Fabian Lambeck 15.01.2015 / Inland

Versorgungslücken werden größer

Berlin-Institut warnt vor den Folgen demografischer Veränderungen

Auf dem flachen Land wird es immer schwerer, grundlegende Standards bei Nahverkehr, Gesundheit oder Bildung aufrechtzuerhalten. Das Berlin-Institut plädiert für alternative Lösungen.

Wer kein Auto hat, der ist in vielen ländlichen Regionen Ostdeutschlands aufgeschmissen. Dorfläden gibt es nicht mehr, der Bus fährt zweimal am Tag und in den Ferien oft gar nicht. Für chronisch Kranke und Alte ist das besonders fatal, finden sich Arzt und Apotheke doch oft erst in der nächsten Kreisstadt. Was in Vorpommern, Sachsen-Anhalt oder weiten Teilen Thüringens längst Realität ist, kommt nun auch auf Westdeutschland zu. Dies belegt eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. In ihrer Untersuchung »Von Hürden und Helden« warnen die Forscher vor »wachsenden Versorgungsproblemen in ländlichen Regionen«. Hauptgrund sei der Bevölkerungsschwund. Zwar habe Deutschland 2013 dank verstärkter Zuwanderung aus den EU-Krisenstaaten ein »Wanderungsplus von 430 000 Menschen« verbuchen können, doch von diesem »demografischen Zwischenhoch« profitieren nicht alle Gebiete. Während Berlin oder Hamburg wachsen, schrumpft die Bevölkerung in den neuen Ländern - um ein Prozent pro Jahr! Institutsdirektor Reiner Klingholz betonte am Mittwoch, dass dies längst auch für westdeutsche Regionen wie Nordhessen oder die Eifel gelte.

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