfing, vom Heiligen Koran abzuweichen. Er war es, der begann, Frauen und Kinder zu entführen und Menschen zu köpfen. Die Köpfungen passieren schon seit zwei Jahren, sie sind nur nicht in den Medien berichtet worden wie die aktuellen IS-Fälle.

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