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Übersicht: Forum

  • 19.05.2012

    Fantasielos?

    Von Hans-Dieter Schütt

    Alle Dramatik ist auch die Geschichte ungleicher Brüder. Von Kain und Abel über Shakespeares Edward und Edmund im »Lear« bis zu Schillers Karl und Franz Moor. Die Feindschaft, das Prinzip kämpfender Oppositionen - es wurzelt im Familiären, es sind die zwei Seelen, ach, in einer einzigen Brust. Wie Simplex und Implex. Simplex? So bezeichnet man ein einfaches, nicht zusammengesetztes Wort. Und I... Mehr ...

  • 12.05.2012

    Provinziell, aber nicht rückständig

    Von Katja Herzberg

    Ein Affront, wenn nicht gar eine bösartige Beleidigung sind die Zeilen in Rainald Grebes Brandenburg-Lied wohl für jeden, der aus jener Region stammt. »Es gibt Länder, wo richtig was los ist. Und es gibt: Brandenburg ... In Berlin kann man so viel erleben, in Brandenburg soll es wieder Wölfe geben«, singt der Kabarettist und Schauspieler, sich über die Mark belustigend. Damit packt er aber auch Vo... Mehr ...

  • 05.05.2012
    Linke in Griechenland

    Die Linke hat eine Pflicht - Einheit tut not

    Die Linke, hier bei einer 
Veranstaltung der Kommunistischen Partei, bringt das griechische Parteienspektrum kräftig in Bewegung.

    Die Umfrageinstitute sagen den linken Parteien in Griechenland für die Wahl am Sonntag kräftige Zuwächse voraus. Für die Demokratische Linke (DIMAR) und die Koalition der Radikalen (SYRIZA) werden ebenso wie für die Kommunistische Partei jeweils acht bis neun Prozent vorausgesagt. An Vertreter von DIMAR und SYRIZA stellte für »nd« Heike Schrader gleichlautende Fragen. Mehr ...

  • 28.04.2012

    Die große Reinigung

    Matthias Krauß
    Von Matthias Krauß

    Im Februar dieses Jahres erreichte ein bemerkenswerter Brief den brandenburgischen Landtag. In ihm legte der Anwalt Michael Kleine-Cosack aus Freiburg/Breisgau auf sechs Seiten dar, dass der jüngst abgeschlossenen Prozess der MfS-Bewertung von brandenburgischen Landtagsabgeordneten durch die Poppe-Kommission elementare rechtsstaatliche Grundsätze in offener Weise verletzt hat. Der Brief blieb ohne Wirkung, im Landtag wie auch in der Regionalpresse. Mit Ausnahme des »nd«. Unser Autor Matthias Krauß untersucht im Folgenden, was an diesen Vorwürfen dran ist. Mehr ...

  • 21.04.2012

    Freibeuter als Spalter

    Piraten: auf einem Auge blind?
    Christoph Links

    Die gerade im Aufwind befindliche Piratenpartei behauptet lautstark, das in Deutschland gültige Urheberrecht würde einseitig die Produzenten und Verleger begünstigen. So erklärte der Parteivorsitzende Sebastian Nerz, das gegenwärtige Urheberrecht stelle die Produktionsfirmen und Verwertungsgesellschaften einseitig in den Vordergrund, wohingegen die Künstler benachteiligt würden. Mehr ...

  • 21.04.2012

    Der verlängerte Arm der Schattenbanken

    Daumen hoch oder Daumen runter? Ratingagenturen bewerten auch die Bonität ganzer Länder – bisweilen mit fatalen Folgen.

    Es gibt weltweit hunderte von Ratingagenturen. Doch die drei Agenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch haben den Ratingmarkt seit gut drei Jahrzehnten unter sich aufgeteilt und beherrschen ihn heute zu 97 Prozent. Diese marktbeherrschende Stellung (»Oligopol«) wird immer wieder kritisiert. Aber das Hauptproblem mit den Agenturen liegt nicht im mangelnden Wettbewerb. Entscheidend sind ande... Mehr ...

  • 07.04.2012

    Lesen und leben lassen

    Adelbert Reif

    nd: Herr Professor Magris, Sie eröffnen Ihr Buch »Das Alphabet der Welt« mit einem Rückblick auf jene Bücher, von denen Sie in Ihrer Kindheit und Jugend geistig geprägt wurden. Es ist eine beeindruckende Zahl an Schriftstellern und Dichtern, denen Sie sich zuwandten. Ist es heute noch vorstellbar, sich solchen Leseabenteuern hinzugeben?Magris: Ja, ich bin überzeugt, dass die Begegnung mit Flaubert... Mehr ...

