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Übersicht: Advent für alle

  • 19.05.2012

    Tödlicher Krieg gegen den Terror

    IPPNW schätzt Zahl der Todesopfer allein im Irak-Konflikt auf 1,5 Millionen

    Von Thomas Mell
    In den Kriegen in Irak, Afghanistan und Pakistan sind im letzten Jahrzehnt 1,7 Millionen Menschen gestorben, so die Medizinerorganisation IPPNW in ihrer am Freitag vorgestellten Schätzung.

    Wie viele Opfer haben die von westlichen Staaten geführten Kriege in Irak und Afghanistan gefordert? Die Friedensorganisation »Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges« (IPPNW) hat sich an der Beantwortung dieser brisanten Frage versucht und kommt zum Ergebnis, dass sich diese Zahl um die 1,7 Millionen bewegt. Alleine 1,5 Millionen davon sind laut IPPNW dem Konflikt in Irak zuzurechnen, der 2003 mit der Invasion der US-geführten Koalition begann und Ende 2011 mit dem Abzug der letzten US-amerikanischen Kampftruppen noch nicht befriedet ist. In Afghanistan seien bis zu 150 000 Menschen, in Pakistan bei Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Militanten 60 000 Menschen gestorben.

    Für die Autoren des neuen Reports gehe es um »Annäherung an realistische Opferzahlen von Kriegen gegen den Terror«, sagte Jens-Peter Steffen von IPPNW. Der Vorstellungstermin sei nicht zufällig vor den anstehenden G8- und NATO-Gipfeln in den USA gewählt worden. In Camp David und Chicago wird der Krieg in Afghanistan ein Thema sein.

    Die Studie »Body Count - Opferzahlen nach zehn Jahren Krieg gegen den Terror« könnte die Debatte um eine exakte Todesstatistik wieder entfachen. Der Grund: Die Medien sprechen in der Regel von etwas mehr als 100 000 Getöteten im Irak-Krieg, im Vergleich zu der IPPNW-Hochrechnung ergibt sich dadurch eine Differenz von mindestens Faktor 10. Auch im Falle Afghanistans sei die Zahl der »direkt getöteten Zivilisten« dreimal größer als die amtliche Statistik, sagte Lühr Henken, einer der Co-Autoren.

    Die Problematik der Statistik beruht auf dem Tatbestand, dass auf Kriegsschauplätzen eine funktionierende Bürokratie fehlt. Man kann nicht einfach zu den Behörden gehen, um etwa Totenscheine auszuwerten. Stattdessen werden meistens zwei Methoden angewandt: zum einen passive Beobachtung von Todesmeldungen und zum anderen aktive Befragung der Betroffenen. Es ist also oft eine Frage des Verfahrens. So wird auch die omnipräsente Zahl 100 000 von glaubwürdigen Quellen, wie dem Projekt Iraq Body Count, vertreten.

    IPPNW stützt sich bei ihrer Hochrechnung auf die sogenannte Lancet-Studie aus dem Jahr 2006, die sich für die zweite Methode entschied. Ein Forscherteam unter Leitung US-amerikanischer Wissenschaftler von der angesehenen Johns Hopkins University befragte knapp 2000 irakische Haushalte, ob Familienangehörige zwischen 2002 und Juni 2006 gestorben sind. Anhand dieser von Tür-zu-Tür gesammelten Daten hat man berechnet, das die Sterblichkeit in Irak von 5,5 pro tausend Einwohner vor Kriegsbeginn auf 13,3 in der Zeit danach wuchs. Davon seien mehr als 90 Prozent dieser »zusätzlichen Sterblichkeit« Gewaltfällen zuzuordnen. Die Studie löste heftige Gegenwehr aus, die Kritikpunkte reichten von einer unrepräsentativen Stichprobe bis zur Parteilichkeit der Forscher.

    Joachim Guilliard, einer der Autoren des IPPNW-Berichts, gibt zu, dass die 1,5 Million Todesopfer im Falle Iraks »etwas spekulativ« sind und durch Hochrechnung ermittelt wurden. Die Lancet-Studie wurde vor mehr als sechs Jahre veröffentlicht. Auch 2012 gibt es noch keine wissenschaftlich belastbaren Zahlen. Laut Guilliard ist dies mit politischem Unwillen zu erklären: »Man will es in Irak nicht so genau wissen.« Kommentar Seite 4

  • 22.07.2011

    Wo die Sonne gefesselt wird

    Machu Picchu – 100 Jahre nach ihrer Wiederentdeckung gibt die alte Inka-Hauptstadt in Peru noch immer Rätsel auf

    Von Dieter B. Herrmann
    Das Sonnenobservatorium (oben), auf dem sich der »Intihuata
    Das Sonnenobservatorium

    Wir schreiben den 24. Juli 1911. Der damals 36-jährige US-amerikanische Archäologe Hiram Bingham befindet sich seit Monaten auf einer Expedition in Peru, begleitet von mehren Spezialisten verschiedener Disziplinen. Sein Ziel ist die sagenumwobene letzte Zufluchtstätte der Inkas vor den spanischen Eroberern: Vilcabamba. Von Cusco aus, der alten Hauptstadt des Inka-Reiches, hat sich Bingham in das unwegsame Gelände des Urubamba-Tales begeben und beginnt den mühsamen Aufstieg in die Bergwelt der Anden.

    Bingham war nicht der Erste

    Unbarmherzig brennt am Tage die Sonne, doch die Nächte des südlichen Winters sind verregnet und kalt. Durch diesen Dschungel voller giftiger Schlangen, gefährlicher schmaler Bergpfade und steiler Aufstiege kämpft sich Bingham Meter für Meter mühsam empor. In seiner Begleitung befinden sich schließlich nur noch ein Sergeant, der die Quechua-Sprache der Einheimischen versteht, und ein achtjähriger Eingeborenen-Junge namens Pablito. Teilweise auf allen Vieren durch das von Regengüssen versumpfte Gelände kriechend, erreicht die kleine Gruppe schließlich gegen Mittag einen Gipfel in 2460 Meter Höhe, von wo sich ihnen ein atemberaubender Anblick bietet: Vor ihnen liegt eine gewaltige bauliche Anlage auf einem offenbar künstlich angelegten Plateau. Hunderte von Häusern, terassenförmig angelegte Felder und tempelartige Gebäude, untereinander durch ein System von Treppen kunstvoll verbunden, erstrecken sich zwischen den Gipfeln zweier majestätischer Berge, des Machu Picchu (alter Gipfel) und des Huayna Picchu (junger Gipfel). Bingham hat eine sensationelle Entdeckung gemacht. Nirgends in den ihm bekannten Aufzeichnungen ist die vom Urwald teilweise überwucherte Stadt jemals erwähnt worden.

    Bingham beginnt umgehend mit einer Vermessung der Gebäude und einer Kartierung des gesamten Geländes. Ein Jahr später kommt er zu einer weiteren Expedition der Yale University und der National Geographic Society hierher, um die begonnene Erforschung der Stadt systematisch zu vertiefen. Bingham veranlasst auch, dass die gesamte Anlage aus den Fängen des Dschungels befreit wird und damit erstmals seit Jahrhunderten wieder ihr altes Aussehen erlangt. Nach zwei weiteren Expeditionen 1914/15 veröffentlichte er einen ersten großen Bericht über die Geschichte von Machu Picchu, der von der wissenschaftlichen Akribie zeugt, mit der sich der Archäologe dem Gegenstand seines Interesses widmete. Spätere Forschungen ließen jedoch erkennen, dass viele Vermutungen von Bingham offenbar nicht den Tatsachen entsprachen.

    Das um 1450 erbaute Machu Picchu war nicht unbekannt, als Bingham hier eintraf. Es gab bereits eine Landkarte aus dem Jahre 1865, in der die Stadt verzeichnet war. Und 1867 hatte der deutsche Unternehmer und Goldschürfer Berns die Stadt entdeckt. 1874 zeichnete der deutsche Landvermesser Hermann Göhring eine Karte mit genauen Ortsangaben von Machu Picchu. Binghams Verdienst ist es allerdings, Machu Picchu als erster exakt beschrieben, detailliert erforscht und weltweit bekannt gemacht zu haben.

