Regina Stötzel 24.12.2015 / Kultur

Am Abgrund der Zeit

Wie feministische Utopien ihre Orte fanden. Von Regina Stötzel

Gut 100 Jahre vor Thomas Morus’ »Utopia« entwickelte die französische Schriftstellerin Christine de Pizan die damals ziemlich verrückte Vorstellung eines Ortes, an dem die Fähigkeiten von Frauen anerkannt werden. De Pizan kritisierte mit ihrem »Buch von der Stadt der Frauen« das Frauenbild der Kirche und die Abwertung von Frauen durch andere männliche Zeitgenossen, während sie beispielsweise die Ehe keineswegs in Frage stellte. Wie bei den meisten literarischen Utopien handelt es sich auch bei ihrer nicht um ein visionäres, von allem Irdischen befreites Gedankenspiel eines Menschen mit überbordender Fantasie, sondern sie fußt in der Gegenwart. Die Kritik am Hier und Jetzt, das, was als falsch, ungerecht oder als Mangel empfunden wird, ist ins Positive gewendet.

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