  • 31.03.2012

    Die Nivellierung des Denkens

    Wozu Lenin lesen? Es gibt ja das Telefonbuch.
    Von Detlef Kannapin

    Die Philosophische Fakultät III der Berliner Humboldt-Universität sieht zur Erlangung des akademischen Grades Dr. phil. neben der eigenständigen Abfassung einer Dissertation eine mündliche Prüfung vor, deren Hauptgegenstand ein Thema sein muss, das nichts mit den Thesen der Doktorarbeit zu tun hat. 2005 lag von mir zu diesem Zweck besagter Fakultät eine Arbeit zum Umgang mit der NS-Vergangenheit i... Mehr ...

  • 17.03.2012

    Vom Treibstoff der Kunst

    Stefan Amzoll

    Kunst - etwas, das für sich steht, ein Kraftfeld ohne Geschichte? Welch Unding! Was war und sich zurückverfolgen lässt, tangiert dieselbe, gewollt und ungewollt. Historie, reflektierte, bildet die Ursprungssubstanz allen Denkens und Handelns. Sie ist eine Sache, an der das Fragen nie aufhört. Geschichte ist, wenn man so will, Treibstoff, manchmal auch der falsche, der die Fahrt zur Irrfahrt macht ... Mehr ...

  • 10.03.2012

    Projekte des Übergangs

    Karl Marx: »Die Kooperativfabriken liefern den Beweis, dass der Kapitalist als Funktionär der Produktion ebenso überflüssig geworden, wie der Kapitalist selbst [...] den Großgrundbesitzer überflüssig findet.«
    Von Axel Berger

    An Philipp Rösler hätte Karl Marx seine Freude gehabt. Bei der Auftaktveranstaltung seines Ministeriums zum Internationalen Jahr der Genossenschaften verkündete der Bundeswirtschaftsminister, Genossenschaften erinnerten ihn stets daran, »dass Wirtschaftlichkeit und soziale Verantwortung vereinbare Ziele« seien. »Es sind zwei Seiten einer Medaille. Die Genossenschaft ist Vorbild der sozialen Marktw... Mehr ...

  • 03.03.2012

    Licht und Dunkel

    Robert Zünd: »Eichwald«. Öl/Leinwand, 1859. Privatsammlung; Abb.: DHM Berlin
    Von Martin Hatzius

    2011, das von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ausgerufene »Internationale Jahr der Wälder«, ist vorbei. Im Motto des laufenden Jahres indessen klingt das alte fort: 2012 ist das »Internationale Jahr der nachhaltigen Energie«. Allein in Deutschland werden jährlich 43 Millionen Kubikmeter Holz zur Energiegewinnung genutzt, ein Wald, sozusagen, von beachtlicher Größe. Mehr ...

  • 25.02.2012

    Die ökologische Revolution

    Von Hubert Fetzer

    Zwischen 1780 und 1790 wurden in der englischen Grafschaft Lancashire die ersten Spinnmaschinen aufgestellt. Es war ein regionales Ereignis, das außerhalb der Grafschaft keinen Briten interessierte. Stattdessen blickten nicht nur die Briten, sondern ganz Europa nach Frankreich, wo sich die politischen Auseinandersetzungen zu einem Ereignis zuspitzten, das als Französische Revolution in die Geschic... Mehr ...

  • 18.02.2012

    Wie Phönix aus der Asche

    Von Martin Ling

    Vor zehn Jahren, von Dezember 2001 bis Februar 2002 lag Argentinien nach dem größten Staatsbankrott der jüngeren Geschichte komplett am Boden. Die politische Klasse leistete ihren Offenbarungseid. Fünf Präsidenten in zwei Wochen gaben sich die Klinke in die Hand statt der Forderung »Que se vayan todos!«auf den Massendemonstrationen nachzukommen und abzuhauen. Deutlich stabilisierte sich die Lage e... Mehr ...

  • 11.02.2012

    Der geraubte Lebensabend

    Prof. Dr. Klaus Müller: Der Volkswirtschaftler ist 1944 in Ursprung (Erzgebirge) geboren. Er studierte Finanzökonomik und Außenwirtschaft an der Hochschule für Ökonomie Berlin und habilitierte 1978 über das Thema Verteilungstheorien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Heute ist er Lehrbeauftragter an der Technischen Universität Chemnitz und an der Berufsakademie Glauchau.
    Von Klaus Müller

    Rettet die Rente mit 67 das Rentensystem? Linke Theoretiker, Sozialverbände und Gewerkschaften sagen schon seit Jahren, dass es bessere Lösungen gibt. Für ein neues System plädiert auch dieser Text. Mehr ...