    Mit Sicherheit wissen wir, dass die spanischen Eroberer Südamerikas Machu Picchu nie betreten haben. Entweder fanden sie es nicht oder sie wussten nichts von seiner Existenz. Diese Tatsache ist ein besonderer Glücksumstand, denn dadurch zählt Machu Picchu heute zu den ganz wenigen Stätten der Inka-Kultur, die von den barbarischen Zerstörungen der Spanier verschont geblieben sind.

    Residenz oder Wallfahrtsort

    Bingham hatte sofort erkannt, dass er mit Machu Picchu nicht das gesuchte Vilcabamba gefunden hatte. Dieser Ort lag nur etwa 20 Kilometer entfernt und wurde wenige Tage später entdeckt. Von hier aus hatten die Inkas noch 40 Jahre lang ihren Widerstand gegen die spanischen Eroberer Perus organisiert. Doch welchem Zweck hatte Machu Picchu gedient? Darüber gibt es keinerlei schriftliche Dokumente, so dass die Forschung nur Hypothesen aufgrund der Analyse der Artefakte aufstellen kann.

    Dass hier einst Landwirtschaft betrieben wurde, ging aus der kunstvollen Terassengestaltung des Geländes hervor. Bewundernswert sind auch die Gebäude aus teils gewaltigen Steinblöcken, die offenbar aus dem Tal herangeschafft und ohne irgendein Bindemittel passgerecht bearbeitet, geschliffen und zusammengefügt worden sind. Die Terassen wurden durch perfekt »aufgestapelte« Mauern stabilisiert, um der Gefahr von Erdrutschen zu begegnen. Ein klug durchdachtes System, größtenteils unterirdisch verlegt, diente der Ableitung der aus den höheren umliegenden Bergen herabströmenden Wassermassen und der Vermeidung von Überschwemmungen. Nach Schätzungen haben hier ständig etwa 1000 Menschen gelebt.

    Bingham hatte auch Skelette gefunden, von denen nach seiner Überzeugung die meisten von Frauen stammten. Er leitete daraus die Vermutung ab, dass sich hier neben dem Regenten, dem herrschenden Inka und seinem »Hofstaat«, auch die »Jungfrauen der Sonne« aufgehalten hätten. Neuere Forschungen der Skelette bestätigten aber diese These nicht. Auch die Auffassung, König Pachacuti Inca Yupanqui (Regierungszeit 1438-1471) habe Machu Picchu als Residenz genutzt, gerät immer mehr ins Wanken. Hingegen wird neuerdings die Annahme diskutiert, Machu Picchu habe als eine Art Wallfahrtsstätte der »kosmischen Religiosität« der Inkas gedient. Dafür finden sich etliche Belege unter den Artefakten. Bereits Bingham hatte bei seiner ersten Inspektion einen kunstvoll behauenen »Sonnenstein« in den Ruinen entdeckt.

    Der religiöse Sonnenkult der Inka war den spanischen Eroberern und Missionaren als »heidnischer Glaube« ein Dorn im Auge; sie zerstörten vielerorts Sonnensteine restlos. Lediglich der Stein in Machu Picchu blieb erhalten. Er wurde später u. a. vom Potsdamer Astronomen Rolf Müller genauer erforscht. Dabei zeigte sich eine Ausrichtung des »Schattenwerfers« nach den Aufgangspunkten der Sonne zum Sommer- und Winteranfang. Der rätselhafte Name des Steins »Intihuatana«, was in der Quechua-Sprache »Der Ort, an dem man die Sonne fesselt« bedeutet, legt die Vermutung nahe, dass der Stein an besonderen Tagen keinen Schatten wirft. (Diese These wird gegenwärtig vom Autor dieses Beitrages untersucht.)

    Ein weiteres astronomisch-religiöses Bauwerk in Machu Picchu ist der sogenannte Sonnentempel. Dort befinden sich in einem Rundturm zwei Fenster, durch die man vom Inneren aus ebenfalls die Aufgangspunkte der Sonne zu den Daten des Sommer- und Winteranfangs beobachten kann. Die Genauigkeit der Ausrichtungen ist erstaunlich.

    Gefährdetes Weltkulturerbe

    Wer heute auf den Spuren Binghams wandeln möchte, hat es bedeutend bequemer als der besessene Forscher damals. Von Cusco aus führt eine Bahnstrecke direkt nach Aguas Calientes, dem kleinen Dorf am Fuße des Berges. Lediglich einer der hier häufig vorkommenden Erdrutsche, der das Gleisbett verschüttet hat, zwingt uns, einen Teil der Strecke per Bus zurückzulegen. In wenigen Minuten fährt man dann auf einer engen Serpentinenstraße zum Eingang der Anlage. Das Bild, das sich hier bietet, überwältigt den Touristen von heute wohl nicht weniger als dereinst den Entdecker. Wolken und Nebelfetzen verdecken zunächst den Gesamtanblick und verwandeln die Ruinen in eine mystisch anmutende Kulisse. Doch dann bricht die Sonne durch – und ein einzigartiger Ort liegt vor unseren Augen.

    Fachleute warnen allerdings. Der Tourismus nimmt Ausmaße an, die dem seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Kleinod abträglich sind. Einerseits ist Peru auf die Touristen aus wirtschaftlichen Gründen angewiesen, andererseits versucht man, die Zahl der täglichen Besucher zu begrenzen. Nur so wird es möglich sein, das beeindruckende Zeugnis der Inka-Kultur auch für künftige Generationen zu erhalten.

    Professor Dieter B. Herrmann, Astronom und Physiker, 1976 bis 2004 Direktor der Archenhold-Sternwarte in Berlin-Treptow, ist Präsident der Leibniz-Sozietät.

  • 24.12.2010

    Quiz: Noël in Paris

    Charlotte Noblet
    Ist Paris, "ville des Lumières",durch die Weihnachtsbeleuchtungen seinem Ruf treu?

    Mit einem Clic auf den Titel können Sie das letzte Quiz unseres Adventblogs entdecken. Vier Bilder aus Paris sind mit vier Fragen versehen. Die Antworten stehen am Ende des Quiz.

    "Bonne chance" und vor allem, "bon réveillon de Noël"!


  • 24.12.2010

    Kleines Tool für die schöne Weihnachtsbastlerei

    Charlotte Noblet
    Die Weihnachtsferien sind da! Die Kinder sind zu Hause und das weihnachtliche Basteln wird wieder beliebt: Die Adventszeit ist ja auch perfekt dafür geeignet! Wer ganz schnell eine Idee für das Dekorieren oder für ein selbstgemachtes Geschenk braucht, findet hier eine vielfältige Linksammlung.
    Weihnachtsbastlerei
    Auf der Kinderseite "Blinde Kuh" sind Anleitungen für hübsche Sterne, Herzchen, Kerzenhalter, Kugeln und Schneeflocken, eigentlich für alles, was man selbst und ohne viel Geld basteln kann.

    Gute weihnachtliche Bastelideen, Sternvariationen sowie Engel und Schutzengel zur Dekoration der eigenen Wände oder als Lastminute-Geschenk für die Verwandten sind HIER zu finden.

    Ob Tannenbaum-Tischlichter oder Adventskränze, DA gibt es jede Menge Ideen für alle Arten von Weihnachtsbastlerei. Schön dabei sind die persönlichen Berichte von Eltern und Kindern auf dem Forum.

    Erwähnenswert ist HIER die Initiative, Recyclingbastel-Ideen zum sammeln: Der Müll von gestern kann das Geschenk für morgen sein!

    Wenn Anfänger sich an Baumschmuck und Weihnachtskarten versuchen, wollen Profis lieber ganze Krippen oder Weihnachtspyramiden bauen. Dafür steht HIER eine ganze Reihe Ideen zur Verfügung.

    Und nicht die Regel Nummer Eins beim Basteln vergessen:
    Kein Weihnachtsgeschenk ist so schön wie ein selbstgemachtes!



  • 22.12.2010

    Weihnachtsbrauch: Neue Töne im Stadion!

