Stephan Lessenich 18.03.2015 / Kolumnen

Nur weiter so, Griechenland!

Stephan Lessenich erklärt, wie man dem europäischen Krisenregime begegnen muss

»Naiv«, »anmaßend«, »verrückt«: So lauten noch die freundlichsten politischen Invektiven gegen die neue griechische Regierung, seit diese sich anschickt, die europäische Krisenpolitik aufzumischen. Es ist ja so: Man hatte sich schon auf ihr ungehindertes Weiterprozessieren eingestellt. Man hatte sich gewöhnt an das Mantra vom griechischen »über die Verhältnisse leben« und von der notwendigen Strafe der Austerität, an die Zwangsdekrete der deutsch-europäischen Politik und an die Berichte davon, dass das griechische Gesundheitswesen nur noch dank zivilgesellschaftlicher Notsolidarität funktioniert und die hellenische Selbstmordrate in die Höhe geschnellt ist. Wen kümmert’s? Wer nicht hören will, muss fühlen, pacta sunt servanda, ohne Fleiß kein Preis: So ist es halt. Und bei uns brummt die Wirtschaft doch (solange wir auch nach wie vor maßhalten und für ein gutes Investitionsklima sorgen). Sollen die da unten sich doch mal was von uns abschauen.

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