Fabian Köhler 06.05.2015 / Inland

Nicht nur irgendwas mit Internet

In Berlin begann der größte Digital-Kongress der Welt

Datenschutz, NSA, Kommerzialisierung, Netzaktivismus, Zukunft des Internets? Zur achten Auflage der re:publica drohte viel Digital Gedöns. Doch dann kam Johnny.

Bemüht, den nerdigen Charme alter Tage aufrecht zu erhalten, haben sich die Macher der re:publica auf jeden Fall: Pinkes Neonlicht flackert durch die dunklen Backsteingänge. Trance-Musik plätschert dahin. In einem Seitenraum des ehemaligen Berliner Postbahnhofs baumeln Glühbirnen an der Decke. Die mit 100 Watt und Wolfram-Draht! Wer nicht ohnehin schon mit Undercut oder Vollbart kam, der wird mit kostenlosem Jute-Beutel am Eingang zwangsverhipstert. Ein bisschen fühlt sich die re:publica morgens um 9.30 Uhr an wie das Berghain zur selben Uhrzeit. Nur vor dem Klo fragt niemand ob man »was Schnelles« braucht. Das W-LAN bleibt trotzdem langsam.

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