    Charlotte Noblet
    3:1 gegen Karlsruhe SC: Damit hat sich der 1. FC Union Berlin am Montag ein wenig Luft im Abstiegskampf verschafft und die Eisernen konnten nach dem letzten Heimspiel des Jahres ohne Frust nach Hause gehen… und sich für das traditionnelle Weihnachtssingen im Stadion "An der Alten Försterei" kurz aufwärmen: Morgen um 19 Uhr werden nämlich ganz andere Töne im Stadion angeschlagen!
    Mittlerweile hat es Tradition: Seit 2003 treffen sich die Unioner "An der Alten Försterei" kurz vor Heiligabend und lassen ihr Stadion im Licht tausender Kerzen erstrahlen. Für die Großen gibt es Glühwein, für die Jüngeren heiße Schokolade. Auch Liedhefte, Kerzen und kleine Geschenke für die Kinder werden am Eingang verteilt.
    Erst sorgen Bläser für das weihnachtliche Aufwärmen. Und dann, pünklich um 19 Uhr geht es los: 90 Minuten lang werden tausende Besucher zusammen altbekannte Weihnachtslieder singen. Unter die Singenden mischen sich Präsidiumsmitglieder, Sponsoren, Spieler sowie immer mehr Leute, die noch nie ein Union-Spiel gesehen haben!

    Eine Fussballgeschichte steckt hinter diesem einmaligen Weihnchatsbrauch, Jahrgang 2003. Damals hat der 1. FC Union fast immer sein letztes Spiel verloren. Torsten Eisenbeiser, Mitglied im Fanklub Alt-Unioner, wollte für die weihnachtliche Stimmung der Fans und deren Familienangehörigen aber Sorge tragen und kam auf die Idee eines letzten Treffens im Stadion, kurz vor Heiligabend, auf besinnliche Weise.
    Beim ersten Weihnachtssingen 2003 kamen 89 Personen heimlich durch die Dunkelheit ins Stadion und sangen Weihnachtslieder zusammen. Die Veranstaltung war illegal. Ab 2004 wurde das Bezirksamt Treptow-Köpenick involviert und mittlerweile ist das Weihnachtssingen zu einer Großveranstaltung im modernisierten Stadion geworden. Dieses Jahr seien 10 000 Besucher erwartet! Die Alte Försterei wird morgen glänzen. Die lobenswerte Aktion ist beliebt. Die Frage ist: Wie gut können denn Fussball-Fans Weihnachtslieder singen?

    - Ab 19 Uhr geht es los An der Wuhlheide 263.
    - Wahrscheinlich öffnet das Stadion "An der Alten Försterei" gegen 17:30 Uhr seine Tore.
    - Mehr Infos zur Geschichte HIER.


  • 21.12.2010

    Verlosung: Was ist ihr Lieblingsweihnachtsrezept?

    Charlotte Noblet
    Von Truthahn oder Gans bis Kartoffelsalat mit Würstchen oder Fondue : Jedes Haus hat seine eigene Tradition im Bereich Weihnachtsessen. Was kommt bei Ihnen auf den Tisch?
    buchwe

    Wir rufen Sie auf ihre Lieblingsrezept als Kommentar einzustellen und verlosen dafür zum 24.12. die CD "Das Weihnachtsfest der Rockmusik - Die schönsten Rockballaden von City und & Keimzeit".

    Als Impuls kann ich hier gerne verraten, was in Frankreich traditionnell zum Festmahl gegessen wird. Austern, Schnecken oder Foie gras (Stopfleber) kommen erst als Vorspeise auf den Tisch. Dann gibt es Gänsebraten oder Truthahn mit Kastanienfüllung als Hauptgericht. Und nach der Käseplatte wird als Nachtisch eine "Bűche de Noël" gereicht. Dieser mit Buttercreme gefüllte Kuchen wird so genannt, weil er wie ein abgesägter Baumstamm aussieht. Vielleicht das Pendant zum deutschen Baumkuchen?

    Hier finden Sie ein gut beschriebenes Rezept von der Bűche de Noël.

    Wenn Sie eher auf das traditionelle Weihnachtsessen in Deutschland stehen, finden Sie hier viele Rezepte aus den verschiedenen Ländern zum Ausdrucken und Nachkochen.


  • 21.12.2010

    To be or not to be a Weihnachtsmann

    Charlotte Noblet
    Gerade werden die Weihnachtsmann-Touren zusammengestellt. Lastminute-Bestellungen werden nur noch auf die Warteliste gesetzt, wenn überhaupt. Aber woher kommt der Weihnachtsmann?
    Weihnachtsmann

    Zwischen 5000 und 6000 Familien werden in Berlin und Umgebung dieses Jahr von dem Weihnachtsmann am Heiligabend besucht. Dafür sind rund 300 bis 400 Weihnachtsmänner unterwegs, manchmal in Begleitung eines Engels.

    In Berlin vermittelt die studentische Arbeitsvermittlung "Heinzelmännchen" Weihnachtsmänner seit mehr als 50 Jahren. Bei der obligatorischen Weihnachtsmänner-Vollversammlung Ende November werden Kostüme kontrolliert. In der Adventszeit folgen Vorgespräche mit den Familien über den Besuch sowie eine kleine Schulung um die Rolle des Weihnachtsmanns: Verbot der Rute, Singen von klassischen Weihnachtsliedern und Grundlagen im Improvisationstheater. Die Rolle sollte ernst genommen werden. Und gut koordiniert: Ein Weihnachtsmann besucht an dem Abend um die 12 bis 14 Familien im Schnitt. Mit 25 Euro Minimum pro Besuch wird der Abend lukrativ: Bis zu 400 Euro Verdienst sind am Heiligabend möglich. Jedes Jahr fehlt trotzdem männliches Personal für die sportlichen Stunden in roten Mantel.

    Mit der Einführung von Bachelor und Master ist auch die Zahl der Bewerbungen bei den Studenten deutlich gesunken. Nur noch die Hälfte der Weihnachtsmänner sind dieses Jahr Studenten. Sonst schlüpfen in die Kostüme viele Freiberufler, Rentner und auch einige Arbeitslose.

    Viele Arbeitsagenturen schalten nämlich zur Weihnachtszeit eine „himmlische Hotline“ und bieten eine kostenlose Weihnachtsmannvermittlung an. Aus den finanziellen Sachen hält sich die Arbeitsagentur allerdings raus, die Höhe der Gage wird individuell geregelt.

    Derzeit planen die Weihnachtsmänner und die Engel ihre Touren. Für die Familie, die sich für eine Bescherung mit dem Weihnachtsmann etwas spät entschieden haben und jetzt auf Warteliste stehen, gibt es vielleicht noch Hoffnung: Die Studenten, die doch nicht von der Uni wegfliegen können, werden vielleicht als Lastminute-Weihnachtsmann improvisieren!

  • 20.12.2010

    Sonntag: Sei open?

    Charlotte Noblet
    In der vorweihnachtlichen Zeit wird die Frage immer wieder akut gestellt: Sollte Sonntag gearbeitet werden oder nicht? Und zu welchem Preis? Mit seinen zehn verkaufsoffenen Sonntagen pro Jahr zeigt sich Berlin ziemlich liberal, für deutsche Verhältnisse. Wie läuft es bei den EU-Nachbarn Deutschlands?
    Open

    Trotz des katholischen Rufes von Polen, gibt es in der Adventszeit - die Vorbereitung auf die Geburt Christi – wie auch das ganze Jahr über, keinen besonderen Sonntagsschutz. Die Händler können in aller Regel Sonntag offen haben, müssen nur 12 Tage pro Jahr schließen, mit der Pflicht bei bestimmten Feiertagen wie Weihnachten.

    Tschechien ist noch ein Stück liberaler: Dort herrscht gar keine Regelung... im Gegenteil zum Nachbarn Österreich, das konsequenteste Land der UE im Bereich Sonntagsschutz.

    In Österreich sind verkaufsoffene Sonntage einfach verboten.

    Frankreich hat seinerseits 2009 ein neues Gesetz verabschiedet: Fünf Sonntage pro Jahr können Bürgermeister und Prefekte eine Ladenöffnung erlauben. In bestimmten Bereichen wie z.B. Freizeiteinrichtungen wird die Arbeit am Sonntag auch erlaubt. Andere "Ausnahmen" ermöglichen auch den Sonntagsschutz zu umgehen... wenn die Angestellten "freiwillig" Sonntags arbeiten.

    Ähnlich lautet die Regel in Belgien: drei Sonntage pro Jahr dürfen die Läden offen haben, sowie drei zusätzliche Sonntage unter Vereinbarung der Sozialpartner. Allerdings dürfen die Händler in touristischen Regionen alle Sonntage zwischen dem 1. Mai und dem 30. September offen haben, sowie in der Ferienzeit und noch dreizehn Sonntage pro Jahr zusätzlich.