  • 04.02.2012

    Vom Verzaubern der Welt

    Von Ernst Peter Fischer

    Die moderne Physik kann technisch eine Menge mit Licht machen - sie kann es beugen, brechen und bündeln, fokussieren und polarisieren, als Laserstrahl einsetzen und noch einiges mehr -, und bei all dem kann sie höchst zutreffend und im kleinsten Detail vorhersagen, was passiert. Ein Physiker kann stets und ständig genau herausfinden, wie Licht - in der jeweils gegebenen Situation - agiert, was es tut und wie es sich verhält und erscheint. Mehr ...

  • 28.01.2012

    Es braucht Gegenangebote zur Veränderung der Welt

    Heiner Halberstadt war zweimal Mitglied der SPD und trennte sich von ihr im Streit, war jahrelang Stadtverordneter in Frankfurt am Main und so den Frankfurtern nahe, war Mitglied der PDS, später der LINKEN und kam so dem »neuen deutschland« nahe. Der 83-Jährige, der den Faschismus noch erlebt hat, der sich einer Einberufung in die Wehrmacht entzog, ist seltener, aber regelmäßiger Autor.
    Von Heiner Halberstadt

    Endlos lange Jahre schienen alle Warnungen in den Wind gerufen. Jetzt plötzlich wird sie erkannt - die Gefahr von rechts. Doch wieder geht es in vielen Warnungen nur um die Sorge, das Bestehende zu bewahren. So, als sei das Bestehende nicht ein Grund für den Zulauf, den die extreme Rechte erfährt. Mehr ...

  • 21.01.2012

    Die Strategie hat ein Loch

    Eine bis zu acht Meter hohe Mauer - von Israel errichtet - trennt Betlehem von Jerusalem und einigen palästinensischen Dörfern. Die Bewegungsfreiheit der palästinensischen Bewohner der Stadt Betlehem wird dadurch stark eingeschränkt, bietet aber Künstlern Raum, sich zu verewigen.
    Von Peter Schäfer

    Laut UNO-Beschluss von 1947 sollten auf dem damaligen britischen Mandatsgebiet Palästina gleichzeitig ein israelischer und ein palästinensischer Staat entstehen. Israel wurde 1948 proklamiert. Für die Gründung eines palästinensischen Staates aber fehlen noch immer viele, vor allem von Israel bisher verhinderte Grundvoraussetzungen. Um diese zu verbessern, stellte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas im September einen Antrag auf Vollmitgliedschaft Palästinas in der UNO, 63 Jahre nach der Gründung des Staates Israel. Deutschland ist dennoch dagegen. Mehr ...

  • 14.01.2012

    Die Seele und der Staat

    Von Kai Köhler

    Die Romantik gehörte und gehört unter Linken zu den umstrittenen Epochen. Erweiterte sie die künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten oder zerstörte sie die von der Klassik erreichten Standards? War sie Befreiung von moralisierenden Zwängen oder katholische Reaktion? War sie die kulturelle Variante der Französischen Revolution auf deutschem Boden oder muss man in ihrer nationalistischen Aggressivität... Mehr ...

  • 07.01.2012

    Für immer jung

    Von Reinhard Kruska

    Es wirkt vielleicht etwas seltsam, zu Beginn eines Textes über Vampire auf den Titel einer berühmten Graphik von Francisco de Goya (1746-1828) zu verweisen: »Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer«. Immerhin handelt es sich beim medialen Siegeszug dieser Blutsauger doch um ein Pop-Phänomen, um eine Modeerscheinung und nicht um die große Kunst der Alten Meister. Es gibt etliche Reihen von V... Mehr ...

  • 31.12.2011

    Die Welt in Bewegung

    Bild 1

    Der Arabische Frühling hat zu Beginn des Jahres 2011 die Welt in Bewegung versetzt. Erst begehrten die Menschen in Nordafrika nach gesellschaftlicher Erneuerung. Wenig später klagte die Jugend weltweit in Zeiten der Finanzkrise politische Mitbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe ein. Sie eint der Widerstand - gegen Despoten und Spardiktate - und die Kreativität ihres Protestes. Mehr ...

