Uwe Krüger 08.11.2014 / Wochennd

Nichts wird gut am Hindukusch

Westliche Politiker lobten den »ersten friedlichen und demokratischen Machtwechsel« in der Geschichte Afghanistans. Die ISAF-Nachfolgemission »Resolute Support« kann Anfang 2015 starten. Doch in Wirklichkeit besteht zu Optimismus kein Anlass

Es dauerte von Anfang April bis Ende September, ehe in Kabul ein Nachfolger für Staatsoberhaupt Hamid Karsai vereidigt werden konnte. Vorausgegangen waren hektische diplomatische Aktivitäten. US-Außenminister John Kerry nahm Ashraf Ghani und Abdullah Abdullah, die nach der Stichwahl Mitte Juni beide das Präsidentenamt für sich reklamierten, mehrfach ins Gebet. Am Ende half nur die Drohung, die Finanzhilfe für den faktisch bankrotten Staat einzustellen. Das hätte vor allem den 350 000 Mann starken Sicherheitsapparat betroffen. Mit diesem Apparat sind die weiteren Aussichten trübe, ohne diesen könnten die hinter Ghani und Abdullah stehenden Gruppen gleich vor den Taliban kapitulieren. Eine Erkenntnis, die zu einem Kuhhandel führte. Künftig gibt es, von der Verfassung nicht vorgesehen, einen Präsidenten (Ghani) und einen geschäftsführenden Premier (den Abdullah ernennen darf). Unklar ist, wie die als Regierung der nationalen Einheit verkaufte Doppelherrschaft funktionieren soll. Auf beiden Seiten herrscht großes Misstrauen.

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