    In den Niederlanden haben die Kommunen in touristischen Regionen auch freie Hand und sonst sind zwölf Verkaufsoffene Sonntage pro Jahr erlaubt.

    In Dänemark sind es noch mehr: 20 Sonntage pro Jahr. Die kleinen Supermärkte, die einen jährlichen Umsatz unter 4 Millionen Euro haben, können alle Sonntage offen bleiben.

    Ein Land, eine Maßnahme. Aber überall wird diskutiert: Wer profitiert davon wirklich?

  • 18.12.2010

    "Gutwettergeld für Weihnachtsfacharbeiter"

    Charlotte Noblet

    Eine der unerwarteten Folgen des Klimawandels: Zwei Weihnachtsmänner sind heute früh auf die Straße gegangen und haben "Gutwettergeld für Weihnachtsfacharbeiter" verlangt. Die Demonstration ist friedlich verlaufen. Viele Kinder haben die Szene von weitem beobachtet und immer wieder die Älteren gefragt, ob die Weihnachtsmänner für ihre Rente demonstrieren.

  • 17.12.2010

    Alles nur Märchen!

    Charlotte Noblet
    Märchenhütte/ Bernd Schönberger
    Es war einmal eine Holzhütte nach russischem Vorbild, die mitten in Berlin ihre Türen zum Land der ewigen Kindheit öffnete und mit Märcheninterpretationen große und kleine Kinder bei Ofen-Wärme, Glühwein und Kerzenlicht unterhielt.

    Dafür sollte das spielwütige Team des „Hexenkessel Hoftheaters“ hart kämpfen, um eine Ausnahmegenehmigung vom Bauamt Mitte zu bekommen. Dies wird aber nicht im Reich der Zauberworte erzählt, sondern für ein abwechslungsreiches Programm gesorgt, einmal quer durch das Märchenbuch!

    Auf dem Winterspielplan stehen sowohl Kinderklassiker wie der Froschkönig, der gestiefelte Kater, die Bremer Stadtmusikanten, Rapunzel, Frau Holle, Aschenbrödel, Dornröschen, Rumpelstilzchen, Hans im Glück, Rotkäppchen, Schneewittchen, Hase & Igel, das tapfere Schneiderlein, oder Hänsel & Gretel, aber auch Märchen ab 18 Jahren wie Fitcher´s Vogel und Machandelbaum.

    In dieser Wintersaison werden drei neue Kinder- und Hausmärchen ihre Hüttenpremiere feiern.
    Die Vorstellungen sind schon bis nächsten Dienstag ausverkauft. Karten für spätere Vorstellungen können aber leicht telefonisch unter 030 2 888 66 999 sowie online bestellt werden.

    Und wenn die Märchenerzähler/innen und ihre Zuschauer/innen bis dahin noch nicht erfroren sind, dann… dann was? ... Ich brauche dringend meinen Souffleur!

    Veranstaltungsort: Bunkerdach, Monbijoupark, vis-à-vis Bode-Museum
    Programm: www.maerchenhuette.de

  • 16.12.2010

    Exklusiv: Ein Schutzengel erzählt

    Charlotte Noblet
    Den VIP´s mag es recht sein oder nicht, die Veröffentlichung des Tagebuchs von Marilyn wird als Präzedenzfall angesehen: Diesmal wird allerdings das Tagebuch eines Schutzengels zu Weihnachten publiziert. Die ND darf exklusiv Passagen veröffentlichen.
    "Im Rahmen der Gesundheitsreform wurde meine Arbeit als Gemeindeschwester gestrichen. Eine geförderte Arbeitsmaßnahme wurde mir angeboten, als Schutzengel. Laut Vertrag soll ich meine Patienten nicht mehr pflegen sondern schweigend begleiten und zuhören. Dafür habe ich eine Bluse mit der Aufschrift "für eine sinkende Arbeitslosigkeit" vom Amt bekommen und einen Terminkalender mit Namen der Personen, die ich betreuen soll. Freie Termine gibt es auch noch, für Menschen mit "Initiativbewerbungen". Wie soll das nur alles laufen? Bin ich wie eine Art Kundenservice und die Leute melden sich bei mir, wenn sie Probleme haben?"

    (...)
    "Was für eine erste Erfahrung! Jetzt ist mein Klient glücklicherweise wieder weggeflogen, zurück in sein "Driver's Cafe" in Texas. Meine Güte, der hatte so viele Biere getrunken! Auf der Karl-Marx-Allee beim Berliner Bierfestival hat er ständig vom Oktoberfest gesprochen. Wie peinlich! Ich glaube meinen Cowboy hat es irritiert, dass so viele in der Öffentlichkeit trinken. Und ehrlich gesagt, meistens habe ich von dem Trunkenbold nur Bahnhof verstanden! Ich weiß nur, dass ihn die Plattenbauten in Lichtenberg fasziniert haben: Der hat davon ständig Fotos an seinem Bruder in Amiland geschickt, mit seinem "mobile": ein neuer Trend am Horizont?!"

    (...)
    "Was für eine schwierige Betreuung, der Junge ist schon so resigniert! Der ist in die Armee eingetreten, um von zu Hause weg zu gehen und später studieren zu können. Jeden Abend dreht sich die gleiche Frage in seinem Kopf: "War es richtig so?" Er erlebt so viel hier in Afghanistan, selbst die Offiziere scheinen von der Situation überfordert zu sein! Manchmal muss mein Junge sogar eine Träne trocknen, im Dunkeln. "Ah, diese blöden Studiengebühren, wo wäre ich wohl ohne sie?" Nach diesen Verzweiflungshöhepunkten träumt er dann oft noch von besseren Tagen, es ist beruhigend. Einer seiner Wünsche ist, sich dank einer Enthüllungsaffäre mit erhobenem Haupt von der Situation verabschieden zu können und der Welt dank Wikileaks mitzuteilen, was hier zu Lande alles passiert."

    (...)
    "Schlimm ist es! Seit zwei Wochen lebe ich auf dem Sofa von Oma Elisabeth und esse drei Mal am Tag Milchbrei, Kartoffelpüree oder Kartoffelsuppe. "Helmut, hast Du Deinen dicken Pulli an? Ich drehe die Heizung runter." Die gute Dame hat den Tod ihres Helmuts nach einem Jahr immer noch nicht registriert und führt täglich die gleichen Rituale aus. Die Tagesschau gehört zum Abendessen wie die Kartoffelsuppe. Für mich ein Zitterpartie: Oma Elisabeth sorgt sich um die Welt und füllt Überweisungsscheine für alles mögliche aus. Das wäre ja noch halbwegs gesund, wenn sie sich nicht immer wieder um ihre Rente sorgen würde! "Helmut, unsere Renten werden verkauft, um die Banken zu retten! Diese jungen Leute an der Regierung sind sowas von unerfahren!" Seit ein paar Tagen ist es mit den Nachrichten ganz schlimm geworden. Oma Elisabeth. hat von den Rentenstreiks in Frankreich erfahren. Sie ärgert sich, dass es in Deutschland damals still geblieben ist und will es nachholen. "Helmut, wir sollten bei den Banken demonstrieren und nach unserem Geld fragen, oder? Wenn wir uns dahin setzen, wird die Polizei uns nicht so leicht wegtragen können, wir sind doch so zerbrechlich!" Dann steht sie auf und zieht ihre dicke Strickjacke an. Das reine Zuhören ist hier besonders schlimm, ich würde gerne etwas dazu sagen! Was hätte Helmut gesagt? Hätte er überhaupt was gesagt? "Helmut, hast Du Deinen dicken Pulli an? Ich drehe die Heizung runter." Oma Elisabeth hat ihr Vorhaben schon wieder vergessen und kommt bisher nicht weiter. Die Macht der Gewohnheit.

