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Übersicht: ExperimeND

  • 26.05.2012

    Suche nach verlorener Vielfalt

    Seit 23 Jahren öffnen Künstler und Handwerker im niedersächsischen Wendland während der kulturellen Landpartie zwischen Himmelfahrt und Pfingsten ihre Hoftore und präsentieren ihre Arbeiten: von fast vergessenen Handwerkstechniken bis hin zu Avantgardekunst. Der Holzhandwerker Michail Schütte stellt an seiner Wippdrehbank mit Fußbetrieb einen Spielzeugkreisel her.
    Von Stefan Otto

    Die Anti-Atom-Bewegung im Wendland zeigt mit der kulturellen Landpartie, dass sie ihr Leben eigentlich anders verbringt, als bei Atomtransporten mit einem Riesenchaos größtmöglichen Widerstand zu leisten. Zwischen Himmelfahrt und Pfingsten öffnen Künstler und Handwerker die Hoftore und präsentieren ihre Arbeiten. Der Holzhandwerker Michail Schütte und der Bierbrauer Udo Krause stehen mit ihrem Schaffen in einer Tradition, die im östlichen Niedersachsen längst aus dem Bewusstsein geraten ist. Mehr ...

  • 19.05.2012

    Die Menschen begehren auf, und das ist auch gut so

    Ein Mädchen sucht im Müll am Rande der indischen Großstadt Guwahati nach etwas Essbaren

    Heiner Geißler hat ein neues Buch geschrieben: »Sapere aude! Warum wir eine neue Aufklärung brauchen« (Ullstein, 157 S., geb., 16,99 €). Darin begründet der studierte Philosoph und Jurist (Jg. 1930), warum die Menschen das Vertrauen in die Politik verloren haben: weil die Politiker die Demokratie den Finanzmärkten auslieferten und eine intransparente Staatsbürokratie die Bürger bevormundet. Der CDU-Politiker und Mitglied von attac ruft uns alle mit Immanuel Kant auf: Habe den Mut, dich deines Verstandes zu bedienen! Mit Dr. Heiner Geißler sprach Karlen Vesper. Mehr ...

  • 12.05.2012

    Aufschwung für 12 000 antike Kilometer

    Alla Peressolova ist Managerin eines Seidenstraßen-Programms für das die Welttourismusorganisation UNWTO wirbt. Antje Stiebitz sprach mit einer Frau, die sich dem Geist der Seidenstraße verschrieben hat.

    nd: Warum und seit wann hat sich die UNWTO dafür entschieden, die Seidenstraße zu fördern?Peressolova: Die UNWTO hat das Potenzial der Seidenstraße für den Tourismus und als eine Möglichkeit für nachhaltige regionale Entwicklung erkannt. Wir haben diese Initiative 1993 gestartet, als in der Generalversammlung auf Bali eine Gruppe von Seidenstraßen-Mitgliedstaaten vorschlugen, ein auf ihre Bedürfni... Mehr ...

  • 12.05.2012

    Urlaub beim Patenkind

    18 Pavillons stehen Besuchern zur Verfügung.
    Von Heidi Diehl

    Reisen bildet. In von ihren Heimatorten entfernten Gegenden sammeln Reisende neue Eindrücke und Erfahrungen. Aber auch für die Anwohner der Reiseziele kann Tourismus Neues und Lehrreiches bringen: Strukturschwache Regionen werden von neuem Leben erfüllt und mit den Einnahmen der Gäste sinnvolle Initiativen finanziert. Heidi Diehl wirft einen Blick auf solche touristischen wie sozialen Projekte in Thailand. Mehr ...

  • 05.05.2012

    Tragfähig wirtschaften

    Der südamerikanische Binnenstaat Bolivien bietet landschaftlich alles zwischen Regenwald und Wüste. Auf der Hochebene Altiplano östlich des Titicaca-See liegt die Provinz Caranavi. Ein Großteil der bolivianischen Bevölkerung ist in der Landwirtschaft beschäftigt.
    Von Thomas Guthmann

    Kaffee - fair und ökologisch: Fairer Handel bedeutet Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Bauern und Beschäftigten in den sogenannten Entwicklungsländern - und damit mehr Gerechtigkeit in der Weltwirtschaft. In der Bundesrepublik wurde 1986 der erste fair gehandelte Bio-Kaffee eingeführt. Diese experimend-Seite stellt ein aktuelles Projekt fairen Kaffeehandels aus Bolivien vor. Mehr ...