  • 31.12.2011

    Die Ölmonarchen haben gelernt

    Issam Haddad

    Issam Haddad, geboren 1939 in Tripoli (Libanon), hat über viele Jahre das Internationale Büro der »Demokratischen Front für die Befreiung Palästinas«, einer Mitgliedorganisation der PLO, geleitet und in dieser Funktion viele Kontakte in der arabischen Welt und Europa geknüpft. Mit ihm sprach Roland Etzel. Mehr ...

  • 31.12.2011

    »Ich mach ein Lied aus Stille«

    Wenn man will, ist plötzlich alles unpassend heiter. Eine Agenturmeldung dieser Tage ist überschrieben: »Wachmann geht es nach Schüssen besser« - was selten ist, meist haben Schüsse böse Folgen. Oder: Die Zeitung von Lydiard Millicent in Südwestengland kommt nicht nach mit den Trauertexten für (die meist älteren) Dorfbewohner - und bittet daher die Einwohner, ihre eigenen Nachrufe (natürlich v... Mehr ...

  • 17.12.2011

    Kein Paradies auf Erden

    Soltan Dzarasov: Sich rasch entwickelnde Länder wie China, Vietnam, Indien und Brasilien zeigen uns eine andere Perspektive als der von Russland eingeschlagene Weg des Konsens' von Washington mit einer rein kapitalistischen Entwicklung, der von einer Niederlage zur anderen führt. Die hohen Wachstumstempi und der Widerstand gegen den negativen Einfluss der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise in jenen Ländern beweisen, dass nationale Planung und Markt durchaus vereinbar sind. Dies ist auch eine effektive Methode, um die durch den Markt bedingte grundlegende Unsicherheit in Russland zu mindern und Krisenerscheinungen in der Wirtschaft vorzubeugen. Das Russland oktroyierte Wirtschaftsmodell ist erfolglos, denn es widerspricht zutiefst der historisch-kulturellen Spezifik, den Traditionen und der Mentalität unseres Volkes.
    Von Soltan Dzarasov

    Die Marktreformen, die vor 20 Jahren eingeleitet wurden, werden in Russland recht unterschiedlich bewertet: Die einen sind glücklich und zufrieden ob eines grenzenlosen Reichtums, den sie gewonnen haben; die anderen beklagen voll Bitternis, dass sie sogar das Wenige, das sie besaßen, verloren haben. In diesen zwei Jahrzehnten entstand eine tiefe Kluft zwischen einer Handvoll Neureicher, die veräch... Mehr ...

  • 10.12.2011

    Entwicklung für die Menschen

    Die Weltbankzentrale in Addis Abeba hat an der Armut in Afrika nichts verändert. Dafür bedarf es laut Páez einer neuen Finanzarchitektur, mit der in Lateinamerika ein Anfang gemacht werden soll.

    Pedro Páez war von 2007 bis 2008 Minister für die Koordination der Wirtschaftspolitik in Ecuador. Bis vor Kurzem war er Vorsitzender der ecuadorianischen Kommission für eine neue regionale Finanzarchitektur, die unter anderem das Ziel der Gründung einer »Bank des Südens« (Banco del Sur) als regionale Alternative zum Internationalen Währungsfonds (IWF) beinhaltet. Er ist Ökonom und Autor mehrerer Bücher. Mit ihm sprach Martin Ling. Mehr ...

  • 10.12.2011

    Krise und Demokratie

    Puerta del Sol, Madrid, 15. Oktober: Protest gegen den »Pakt für den Euro«, der zulasten der Bevölkerung geht. In ganz Europa gingen an diesem Tag Zehntausende auf die Straße.
    Von Fausto Bertinotti

    Europa steckt in der Krise. Die Rezepte, die Regierungen und europäische Institutionen zur Lösung der Probleme vorlegen, schließen die Betroffenen der Sparprogramme ebenso wie die Parlamente von Mitsprache und Mitentscheidung aus. Was sind die Ursachen der Entmachtung der Politik? Welche Perspektiven gibt es für ein soziales und demokratisches Europa? Wir bemühen uns in dieser Beilage um einige Antworten. Mehr ...

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Frisch gebloggt
26.05.2012 | Marcus Meier

Sind Frauen die besseren Politiker?

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16. - 17. Juni 2012

nd-Pressefest / Fest der Linken

Wir laden ein zu Musik, regen Markttreiben, zu Polittalks, Lesungen, Diskussionen...
Kristina Schröder Bildungsabo

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Bundesministerin Kristina Schröder warnt vor dem linksextremen »nd«. Lesen Sie selbst!
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