    (...)
    ""Karriere zu Ende, bitte aussteigen". Puh! Ich bin echt weit rumgekommen und das sogar ohne Flügel - dieses Accessoire haben nur die festangestellten Schutzengel. Für "meine treuen Dienste" hatte ich den Auftrag erhalten, Schutzengel für den Umweltminister zu sein. Ich habe viel zugehört, alles aber unter dienstlichem Geheimhaltungsversprechen, und ich bin noch viel mehr um die Welt geflogen. Doch als mein Klient sich für einen Besuch in Gorleben entschieden hat, habe ich eine Panik-Attacke bekommen. Was wird, wenn wir das Zwischenlager besichtigen und ich auf Pressefotos neben dem Minister erscheine? Außerdem will ich dieses Gerede ganz bestimmt nicht hören ohne etwas sagen zu können. Ich könnte streiken...bin ja kein deutscher Beamter! Aber die Stelle ist gefördert... also lasse ich mich lieber Krank schreiben und gehe demonstrieren. Der Arzt aus dem Wendland hat "gerechtfertigte Angst vor AKW-Müll" als Diagnose geschrieben. Leider sah es das Amt anders: Es hat mir meine geförderte Stelle als Schutzengel gestrichen. Dafür habe ich jetzt einen Ein-Euro-Job als Weihnachtsmann in einer Einkaufpassage."

  • 15.12.2010

    Verlosung: Den Weihnachts-Stimmton angeben!

    Charlotte Noblet
    Für originelle und schräge Tipps sowie für selbst komponierte Weihnachtslieder wird folgende CD aus dem ND-Shop zum 24. verlost: "Keimzeit & City: Weihnachtsfest der Rockmusik". Gerne können Sie ihre Empfehlungen und Dateien per Mail an community(at)nd-online.de oder per Kommentar bekannt machen!
    Weihnachten hat genau so viele Facetten wie eine Diskokugel und für jede Nuance der Weihnachtsstimmung kann das musikalische Programm sich abwechslungsreich anpassen. In der Heavy-Metal Szene wird zurzeit viel über die ganz frische Single "X-M@$" von Corey Taylor diskutiert. Währenddessen werden die Christmas-Klassiker à la Grönemeyer von "Herbie G. singt Weihnachtslieder" (2003) immer wieder gerne gehört. Das Album "Wir warten aufs Christkind" der Toten Hosen, als Die Roten Rosen, Jahrgang 1998, gehört sicherlich auch zu den Lieblingsplatten vom Weihnachtsmann. Und für alle, die für und vor Weihnachten die passende Playlist suchen, sind weiter unten schon ein paar Tips:

    - Die Klassiker bringen die Glocken zum Bimmeln mit bekannten Songs der Winterzeit.
    - Mit den großen internationalen Weihnachtshits werden die Herzen ordentlich warm gestimmt.
    - Hoch aus dem Land der Rentiere schneien weihnachtliche Klänge herein! Für einen ganz besonders vorweihnachtlichen Genuss aus Finnland.
    - Die Vorweihnachtszeit kann auch auf frankophone Art laufen, mit Weihnachtsmusik aus den Jahren ab 1915 bis heute.
    - Ein sanftes, instrumental arrangiertes Jazzprogramm sorgt für Entspannung in der Vorweihnachtszeit.
    - Energiegeladene Kirchenmusik mit frischen Gospelklängen wischt den Staub von alten Kirchenbänken!
    - Mit Folk und Westernklängen bekommt Weihnachten das gewisse Cowboyflair. Für ein Santa mit Cowboystiefeln und Kamin mit Lagerfeuer-Romantik!
    - "Xmas in Frisko" überrascht mit einem ungewöhnlichen Weihnachtsmix aus Rock, Pop und Skurrilitäten.

  • 14.12.2010

    Wer träumt noch von Modelleisenbahnen?

    Charlotte Noblet
    Der Modelleisenbahn war eine lange Zeit ganz oben auf dem Wunschzettel für den Weihnachtsmann. Aber heute? Die Gründer der größten Modelleisenbahn der Welt kommen zu Wort.
    Miniatur Wunderland
    "I had a dream" - So etwa fängt die Wundergeschichte der Zwillingsbrüder Braun in Hamburg an. Wie viele Andere hatten sie als Kinder mit der Modelleisenbahn gespielt, die zu Weihnachten heiß ersehnt war und sich dann doch für andere Sachen interessiert, wie das Leben eben so ist. 2000 kamen aber die Erinnerungen bei Frederik während seiner Ferien in der Schweiz wieder hoch: "Der rief mich an und wollte die größte Modelleisenbahn der Welt bauen!" erinnert sich sein Zwillingsbruder Gerrit. "Als Kind wollten wir schon immer einen Keller voller Modelleisenbahnen einrichten. Es wäre als Hobby irgendwie noch vorstellbar, aber als Geschäftskonzept... Ich habe die Idee von Frederik für verrückt gehalten, aber er rief mich immer wieder an! Dann habe ich bemerkt, dass der daran glaubte und nicht nur einfach so im Superlativ sprach. Ich habe also angefangen, nachzudenken, was geht, was geht nicht , worauf wir aufpassen müssen, usw. So fing es an, denke ich."

    Heute ist die größte Modelleisenbahn der Welt in der Speicherstadt in Hamburg zu sehen. 185 Personen sind damit beschäftigt, 12 000 Meter Gleis auf 1150 Quadratmetern am Laufend zu halten. 890 Züge fahren durch Österreich, Knuffingen, den Harz, Hamburg, Amerika, Skandinavien und die Schweiz. Um die fahrenden Wagen herum sind 1000 und 1 Detail mit viel Humor präsentiert: 250 000 Einwohner zählt bisher das Miniatur Wunderland. "Natürlich lassen wir uns von der Realität inspirieren, aber wir können alles gestalten, ganz wie wir es wollen!", sagt Frederik. "Hier kann man wirklich wach träumen. Ich finde immer toll zu beobachten, wie unsere Besucher Glanz in den Augen bekommen und oft in die Kindheit zurückversetzt werden."

    Miniatur Wunderland
    Um die 1,1 Million Personen besuchen jedes Jahr das „Miniatur Wunderland“. "Nur 9% unserer Besucher sind Hamburger. Viele kommen aus der Schweiz, aus Österreich und ganz Deutschland. Nicht weil wir Abschnitte dieser Ländern auf dem Modell anbieten, sondern weil es dort eine große Affinität zu Zügen gibt", erzählt Gerrit. Zurzeit ist das Miniatur Wunderland etwas weniger als sonst besucht: Die Leute reisen weniger, die Schülergruppen der Klassenfahrten landen eher auf den Weihnachtsmärkten. Eigentlich ist es angenehm, um sich das Modell unter Tages- und Nachtlicht ganz in Ruhe anschauen zu können.

    Im Shop werden doch nicht mehr so viele Weihnachtswünsche erfüllt. "Wenn sie vor dem Modell stehen, wollen natürlich viele Kinder auch einen Zug haben. Aber ihr Traum ist nicht mehr so nachhaltig wie bei uns früher", sagt Frederik. " Es gibt heutzutage eine so große Auswahl an Geschenken zu Weihnachten!" Den Modelleisenbahn-Firmen geht es deshalb auch nicht mehr so gut - außer vielleicht denjenigen, die um das „Miniatur Wunderland“ herum ihre Produkte verkaufen - auch in der Weihnachtszeit. Ein Glück: Denn obwohl die Modelleisenbahn nicht mehr auf dem Wunschzettel für den Weihnachtsmann steht, hat manchmal der Weihnachtsmann selbst noch einen etwas kindlichen Impuls...

    Mehr Infos über das „Miniatur Wunderland" HIER
  • 13.12.2010

    Sei ein Weihnachts-Geek!

    Charlotte Noblet
    Der Montag ist wieder da. Es wird wieder gepowert, teilweise auch vor dem Bildschirm. Dafür gibt es 1001 Online-Ablenkungen, um seinen Desktop weihnachtlich zu gestalten oder olympische Rekorde bei Weihnachtsspielen zu knacken. Hier ein paar Tipps.
    Online-Spiele

    Der Weihnachtmann ist HIER dem Super Mario etwas ähnlich. Mit Wasserpistole soll er Weihnachten von bösen Geistern befreien.

    Kein Schnee mehr am Fenster? HIER bürgt aber eine Schneeballschlacht für Spass!

    Aber eigentlich liegt meine Lieblingsquelle für Weihnachtsspiele HIER: Für jeden Tag bietet dieser Adventskalender eine lustige Herausforderung an.

    Natürlich habe ich alle empfohlene Spiele getestet und bin für die Hilfe meiner Heinzelmännchen dankbar.

    Weihnachliche Deko für den PC

    HIER stehen viele weihnachtliche Bilder für den Bildschirmhintergrund frei zur Verfügung. Einfach ein Bild auswählen, darauf klicken und dann rechts "als Hintergrundsbildschirm hinzufügen".

