Das Kreuz mit den Kreuzen

Martin Hatzius über die »Umwidmung« der Gedenkkreuze für die Berliner Mauertoten zu Mahnmalen für die Opfer einer verfehlten europäischen Flüchtlingspolitik

Ein Toter kann sich gar nichts vorstellen, er ist tot. Aber solange die Lebenden sich vorstellen, wofür dieser Mensch gestorben ist, wofür er gelebt hat, relativiert das die absolute Sinnlosigkeit des Todes. Hoffentlich. Wenn einem Toten etwas Endgültigeres passieren könnte als der Tod, dann wäre es das Vergessen, die Gleichgültigkeit. Das Erinnern an ihn ändert nichts für den Toten. Erinnert wird allein aus dem Grund, etwas in uns zu ändern, die wir leben. Deshalb gibt es Grabsteine, Gedenktafeln, Trauerkränze – als Symbole der Mahnung.

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