Jürgen Amendt 07.01.2016 / Kultur

Private Ängste, kollektive Panik

Gewalt gegen Frauen in der Kölner Silvesternacht

Nach der Gewalt gegen Frauen in Köln gilt der Fremde als Inkarnation der Bedrohung. Herkunft und Sozialisation der Täter sind für die Erforschung der Ursachen von Gewalt zwar von Bedeutung, sollten für die Frage der Prävention für potenzielle Opfer aber irrelevant sein.

Die Emotionen des Menschen gegenüber dem Fremden, dem Unbekannten, lassen sich auf zwei Grundgefühle vereinfachen: Angst und Empathie. Beide Gefühle waren von Anbeginn der Menschheit existenziell für jede Sippe, für jedes Individuum. Das Fremde (bzw. das als fremd Empfundene) konnte den Fortschritt begünstigen, aber auch den Untergang bedeuten. Im Entwicklungsprozess von Kleinkindern lassen sich diese beiden Grundgefühle in Variationen noch heute gut beobachten: Sie treten Fremden sowohl mit empathischer Neugier als auch mit Misstrauen gegenüber.

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