Sebastian Bähr 02.11.2015 / Berlin / Brandenburg

Generalprobe im Knasttheater

Inhaftierte sollen durch Theaterspiel Normalität erfahren und über Taten reflektieren

Ein Gefängnis verbindet man gemeinhin nicht mit Kunst. Ein Theaterprojekt sieht das anders und will für ein breites Publikum anspruchsvolle Stücke inszenieren - mit Häftlingen als Schauspieler.

Der 21-jährige Amateurschauspieler mit dem Künstlernamen Fio ist aufgeregt. Dies ist sein erstes Theaterstück, Bühnenerfahrung hat er keine. In wenigen Minuten beginnt die Aufführung »Zeit vergeht. Warten.« in dem eigens als Theatersaal hergerichteten Raum der Justizvollzugsanstalt Plötzensee. Die Lichter gehen aus. Es folgen 70 Minuten Emotionen, Kostüme, Effekte. Am Ende des Stückes der schwierigste Part: Fio rappt mit einem Mithäftling einen selbst geschriebenen Text. »Ich halte den Kopf hoch, auch wenn es schwer ist«, dröhnt der Refrain immer wieder aus den Lautsprechern.

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