Christian Baron 19.12.2014 / Kultur

»Seine Musik geht tief ins Herz«

Festival zu Ehren des deutsch-jüdischen Komponisten Louis Lewandowski (1821-1894)

An letzten Adventswochende geht zum vierten Mal das »Loius Lewandowski-Festival« über die Bühne. An sechs verschiedenen Orten Berlins erinnern Chöre aus sechs Ländern mit synagogaler Musik an den jüdischen Komponisten. Veranstalter ist der Verein der Freunde und Förderer des Synagogal-Ensemble-Berlin. Mit dessen Vorsitzenden Nils Busch-Petersen sprach Christian Baron.

Herr Busch-Petersen, Louis Lewandowski ist vielen, auch an Sakralmusik Interessierten, heutzutage kaum mehr ein Begriff. Warum sollte man ihn unbedingt wiederentdecken?
Die für mich wichtigste Antwort lautet: weil Lewandowski wunderschöne Musik komponiert hat, die tief ins Herz geht. Ob man nun jüdisch ist oder nicht. Außerdem war Lewandowski wohl der bedeutendste jüdische Komponist Berlins im ausgehenden 19. Jahrhundert, und er hat die Synagogalmusik modernisiert, ja revolutioniert. Sang vor Lewandowski beim jüdischen Gottesdienst üblicherweise nur der Kantor und kam instrumentale Begleitung grundsätzlich nicht infrage, schuf er Musik für eine Trias, bestehend aus Kantor, Chor und Orgel. Mit und nach Lewandowski erhielt praktisch jede große Synagoge in Berlin eine Orgel. Auch diese Tradition ist durch den Antisemitismus der Nazis und vor allem die Schoah zerstört und nicht wieder hergestellt worden.

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