Vor den Kommunalwahlen in Ungarn: Populistische wie radikale Rechte sind weiter stramm auf dem Vormarsch
Von Michael Müller, Szeged / Miskolc
Die Leute in der neuen Markthalle von Szeged machen an diesem Sonntagvormittag trotz des Gedränges einen sichtlich entspannten, ja geradezu fröhlichen Eindruck. Trotz der Preise. Gemüsepaprika gibt es für umgerechnet 2,20 Euro das Kilo, Tomaten für 2,80, Weintrauben gar für 3,50. Angesichts des statistischen Durchschnittseinkommens (etwa ein Viertel des deutschen) geht das schon an die Schmerzgrenze. »Aber was soll's«, sagt Ilona Doros, Ehefrau, Mutter zweier halbwüchsiger Söhne, über die Woche...