Nelli Tügel 06.11.2014 / Inland

Gute Streiks, schlechte Streiks

Bei der öffentlichen Empörung über die GDL geht es um mehr als den Arbeitskampf der Lokführer

Die Lokführer streiken - Wutjournalisten und -politiker benutzen den Ausstand, um in der öffentlichen Debatte das Streikrecht zu attackieren.

»Schikane« (Deutsche Bahn), »ein paar zehntausend Streikhanseln« (Süddeutsche Zeitung), »maßlos« (Hamburger Abendblatt) »skrupellos« (Peter Ramsauer, CSU), »bahnsinnig« (Bild), »pervertiertes Streikrecht« (ARD): Deutsche Medien und Politiker vor allem der beiden Regierungsparteien sowie Vertreter der Bahn AG (DB) sparen derzeit nicht mit starken Worten und Wutaubrüchen, wenn es um die Streiks der Lokführer geht. Blätter des Springer-Konzerns druckten gar die Telefonnummer des GDL-Vorsitzenden Claus Weselsky und forderten die Leser auf, diesem »die Meinung zu geigen«. Ihm wird unterstellt, er lasse nicht für höhere Löhne oder kürzere Arbeitszeiten, sondern einzig zur Ausweitung seiner Macht streiken. Weselsky hält dagegen, der GDL-Vorstand werde »von den Mitgliedern dafür bezahlt, dass wir nicht gleich den Kopf einziehen, wenn es mal stürmisch wird«.

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