Klaus Bellin 01.09.2015 / Kultur

Zwischen Cholera, Sumpf und Feuer

Vor hundert Jahren starb der expressionistische Dichter August Stramm

Er hat den Horror des Krieges erlebt und einen eigenen sprachlichen Ausdruck dafür gefunden: poetisches Stammeln, zerstörte Rhythmen, hämmernde Substantive. Am 1. September 1915 ist August Stramm gefallen.

Wie ein Schwimmer kam er sich vor, wie jemand, »der immer wieder hochtaucht und staunend in die Sonne blinzelt, und den Abgrund unter sich fühlt, den Abgrund in sich trägt«. 1915 war seine Kompanie von den Karpaten in die Gegend von Brest-Litowsk verlegt worden. »Schlimmer kann es nicht werden«, schrieb er. »Nur das letzte kann noch kommen daß man selbst dran glauben muß.« Am 1. September 1915, bei Kämpfen in den Roknito-Sümpfen, fiel auch er, August Stramm, der Hauptmann, der Dichter. Kopfschuss. Einen Tag später hat man ihn auf dem jüdischen Friedhof in Horodec beigesetzt. (Heute befindet sich das Grab, nach der Umbettung, auf dem Südwestfriedhof in Stahnsdorf).

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