Till Ermold 27.02.2015 / Sport

Fußball gegen Vorurteile

Mut zu mehr Begegnung: Der 1. FC Union Berlin bringt in seinem Stadion Flüchtlinge mit ihren Nachbarn in Kontakt

»Anstoß zur Begegnung« an der Alten Försterei. Der Einladung des 1. FC Union folgten am Mittwochabend zahlreiche Besucher, darunter viele Flüchtligen aus dem Köpenicker Allende-Viertel.

Es ist kein Spieltag, nicht mal trainiert wird heute. Dennoch drängt sich am Eingang zur Haupttribüne der Alten Försterei am frühen Mittwochabend eine Menschenmenge. Anweisungen in Arabisch, Persisch und Tschetschenisch schallen über den Parkplatz. Die Mitarbeiter in der Garderobe haben alle Hände voll zu tun und die mit Catering beschäftigten Leute müssten für ihren Laufeinsatz eigentlich noch zusätzlich Kilometergeld bekommen. 500 Gäste sind der Einladung des 1. FC Union Berlin gefolgt, darunter etwa 200 Flüchtlinge aus den beiden Unterkünften im Köpenicker Allende-Viertel. Syrien, Irak, Afghanistan, Pakistan, Serbien - die Liste ihrer Heimatländer ist lang. In vier Bussen sind sie gekommen. Dass einer der Busse sich etwas verspätet und die Veranstaltung eine halbe Stunde später beginnt, ertragen alle in fröhlicher Gelassenheit.

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