    HIER finden Sie Icons in Form von Tannenbaum, Zuckerstange, Stern, usw. und können damit Ihre Dateien und Ordner weihnachtlich dekorieren. Einfach das Paket hochladen und die zip-Dateien extrahieren. Dann können Sie ihre Dateien auswählen (z.B. "Eigene Bilder", "Eigene Dokumente", usw.), rechts auf "Eigenschaften" klicken, Tab "Anpassen" und da auf "Bild auswählen" klicken.

    Und HIER gibt es noch eine Weihnachtsgirlande und DA Schnee für den Computer.
    Einfach hochladen und auf entsprechende Dateien klicken... Jetzt sieht der Arbeitsplatz etwas weihnachtlicher aus, nicht wahr?!

    Und für die Jüngsten ...

    HIER sind Weihnachtsbilder zum Ausdrucken: Einfach die Zahlen in der Reihenfolge miteinander verbinden und dann ausmalen.

    HIER versteckt sich der Weihnachtsmann hinter jeder Tür. Man sieht seinen Schatten. Aber was macht er ganz genau?

    Und DA kann jeder seine Weihnachtsband zusammenstellen und damit etwas krach machen!

  • 12.12.2010

    Luciatag: „Varmt välkommen!"

    Charlotte Noblet
    Ganz Berlin ist von Weihnachtsmärkten besetzt... Ganz Berlin? Nein, eine kleine Gemeinschaft leistet nach wie vor leuchtenden Widerstand und feiert den Luciatag.
    Luciatag

    Der Luciatag steht vor der Tür und die Vorfreude ist schon groß: Morgen, den 13. Dezember, wird der kalte und dunkle Winter unterbrochen, dagegen können die Wetterfrösche quaken was sie wollen!

    Alljährlich übernimmt Lucia ihre Funktion als Lichtbringerin, Symbol der Wiederkehr hellerer Tage. Besonders gefeiert wird sie logischerweise in Ländern, wo die Tage etwas kurzer sind als woanders. Die Lucia trägt das Licht auf dem Kopf, drum herum wird viel gebacken, getrunken und gesungen.

    Selbst in Berlin ist der Luciabrauch zu erleben. Einen Luciazug gab es ins Felleshus der nordischen Botschaften und der Luciachor, der schwedischen Victoria-Gemeinde, hat gestern auch gesungen. Im Süden von Deutschland bzw. in Bayern lädt die schwedische Gemeinde an diesem dritten Adventwochenende zu einem Weihnachtsbasar in die Gustav-Adolf-Kirche (Hohenaschauerstr. 3, München-Ramersdorf) ein. Dazu gehören natürlich Leckereien wie Pfefferkuchen und Safrangebäck, welche zum Glögg oder Kaffee gegessen werden.

    Morgen, am Luciatag, singt der Chor der Schwedischen Schule in Berlin um 18 Uhr in der Wilmersdorfer Auenkirche, Wilhelmsaue 119, Berlin-Wilmersdorf. Karten für 6 Euro können in der schwedischen Victoria-Gemeinde, Landhausstr. 26-28, Berlin-Wilmersdorf, oder an der Abendkasse gekauft werden.

    "Das Luciafest ist neben Mittsommer und Weihnachten eine der wichtigsten Zeremonien in Schweden, der Höhepunkt der Vorweihnachtszeit: Mädchen und Jungen, in lange weisse Gewänder gekleidet und Kerzen tragend, schreiten im Dunklen voran und singen Weihnachtslieder", erklärt Dr. Wiebke Ankersen von der schwedischen Botschaft. Zum traditionellen Repertoire gehört natürlich auch das Lucialied:

    Nacht stapft mit schwerem Gang
    Um Hof und Garten.
    Sonn’ bleibt jetzt aus so lang,
    im Schatten wir warten.
    Da tritt mit Lichterschein
    ins dunkle Haus herein
    Sancta Lucia, Sancta Lucia.

    "Am 13. Dezember, wenn der Winter am dunkelsten ist, kommt die Lichterkönigin Lucia mit ihrem Gefolge und hellt ihn mit Gesang und Kerzenschein auf", sagt Dr. Wiebke Ankersen.

     

    Mehr über den Luciabrauch gibt es HIER

  • 11.12.2010

    Stadt der Designs-Weihnachtsmärkte

    Charlotte Noblet
    Als erste europäische „UNESCO-Stadt des Designs“ bietet Berlin immer mehr Verkaufsplattformen und kreative Showrooms. „Design-Weihmachmärkte“ vermarkten auch die Berliner Designszene durch Ideenreichtum und Experimentierfreude an diesem 3. Adventwochenende.

    Zwei Indoor-Design-Weihnachtsmärkte

    Der erste findet in Wedding statt. In der Brunnenstr. 64 bieten 60 nationale und internationale Designer, Kreative und Künstler auf dem „TrendMafia Weihnachtsmarkt“ ihre selbst gestalteten Waren aus den Bereichen Mode, Design, Schmuck, Fotografie, Kunst und Accessoires feil. Der Eintritt ist frei und der Weihnachtsmarkt… beheizt, heute und morgen, jeweils 13 bis 20 Uhr.

    Der zweite findet in Mitte statt. Unter dem Motto „Holy-Shit-Shopping“ verkaufen ca. 150 Künstler, Designer, Ladenbesitzer und Kreative ihre Werke. Malerei, Mode, Schmuck, Literatur und Comics sind dabei und für die Musik sorgen diverse DJ´s aus Berlin. Drei Standorte beherbergen den Shopping-Wahnsinn heute von 12 bis 22 Uhr und morgen von 12 bis 20 Uhr: Die Galerie Hopping in der Spandauer Straße 2, das HBC in der Karl-Liebknecht-Straße 9 und 11. Die Türen der „Weihnachts.Shopping.Lounge“ öffnen sich gegen einen Eintrittspreis von drei Euro.

    Und die Empfehlung dazu?

    Tja… eine Frage der Etikette! Sagen wir so: der Trendmafia Weihnachtsmarkt ist janz berlinerisch und spiegelt ziemlich gut die internationale kreative Szene der Stadt wieder… unter Neonlicht. Der andere Weihnachtsmarkt geht durch die Republik auf Tournee und kann deswegen mit einem bundesweiten Renommee angeben.

    Immer noch unentschieden?

    Dann bleibt noch das junge „Weihnachtsrodeo“ im Haus Ungarns (HBC) in der Karl-Liebknecht-Straße 9. Am 4. Adventswochenende präsentieren Designer und Künstler ihre Werke, coole Geschenkideen aus vielen kreativen Bereichen. Dazu gehört auch ein weihnachtliches Musikprogramm und Klassiker wie Glühwein und gebrannte Mandeln.

    Diese Design-Weihnachtmärkte schlagen vielleicht die Weihnachts-Tradition etwas in den Wind, zeichnen aber auf ihre Art die außergewöhnliche Designlandschaft von Berlin: aus Ateliers, Agenturen, Showrooms, Messen und Verkaufsplattformen.

     

    Mehr Informationen über:

    - die Berliner Designszene HIER,

    - das Internationale Design Zentrum Berlin e. V. DA

    - und Berlin, Stadt des Designs HIER

  • 10.12.2010

    Weihnachtsmarkt für alle!

    Charlotte Noblet
    Arm aber sexy? Ute Jaroß, die Leiterin der Berliner Weihnachts-Sozialmärkte sagt nichts über den Werbespruch der Hauptstadt, sondern erlaubt einen Blick hinter die Kulissen des Projekts „Goldnetz Sozialmarkt Berlin“.
    ND/Burkhard Lange
    - Dieses Jahr organisiert Goldnetz drei Weihnachts-Sozialmärkte (*). Was für ein Team steckt dahinter?
    Es stecken dahinter ca. 200 Marktmacher und Marktmacherinnen, die Langzeit erwerbslos waren und hier bei Goldnetz eine geförderte Arbeit gefunden haben, in der Regel für ein Jahr. Wir werden von den drei Bezirken Mitte, Charlottenburg und Spandau unterstützt. Die finden wichtig, dass es unsere Märkte für Menschen mit geringen Einkommen gibt. Wir veranstalten nämlich die Sozialmärkte nicht nur in der Adventszeit sondern auch das ganze Jahr über. Monatlich findet ein Markt in allen drei Bezirken statt, immer am 2. Wochenende im Monat.

