Nelli Tügel 10.08.2015 / Inland

Selbstbewusst für einen »Dritten Weg«

Im Sozial- und Erziehungsdienst stellte sich die ver.di-Basis auf die Hinterbeine - auch gegen die eigenen Verhandler

Obwohl ver.di-Chef Bsirske die Annahme des Schlichterspruchs empfohlen hatte, warben Aktive für ein »Nein« bei der Mitgliederbefragung und machten Vorschläge, wie es weitergehen könnte.

Fünf Wochen dauerte die Mitgliederbefragung von ver.di zum Schlichterspruch im Sozial- und Erziehungsdienst. Trotz der Sommerferien verliefen die begleitenden Debatten lebhaft. Das ausgehandelte Ergebnis sowie die Chancen, eine Aufwertung doch noch durchzusetzen, wurden höchst unterschiedlich bewertet. Unter anderen Frank Bsirske und die ver.di-Vertreter in der Schlichtungskommission hatten sich vor der Streikdelegiertenkonferenz am 24. Juni in Frankfurt am Main für die Annahme des Schlichtungsergebnisses ausgesprochen. Dort war jedoch die Mehrheit der Delegierten so unzufrieden mit dem Ergebnis, dass es zur Mitgliederbefragung kam.

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