  • 28.04.2012

    Revolte, Ritual, Revolutionsspektakel

    Gegen Krise, Krieg und Kapitalismus: Revolutionäre 1. Mai-Demonstration in Berlin 2011.

    25 Jahre revolutionärer 1. Mai in Berlin: Aus einem Straßenfest am Lausitzer Platz in Berlin-Kreuzberg entwickelte sich am 1. Mai 1987 ein Kiezaufstand. Seitdem gibt es alljährlich die Revolutionäre 1. Mai-Demonstration. In diesem Jahr rechnen die veranstaltenden antifaschistischen, kommunistischen und internationalistischen Gruppen mit 15 000 Teilnehmern; die Polizei zeigt sich gelassen. Ines Wallrodt und Niels Seibert sprachen mit teils langjährigen Organisatoren, Teilnehmern und Kritikern der Demonstration. Mehr ...

  • 21.04.2012

    Es werden Systemzwerge kreiert

    Hochschulen im Umbruch: Das Angebot an kritischen Lehrveranstaltungen nimmt ab, behaupten fortschrittliche Hochschulangehörige. In den vergangenen vier Jahren haben deshalb studentische Initiativen an vielen Hochschulen Lektürekurse unter dem Titel »Das Kapital lesen« organisiert. nd sprach darüber auch mit Professor Rudolf Hickel. Mehr ...

  • 14.04.2012

    Neuer Geist für alte Klinik

    Die alte Lungenklinik am Grabowsee ist ein geisterhafter Ort, an dem nachts die Käuze und Uhus zu hören sind.
    Von Stefan Otto

    Bildung und Kultur für Jugendliche: Spielend lernt sich's besser. Kultur- und Freizeitprojekte schaffen Orte jenseits von Schule und vorgegebenen Lehrplänen, an denen sich Kinder und Jugendliche mit Geschichte, Musik, Theater, Kunst oder Neuen Medien beschäftigen und eigene Erfahrungen machen können. Ein Projekt aus Brandenburg will eine pädagogische Alternative zum tristen Alltag in der Großstadt anbieten. Mehr ...

  • 07.04.2012

    Fenster zur herrschaftsfreien Welt

    Solidarische Ökonomien basieren auf einer nicht-kapitalistischen Wirtschaftsweise mit demokratischen, sozialen und ökologischen Prinzipien. Sie gehören damit zu den Experimenten, die praktisch zeigen, dass die Welt auch anders und besser funktionieren könnte, wenn nicht Profite, sondern die Menschen im Mittelpunkt stehen.
    Gisela Notz

    Bedürfnisorientiertes Wirtschaften: »Von alternativen Ökonomien zur ökonomischen Alternative zum Kapitalismus« - unter diesem Motto lud am vergangenen Wochenende die Loccumer Initiative kritischer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen zu einer Tagung in Bremen ein. Mehr ...

  • 07.04.2012

    Vielfalt in der Gemeinschaft

    Von Dagmar Embshoff

    In Deutschland existiert eine bunte Vielzahl von Zusammenschlüssen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit Solidarischer Ökonomie beschäftigen: Oft unter Begriffen wie Selbstverwaltung, Genossenschaften, Kollektivbetriebe, Commons, Gemeinwohlökonomie, soziale Ökonomie, fairer Handel. Jedoch fehlen eine gemeinsame Identität, eine spürbare Bewegung und eine entsprechende Vernetzung der Soli... Mehr ...

  • 31.03.2012

    Das Ende der Stromkonzerne?

    Von Bernward Janzing

    Die Geschichte der Sonnenenergie wurde von großen deutschen Konzernen geprägt, bis sie in den 90er Jahren das Interesse verloren. Vor Bürgeranlagen hatte die Stromwirtschaft jedoch immer Angst. Heute zeigt sich, warum. Beispiel: die Entwicklung der Energieerzeugung mittels Sonnenlicht - vom ersten mit Solarzellen ausgestatteten Satelliten »Vanguard 1«. Mehr ...

  • 31.03.2012

    Kampf um die Einspeisevergütung

    Als Ende des 19. Jahrhunderts in Mitteleuropa der Ausbau der Wasserkraft begann, war der Strom aus den Flusskraftwerken sehr teuer: Volle zwei Stunden musste der durchschnittliche Industriearbeiter um das Jahr 1900 arbeiten, um sich eine Kilowattstunde Strom leisten zu können. Gemessen an der Kaufkraft ist Strom somit in einem Jahrhundert um den Faktor 100 billiger geworden. Und genau das ist n... Mehr ...

