Jörg Kronauer 05.12.2015 / Kolumnen

Interventionen im »Krisenbogen«

Jörg Kronauer über neue Kriege mit deutscher Beteiligung

Wenn Militärs vor Kriegen warnen, dann hat man Grund, sich Sorgen zu machen. Ist ein schneller militärischer Erfolg im Krieg gegen den »Islamischen Staat« (IS) möglich? »Das halte ich definitiv für ausgeschlossen«, erklärte Oberstleutnant André Wüstner, Vorsitzender des Deutschen Bundeswehrverbandes, im Interview mit dem »Spiegel«. IS habe sich inzwischen in Ländern jenseits Syriens und Iraks festgesetzt. Es reiche nicht aus, ihn militärisch anzugreifen, man benötige vielmehr »ein international abgestimmtes Gesamtkonzept«, ein politisch umfassendes »Ordnungsziel«. Das da wäre? Nun, stellte Wüstner fest, ein solches Ziel fehle leider noch. Der Bundestag sollte also über etwas entscheiden, was noch gar nicht klar sei, über etwas, »dessen Folgen niemand absehen kann?«, fragte der Interviewer. Und der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes antwortete trocken: »Absolut, die Zukunft ist völlig ungewiss.« Er fügte hinzu: »Wenn wir ziellos umherirren, ist dieser Einsatz auf Dauer mit Sicherheit nicht zu verantworten.«

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