    - Haben Marktmacher/innen auf dem freien Arbeitsmarkt wieder eine Chance bekommen?
    Natürlich bewerben sich die Marktmacher und Marktmacherinnen weiter und suchen nach Möglichkeiten, eine Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bekommen, Sprich eine nicht geförderte Stelle, also in der freien Wirtschaft. Und uns gelingt es immer wieder, dass tatsächlich der Eine oder die Andere auf dem ersten Arbeitsmarkt sich einbindet.
    Während des ganzen Jahres werden die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auch qualifiziert, z.B. in Zwei-Rad-Mechanik oder im Organisationsbereich, Veranstaltungsorganisation, usw. Sie fangen oft auch mit Weiterbildung oder Teilzeitbeschäftigung wieder an. Und vor allem, sie kriegen ein neues Lebensgefühl.

    - Was antworten Sie auf den Vorwurf, die Weihnachts-Sozialmärkte seien exklusiv für Niedriglohn-Empfänger/innen?
    Wir müssen unsere Kundschaft auf Geringverdiener/innen beschränken, es geht schließlich um eine geförderte Maßnahme, es kann nicht jeder für wenig Geld bei uns einkaufen, wenn es ihm nicht zusteht! Wir dürfen nicht wettbewerbsverzerrend arbeiten, das heißt, wir dürfen nur Sachen günstig anbieten an diejenigen, die unter 900 Euro pro Monat verfügen. Die Anderen müssen ihre Weihnachtsgeschenke woanders erwerben. Deswegen muss man bei uns auch einmal beweisen, dass man Geringverdiener/innen ist, z.B. mit dem Berlinpass. Dann wechselt man seine Euro gegen unsere „Goldtaler“ und mit dieser Fantasiewährung kann man an jedem Stand Sachen erwerben.

    - Bekommen Sie mit den Weihnachts-Sozialmärkten eine größere Resonanz?
    Natürlich! Weihnachten ist DAS Fest, was in Deutschland in breiten Kreisen gefeiert wird. Es ist mit Schenken verbunden und da liegt genau das Thema: Es gibt einfach viele Menschen, die es sich nicht leisten können, Kinder aus Familie, wo nicht so viel Geld zur Verfügung steht, die aber nicht von Weihnachten ausgeschlossen sein wollen. Von daher haben unsere Sozialmärkte eine große und positive Resonanz.

    - Kennen Sie ähnliche Initiativen woanders als in Berlin?
    In Frankfurt am Main gibt es eine ähnliche Initiative. Die gibt es nicht solange, sie sind auf uns damals zugekommen, fanden unsere Idee gut und wollten damit in Frankfurt anfangen.

    - Machen sich Krise und Sparpaket auf den Weihnachts-Sozialmärkten bemerkbar?
    Unseren ersten Weihnachtsmarkt hatten wir schon 2006 und natürlich kriegen wir die Krise mit. Unsere Besucher und Besucherinnen werden mehr, das Angebot wird gut angenommen, besonders von denen die mitten in der Verantwortung für ihre Kinder stecken. Natürlich wäre es gut, wenn wir das alles nicht bräuchten, wenn wir Arbeit und genug Essen für Alle hätten, wenn alle an allem auch Teilhaben könnten. Aber diese Situation haben wir nicht. Und die Frage lautet eher: Lassen wir die Leute im Regen stehen?

    Wo und wann finden die Weihnachts-Sozialmärkte statt?

    ND/Burkhard Lange
    (*) Letztes Wochenende fand der große Weihnachts-Sozialmarkt vor dem Rathaus Wedding statt. Heute ist der Weihnachtsmarkt in Spandau, Zitadellenweg 34 (Lageplan) und am Samstag in Charlottenburg, Klausenerplatz (Lageplan) jeweils von 13-18 Uhr.

    Mehr Infos über die Sozialmärkte in Berlin: HIER


  • 09.12.2010

    Feuerzangenbowle im Unikino!

    Charlotte Noblet
    Heute im Unikino der TU Berlin wird die Feuerzangenbowle, mit Schwarzweißbild und knisterndem Ton gezeigt. Drei Fragen an das UnikinoTeam:
    Bild 1
    - Hat die Vorführung des Filmes „Die Feuerzangenbowle“ in der Adventszeit einen Eventcharakter?
    Dieses Ereignis wird immer in der Adventszeit gefeiert, sodass diese Vorführung zu einer Tradition gewachsen ist. Selbst viele Studierende höheren Semesters, wissenschaftliche Mitarbeiter und einige Dozenten nehmen sich zur Weihnachtszeit die Zeit die Vorstellung der "Feuerzangenbowle" zu erleben.

    - Seit wann wird der Film an der TU gezeigt?
    Die Vorführung der "Feuerzangenbowle" findet an der TU-Berlin seit 1987 statt. Dabei sind wir nur eines von über 50 Unikinos die mit dem Filmverleih Unifilm.de in Göttingen zusammenarbeiten. Dieser Filmverleih veranstaltet seit vielen Jahren eine große Feuerzangenbowlenparty mit tausenden Zuschauern an der Uni Göttingen.

    - In welchem Jahrgang gab es die meisten Besucher?
    Den meisten Zuspruch fand die jährliche Vorstellung in den 90er Jahren, genaue Statistiken führen wir jedoch nicht, da wir lediglich studentisch organisiert sind. Seit 1987 füllen wir fast jährlich einen Hörsaal der TU Berlin mit dieser Veranstaltung.

    - Wie wäre es, wenn der Dr. Pfeiffer an der heutigen TU zurückgeschickt worden wäre?
    Die Frage ist offen geblieben. Gerne können Sie diese Frage per Mail an community(at)nd-online.de oder per Kommentar fantasievolll antworten!

    Heute Abend wird der Film im Hörsaal H 104 um 19 Uhr gezeigt.

    "Es empfiehlt sich einen eigenen Becher mitzubringen!", verrät der Unikino-Newsletter. „Außerdem munkelt man, dass der Nikolaus einen Besuch angekündigt hat…“ Und was Karten angeht: „Wir versuchen die Kasse für die Karten gegen 18.30 Uhr aufzumachen. Es empfiehlt sich früher zu kommen, da wir durchaus mit ein paar Leuten rechnen.“

    Das Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin ist in der Straße des 17. Juni 135 (CampusPlan).

    Über den Film: Eine Runde älterer Herren sitzt zusammen und erinnert sich an ihren Unfug in der Schule. Der legendäre Dr. Johannes Pfeiffer „mit drei FFF“ (Heinz Rühmann) kann nicht mithalten: Er wurde von einem Hauslehrer erzogen. Der muss nochmal zur richtigen Schule. So beschließt die Runde - bei einer Feuerzangenbowle.

    Das Unikino TU Berlin spielt im Semester jeden Donnerstag einen Film im Hörsaal. Hier geht’s zum Programm: http://unikino.de.ms/. Die Homepage ist noch eine Baustelle, das Team sucht noch nach einem Logo.

  • 08.12.2010

    O Tannenbaum aus Karton!

    Charlotte Noblet
    „Du grünst nicht nur zur Sommerzeit, nein auch im Winter wenn es schneit.“ Und so sollte es bleiben, nicht wa? „O Tannenbaum, Du kannst mir sehr gefallen!“ Besonders wenn Du schon zu Karton geworden bist. Heute werden hier ein paar Varianten für einen alternativen Weihnachtsbaum dekliniert.
    Evie Schaffer

    Eine perfekte Tischdeko: Dafür wird nur Karton, eventuell Geschenkpapier und Kleister benötigt. Auf evie-s.com steht der Vorlagenbogen frei zur Verfügung zum Herunterladen: Einfach drei Mal ausdrucken, eventuell mit Geschenkpapier individuell gestalten und aneinander kleben!

    Direkt aus Papiermüll gezaubert! Werbung, Zeitungen, Magazine, Geschenkpapier usw. können für diesen Tannenbaum verwendet werden. Wie Perlen werden die Papierstücke einfach auf einen Stock in Form eines Tannenbaums gesteckt. Der Stock selbst sollte auf einem Sokel befestigt werden. Alles kann mit Kleister festgehalten und je nach Geschmack bemalt werden. Detaillierte Erklärungen stehen auf dieser Website auf Englisch zur Verfügung.