  • 24.03.2012

    Linke Kartografie

    Die Karte

    Zum Printjournalismus gehört nicht nur das Verfassen von Texten und die Auswahl passender Fotos. Auch Karten spielen eine große Rolle, um Themen zu bearbeiten. Sie geben die Möglichkeit, Informationen anders zu verarbeiten und Schwerpunkte zu setzen. „Nachrichten malen“ nennt Philippe Rakecewicz daher seine Arbeit als Kartograf. Der studierte Geograf zeichnet und schreibt für die Monatszeitung „Le Monde diplomatique“. Besonders bekannt sind seine handgemalten Karten etwa aus dem „Atlas der Globalisierung“. Mehr ...

  • 24.03.2012

    Die hysterische Gebärmutter

    Gerdrun auf der LiMA. In der Show ihres Performancekollektivs »Muschiballett« stehen Auszüge aus Emilia Galotti und Platons Idee der hysterischen Gebärmutter neben martialischen Werbeslogans von Burger King.
    Von Christin Odoj

    Sie wirft den Schal mit dem hübschen Blumenmuster über den hässlichen weißen Papierspender, der an der gekachelten Wand hängt und nimmt ihn wieder ab. »Was auch immer das jetzt sollte«, sagt sie zu sich selbst und geht nervös auf und ab. Die Arme in die Hüften gestemmt, atmet sie die stickige Luft im Hörsaal 112 der Technischen Universität tief ein … und wieder aus. Noch anderthalb Stunden bis zum... Mehr ...

  • 24.03.2012

    Weiterbilden, Netzwerke knüpfen

    Von Katja Herzberg

    Seit Mittwoch und bis einschließlich Sonntag findet an der Technischen Universität Berlin und der Universität der Künste die LiMA statt. In diesem Jahr treffen sich zum 9. Mal Medienschaffende und -interessierte zur Debatte und zum Networking. Mit über 200 Veranstaltungen fördert die Linke Medienakademie kritischen Journalismus und Gegenöffentlichkeit. Mehr ...

  • 24.03.2012

    Ein leises Rauschen

    Von Katja Eichholz

    Twitter, Facebook & Co. - die LiMA möchte die Macher fit fürs Social Web machen. Ein paar Teilnehmer twittern während der Konferenz fleißig unter dem Hashtag LiMA12 inhaltliches aus den Workshops und weisen auf interessante Veranstaltungen hin. @martinkaul twittert am Donnerstag: »Wer @ernst_klaus @tirsales und mir heute offline beim streiten zuschauen möchte: 19.30 Uhr, saal H 105, TU Ber... Mehr ...

  • 24.03.2012

    »Du bist Kommunismus«

    Von Kai Schubert

    »Wir wollen die Freiheit der Welt und Straßen aus Zucker«. Mit diesen Zeilen beginnt ein bekannter Song der Band Frittenbude. Nach ihm ist die linke Jugendzeitung Straßen aus Zucker (SaZ) benannt. Auf der Linken Medienakademie stellte die Redaktion ihre Zeitung vor. Mehr ...

  • 17.03.2012

    »Der Geist lebt in der Provinz«

    Peter Sodann in seiner
    Gabriele Oertel

    Seit zwei Jahrzehnten sammelt der Schauspieler Peter Sodann in der DDR erschienene Bücher, um sie der Nachwelt zu erhalten. Im sächsischen Staucha hat er den Ort gefunden, wo er sie aufbewahren, zeigen und »Doppelgänger« der zwischen dem 8. Mai 1945 und dem 3. Oktober 1990 veröffentlichten Werke verkaufen kann. Viele haben gemutmaßt, Sodann hätte sich mit der Aufgabe übernommen. Doch jetzt nimmt das Projekt »Staatsbibliothek im Kuhstall« mehr und mehr Gestalt an. Ein Ortsbesuch. Mehr ...

  • 17.03.2012

    Gedächtnis der Bewegung

    Niels Seibert

    Literatur bewahren Archive und Bibliotheken haben es nicht leicht in Zeiten staatlicher Sparmaßnahmen und gesellschaftlicher Kultur- und Geschichtslosigkeit. Erhalt und Bereitstellung von Veröffentlichungen, ob nun graue Literatur oder Romane, bleiben oft an privaten Initiativen hängen. experimend stellt zwei solcher Projekte vor: Ein seit 30 Jahren bestehendes Archiv aus Westberlin und eine neue Bibliothek aus der ostdeutschen Provinz. Mehr ...

