»In Spanien droht ihm erneut schwere Folter«

Der baskische Anwalt Jonan Lekue über einen angeblichen ETA-Führer an der Uni Freiburg und Erwartungen an Deutschland

Im Oktober wurde der international gesuchte Tomas Elgorriaga in Mannheim verhaftet. Der 51-Jährige soll »hochrangiger Funktionär« der baskischen Untergrundorganisation ETA sein. Ralf Streck sprach mit dem baskischen Anwalt Jonan Lekue, Sprecher der Familie.

Ist es normal, dass »ETA-Führer« an der Universität studieren und danach mit Lehraufträgen arbeiten?
Der spanische Staat hat den Vorwurf, zur ETA zu gehören, immer weiter ausgedehnt. Politiker, Journalisten, Professoren werden als ETA-Mitglieder bezeichnet, verhaftet und bisweilen gefoltert, wenn sie wie die ETA für ein unabhängiges, vereintes und sozialistisches Baskenland eintreten. Inhaftiert wurden sogar Politiker, Gewerkschafter und Aktivisten, die sich deutlich gegen deren Gewalt ausgesprochen haben. Deshalb überraschen die Vorwürfe gegen Elgorriaga nicht. Dass er Führungsmitglied sein könnte, ist völlig absurd. Das ist in einer solchen Organisation, die in ganz Europa verfolgt wird, eine aufreibende Arbeit und lässt sich kaum neben Studium und Forschungstätigkeit erledigen. Beispiele dafür gibt es bisher keine.

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