    Cecile Galacteros 1

    An der Wand aufgehängt: Diesmal brauchen Sie nur Pappstücke - am besten nicht zu dick – und etwa zwei Stunden Zeit, um sie zu rollen und zu kleben! Damit finden z.B Ihre Umzugskisten ein neues Schicksal. So einfach geht’s:
    - Lauter Bänder schneiden, etwa 5x 30 cm (ganz gleich groß müssen sie auch nicht sein)
    - Die Bänder in Schneckenform biegen
    - Ein großes Dreieck aus Pappe vorbereiten: Es wird die Form des Tannenbaums sein und als
    Hintergrund verwendet.
    - Die gerollten Bänder auf das Dreieck kleben. Am besten mit einer Linie ganz unten anfangen und nach oben weiter kleben, Linie pro Linie. Die „Schnecken“ können sich nach Innen oder nach Außen drehen. Die letzte Variante erweist sich allerdings als etwas stabiler und einfacher zu kleben
    - Am Ende können Sie noch einen Stern ganz oben ankleben. Der Tannenbaum ist fertig! Der kann dank einer Nadel durch den Karton an der Wand aufgehängt werden.
    Fotos über die Entwicklung eines solchen Tannenbaums sind HIER zu sehen.

    Von der Decke hängen lassen: Die gleiche Künstlerin zeigt auch, wie ein Tannenbaum aus Toilettenpapierrollen entstehen kann! 100% Recycling und ganz günstig! Auf ihrer Website sind die Bastel-Etappen zu sehen.

    Bild 3

    Ich freue mich auf Feedbacks über Ihre Versuche! Dafür reicht eine Mail an community(at)nd-online.de oder ein Kommentar!

  • 07.12.2010

    Für weihnachtliche Vorfreude: 1x täglich zuhören oder vorlesen

    Charlotte Noblet
    Mieses Wetter und noch kein Tannenbaum zu Hause? Nicht so schlimm. Viele rezeptfreie Webseiten helfen, den vorweihnachtlichen Phantasiemangel wirksam zu bekämpfen.
    Montage: Charlotte Noblet
    Das Internet enthält Wirkstoffe, die bei bestimmungsgemäßem Gebrauch den Geist mit fröhlichem Glanz erfüllen können und zwar lauter deutschsprachige Prosatexte zum Thema Weihnachten.

    Natürlich ist der Inhalt einer Advent-Hausapotheke abhängig von der Anzahl und dem Alter der Familienangehörigen. Hier wird nur der Inhalt für die Erste Hilfe empfohlen, eine kleine Auswahl aus tausenden schönen Weihnachtsgeschichten:

    - „Weihnachten im deutschen Hause beim Gelehrten und beim Bürgersmann“ von Gustav Freytag
    - „Die Geschichte vom Tannenbäumchen“ von Luise Büchner
    - „Puck Kraienfoot“ von Hermann Löns
    - „Am Weihnachtsmorgen“ (1772) : Brief von J.- W. von Goethe
    - „Der Dienstweihnachtsbaum“
    - Adventskalender mit täglichen Geschichten und Gedichten

    Schließlich enthält eine gut sortierte Advent-Hausapotheke auch was für die Ohren. Hier eine empfohlene Auswahl an Weihnachtsgeschichten, Weihnachtserzählungen und Weihnachtsmärchen zum Hören:

    - Beim Online-Portal vorleser.net stehen u.a. Texte von Jules Verne, Karl May und Theodor Storm zum Download im MP3-Format bereit.
    - Adventskalender goes Podcasting. Jeden Tag eine Weihnachtsgeschichte zum Nachhören HIER

    Und nicht vergessen: Zunächst einmal ist es wichtig viel zu trinken.
    „Nehmt eure Stühle und eure Teegläser mit hier hinten an den Ofen und vergeßt den Rum nicht. Es ist gut, es warm zu haben, wen man von der Kälte erzählt.“
    (Das Paket des lieben Gottes, Berthold Brecht)

    Gerne können Sie Ihre eigenen Heilrezepte bzw. lieblingsweihnachtlichen Geschichten oder eigenredigierte Märchen der ND-Community empfehlen. Dafür reicht eine Mail an community(at)nd-online.de oder ein Kommentar!

  • 06.12.2010

    Duell in roten Mänteln

    Charlotte Noblet
    Am Sonntag Abend stritten zwei Männer mit roten Mänteln an einer S-Bahn Station. Eine Zeitzeugin konnte das Gespräch heimlich aufnehmen. ND berichtet exklusiv über das unerwartete Duell.
    Montage: Charlotte Noblet
    05.12.2010 19:43 – am Bahnsteig

    Mann Nr.1: Wat, selbst der oberste Heilige der Vorweihnachtszeit geht am Verkaufsoffenen Adventssonntag shoppen! So wird also der Sonntag geheiligt… was für eine seelische Erhebung, Kollege!

    Mann Nr. 2: Die heutige Konsumsünde gehört zur Ausübung meines Auftrages. Morgen darf ich zu Kindern und Erwachsenen kommen und Freude bereiten, Morgen ist Nikolaustag, Tag der Bescherung.

    Mann Nr. 1: Erzähl mir doch keine Märchen, seit Jahren erfolgt der Hauptbescherungstag nicht mehr am 6.! Selbst die Fünfjährigen wissen das und beten schon seit Wochen, damit ich ihnen ihr Lieblingsprodukt unter den Tannenbaum lege!

    Mann Nr. 2: Stimmt, nur ein paar Länder sind ihrer Tradition treu geblieben. So viel Kraft hat die Werbeindustrie, lieber Brüder. Wie diese Weihnachtsmann-Puppen, die an Hausfassaden hochklettern: Sie suggerieren einen Einbrecher, bekommen aber die ganze Aufmerksamkeit. Wer ordentlich klingelt und klopft, wird heutzutage nicht mehr bejubelt.

    Mann Nr. 1: Ja ja, ich höre schon das große Gejammer: Ich sei nur ein Werbegag von Coca und Co und habe den guten heiligen Nikolaus verdrängt, ich komme aus Amerika und habe Deine Arbeit geklaut! Ok, ich war nicht immer rot. Dafür bin ich heute ein „Global Player“ und kann mit Rudolph und den Anderen in einer Nacht die ganze Welt bescheren!

    Mann Nr. 2: Mit einer Ruten-Bestrafung für die bösen Kinder, Gutscheinen für die Hilfsbedürftigen und Umtauschrecht für die Konsum-Fanatiker.

    Mann Nr. 1: Ein Besserwisser noch dazu! Von wegen Bischof von Myra, in Ost- und Westeuropa verehrt und deswegen integrative Kraft für Europa: Hast Du schon mal von den „weihnachtsmannfreien Zonen“ gehört?

    Mann Nr. 2: Selbst die Existenzberechtigung einer Märchenfigur würde ich nicht in Frage stellen. Wir leben aber im Zeitalter der Extremisten. Ich würde auch ungern mit meiner roten Dienstuniform dorthin gehen müssen.

    (Stillschweigen)

    Mann Nr. 2: Apropos Uniform: Beim Einkaufen habe ich bemerkt, dass es immer mehr von diesen Schokofiguren in Stanniolpapier mit meinem Kopf gibt. Wie soll ich das denn verstehen?

    Mann Nr. 1: Reiner Kommerz und Kitsch sagen die Einen, kleine Aufmerksamkeit, um das Leben zu versüßen, sagen die Anderen. Du hast auch Fans, die eine angemalte Mitra, die Bibel oder den Bischofsstab aus Papier auf Weihnachtsmann-Schokofiguren festkleben und mich somit zum echten Bischof befördern, Kollege! Also, nichts Neues, hier auf Erden: Das Erscheinungsbild ist egal, es geht um den Inhalt.

    Mann Nr. 2: So ist also unser Schicksal als Brauchtumfiguren…

    Mann Nr. 1: Ach, die S-Bahn kommt und entführt uns endlich aus unserem Schicksal! Kommen Sie, kommen Sie, Oh großer Heiliger Nikolaus. Morgen ist Nikolaustag, Morgen ist Dein Fest, vergiss mich aber bitte nicht!

    20:13 – Eingestiegen. Gleich kommt der neue Tatort-Fall.

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26.05.2012 | Marcus Meier

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