  • 10.03.2012

    Unser Dorf soll besser werden

    Als »Lebens- und Dorfgemeinschaft, in der Wege einer zukunftsfähigen Lebensweise entwickelt und erprobt werden«, beschreiben die Bewohner des Ökodorfs Sieben Linden in der Altmark ihren Ort. Auf acht Hektar Dorffläche, umgeben von zehnmal so viel zugehörigen Feldern, Wäldern und Gärten, soll eine »sozial und ökologisch ausgerichtete Siedlung« entstehen. Sieben Linden versteht sich als Experiment, dessen Erfahrungen bei Seminaren und Führungen bereitwillig weitergegeben werden. Fundierte Informationen vermittelt auch ein neues Buch von Michael Würfel: »Dorf ohne Kirche. Die ganz große Führung durch das Ökodorf Sieben Linden« (18 Euro, zu bestellen zum Beispiel auf www.eurotopia.de)
    Von Hendrik Lasch

    In Sieben Linden gibt es keine Kirche. Ein Kindergarten ist zu finden, ein kleiner Laden, sogar eine Telefonzelle. Eine Kirche aber, wie sie in den Dörfern rundum in der Altmark oft seit Jahrhunderten das Ortsbild prägt, sucht man vergebens. Allerdings ist Sieben Linden auch noch nicht Jahrhunderte alt. Erst vor 15 Jahren wurde der Ort gegründet, wo zuvor nur Kiefern, Getreide und Kartoffeln wuchs... Mehr ...

  • 03.03.2012

    Das war der Gipfel

    Von Wam Kat

    Die Versorgung von zehntausenden Demonstranten auf den Protestcamps in Rostock und Reddelich während des G8-Gipfels in Heiligendamm 2007 war eine Herausforderung. Eine Woche lang bekochten insgesamt 16 Volksküchen den Widerstand. Wam Kat vom niederländischen Kochkollektiv Rampenplan gehörte zu den Organisatoren. Er schrieb seine Erlebnisse auf. Mehr ...

  • 03.03.2012

    Gemeinsam kochen und feiern

    Keine Arbeit im herkömmlichen Sinn: Lucia Ruiz Visconti mit zwei Apfelweinflaschen bedient auf der Herri Bazkaria Mosku-Fiesta im baskischen Irun.
    Von Ralf Streck, Irun

    Wenn die Basken feiern, wird meist auch gemeinsam gekocht und gegessen. So auch am vergangenen Samstag, als in der Kleinstadt Durango zahllose Menschen zusammenkamen, um 24 Stunden zu feiern - für die Rückkehr der Exilierten und für die Freiheit der etwa 800 baskischen Gefangenen, die aufgrund des Konflikts um das baskische Selbstbestimmungsrecht über die Knäste in Spanien und Frankreich verte... Mehr ...

  • 03.03.2012

    Ohne Mampf kein Kampf

    Die Berliner Volksküche (abgekürzt: Vokü) mit dem Namen »Food for action« kocht für die Protestbewegung.
    Von Tim Zülch

    Leckeres Essen für jeden. Für einen Solidaritätspreis. Dafür sorgt die linke Bewegung mit eigenen Strukturen wie zum Beispiel die Volksküchen (oder auch Volxküchen). Egal ob Menschen zu politischen Großevents oder zum allabendlichen Kneipenabend im linken Zentrum zusammenkommen: Für Essen und Getränke ist gesorgt, frei nach dem Motto: »Wir machen den Widerstand fett.« Mehr ...

  • 25.02.2012

    Vorurteile gegenüber dem Alter

    Von Michael Zander

    Nahezu täglich werden negative Schlagzeilen über das Alter veröffentlicht, meist getarnt als Wehklage über die demografische Entwicklung. »Erst wollen die Leute keine Kinder zeugen, dann wollen sie nicht sterben«, beschwert sich der Historiker Michael Stürmer in der »Welt« (28.1.2012) und fordert, die Lebensarbeitszeit zu verlängern oder, mit anderen Worten, Rente massenhaft durch Grundsicheru... Mehr ...

  • 25.02.2012

    Erzählen als Therapie

    Dr. Wilhelm M. (91)
    Von Silvia Ottow

    Ums Älterwerden kommt keiner herum. Es schrecken uns an diesem unausweichlichen Vorgang aber nicht nur die körperlichen Gebrechen, sondern auch die Angst, den Verstand zu verlieren, dement zu werden, Alzheimer zu bekommen. nd befragte Wissenschaftler zu diesem Thema und hörte betagten Menschen zu. Mehr ...

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Frisch gebloggt
26.05.2012 | Marcus Meier

Sind Frauen die besseren Politiker?

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