Das große Geschäft mit dem Trinkgeld

Geschäftsmodelle von Reinigungsfirmen im Sanitärbereich sind höchst undurchsichtig: Eine Möglichkeit für Firmen, den Mindest- oder Tariflohn nicht zu zahlen

Seit dem 1. Januar gilt der Mindestlohn - auch in Berlin. Wie sieht die Umsetzung in den einzelnen Branchen aber aus? Ein Besuch auf einer Kaufhaustoilette am Alexanderplatz.

Klack, Klack, Klack. Im Sekundentakt prasseln die einzelnen Münzen auf den Teller, den Augustus* mit freundlichem, aber bestimmten Lächeln stets im Blick hat. Dann geht kurz die Schublade unter dem Teller auf. Darin sieben Pappbecher, in die er blitzschnell das Kleingeld, nach Cents sortiert, hineinwirft. Rechts neben ihm das Damenklo, zwei Frauen schwirren zwischen den Kabinen und dem Bereich mit den Waschbecken hin und her. Für die Herrentoilette ist Augustus alleine zuständig, dann muss eine Kollegin den Teller bewachen. Erst einmal nass, dann einmal trocken über die Klobrille, einmal über den Papierspender fegen. Fünf Sekunden. Dann ist die Toilette in der Galeria Kaufhof am Alexanderplatz geputzt. Mehr Zeit ist während der Hochphasen nach Feierabend oder am Wochenende nicht drin.

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