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  • 13.07.2010

    Iniestas süßer Schuss ins Glück

    Spaniens 26-jähriger Mittelfeldspieler krönt mit dem Weltmeistertitel seine Saison voller Widrigkeiten

    Keine halben Sachen – die Spanier gewinnen just ihr WM-Finaldebüt: Torwart Iker Casillas (2.v.re.) und Sergio Ramos (3.v.r.) mit dem Weltmeisterpokal aus 18-karätigem Gold
    Von Martin Ling, Johannesburg

    Der »Bonbonverteiler« hat dem krisengeplagten Spanien ein süßes Geschenk bereitet: Andrés Iniestas Schuss in der 116. Minute des WM-Endspiels gegen die Niederlande versetzte ganz Spanien in einen Glückstaumel. Dabei ist Iniesta nicht für eine besondere Torgefährlichkeit bekannt, sondern für seine schwerelosen Dribblings und präzisen Zuspiele, die seinen ehemaligen Trainer Frank Rijkaard dazu verleiteten, ihm den Beinamen »Bonbonverteiler« zu verleihen.Sieben Mal hatte das 26-jährige Leichtgewic...

  • 13.07.2010
    Personalie

    Ecce Octopus

    Ecce Octopus
    Jürgen Amendt

    Die Wahrscheinlichkeit, den Ausgang aller Spiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika richtig zu tippen, lag bei 1 zu 128. Der im Sea Life Centre in Oberhausen lebende Krake Paul erfüllte diese Wahrscheinlichkeit zu einhundert Prozent, indem er stets sein Futter aus der Plexiglasbox angelte, die mit der Fahne des späteren Siegers dekoriert war. Nachdem Paul auch noch den Weltmeister Spanien richtig getippt hatte, genießt das Tier nicht nur in deutschen Medien Kultsta...

  • 12.07.2010

    1:0 für die Rote Furie

    1:0 für die Rote Furie

    Johannesburg (dpa/ND) - Spaniens WM-Held Andrés Iniesta sank jubelnd auf die Knie, Torhüter Iker Casillas vergoss Freudentränen. Mit seinem späten Treffer in der 116. Minute zum 1:0 (0:0)-Sieg im Final-Showdown gegen die Niederlande hat der Mittelfeldregisseur vom FC Barcelona den Iberern einen historischen WM-Triumph beschert und das Land des Europameisters in den siebten Fußball-Himmel geschossen ...

  • 10.07.2010

    Südafrika fiebert in Orange

    Südafrika fiebert in Orange
    Von Ronny Blaschke, Kapstadt

    Es geht normalerweise ruhig zu im niederländischen Konsulat von Kapstadt. Am Eingang nimmt ein breitschultriger Mann das Handy ab. Hinter einer Glasfront sitzen eine Dame und ein Herr, nehmen Anträge entgegen, kontrollieren Anträge, geben Anträge zurück. Normalerweise, doch es ist nichts normal, und so sagt Konsul David de Waal: »Was wir hier erleben, ist verrückt und einmalig schön ...

  • 12.07.2010

    Fußball-WM (24)

    DIE DEUTSCHE FLAGGE neben dem deutschen Geschirrtuch. Der Ausnahmezustand des patriotisch gestimmten Gefühlshaushaltes und der Alltagstrott im familiären Haushalt. Das Hohe und das Niedere, zusammen auf die Leine gespannt wie Sieg und Niederlage, Lust und Last, Freude und Frust. Die WM ist zu Ende, wir gehen wieder auf Tuch-Fühlung zum Märchenlosen ...

  • 12.07.2010

    Schwarzmaler im Abseits

    Von Jörg Mebus, SID

    Die Bedenkenträger aus aller Welt haben wohl mal wieder zu schwarz gemalt. Terroranschläge waren befürchtet worden, Rassenunruhen, Mord und Totschlag – und ein überforderter Polizeiapparat. Die Realität bei der Fußball-WM in Südafrika sah anders aus. Vereinzelte Überfälle auf Touristen und Journalisten sowie die teilweise heftigen Auseinandersetzungen zwischen Stadionordnern und Polizeikräften in Kapstadt und Durban trübten das Bild nur leicht ...

  • 12.07.2010

    Angst vor Langeweile

    Von Martin Ling, Johannesburg

    »Es ist so langweilig!« Zuzi gehört zu den Festangestellten im Moses Mabhida-Stadion in Durban. Am Freitag begab sie sich mit einem nicht vom Alkohol herrührenden WM-Kater zur Arbeit: »Es gibt überhaupt nichts zu tun heute. Ich bin so traurig, dass die WM schon wieder vorbei ist. Wir haben im ganzen ...

  • 12.07.2010

    Ein Mann und das Ja-Wort

    Ein Mann und das Ja-Wort
    Von Klaus Bergmann und

    Jens Mende, dpaMit laufender Nase und heiserer Stimme führte der kränkelnde Bundestrainer seine »Champions« zum bronzenen Happy End – aber auf das ersehnte Ja-Wort zum neuen Vertrag muss die Fußball-Nation warten. Wie vor vier Jahren Jürgen Klinsmann nach dem deutschen WM-Sommermärchen ließ sich auch Joachim Löw am Ende des bewegenden, aber unvollendeten Fußball-Wintertraums in Südafrika nicht zu einer schnellen Entscheidung hinreißen ...

  • 12.07.2010
    Standpunkt

    Standpunkt

    Von Martin Ling

    Südafrika hat den weit verbreiteten Afropessimismus eindrucksvoll widerlegt: Die erste Fußballweltmeisterschaft auf afrikanischem Boden ging allen Unkenrufen zum Trotz nahezu reibungslos über die Bühne. Von der Regierung bis zum kleinen Mann auf der Straße sind sich alle einig, dass es sich bei der Weltmeisterschaft um das größte Ereignis des Landes seit der Überwindung der Apartheid 1994 gehandelt hat ...

  • 12.07.2010

    Eine Elf voller Esprit

    Eine Elf voller Esprit

    Berlin (ND). Deutschland einig Gurkenfußballland – diese Zeiten gehören hoffentlich nun endgültig der Vergangenheit an, nimmt man die Weltmeisterschaft 2010 zum Maßstab. Mit erfrischend viel Esprit hat sich die deutsche Nationalelf in den vergangenen vier Wochen in Südafrika präsentiert, sie hat mit offensiver Spielkultur überzeugt, und so nicht nur in ihrer Heimat landauf landab die Menschen begeistert, sondern weltweit ...

  • 10.07.2010

    Spanier rüsten für die Party

    Spanier rüsten für die Party
    Von Thomas Nowag und Antje Rehse, SID

    Die Königin kommt, das Orakel stimmt, selbst das niederländische Fußballidol Johan Cruyff sagt einen Sieg voraus: Die finale Fiesta der Spanier kann beginnen. »Wir werden alle Menschen glücklich machen«, verspricht Halbfinal-Held Carles Puyol vor dem ersten WM-Endspiel in der spanischen Fußball-Geschichte ...

  • 10.07.2010

    Abschied ohne Larifari

    Abschied ohne Larifari
    Von Klaus Bergmann und Jens Mende, dpa

    Joachim Löw legen Fieber und Schüttelfrost flach – seine erschöpften WM-Jungs müssen sich dagegen vor dem ersehnten Urlaub noch einmal aufrappeln. »Der Kopf braucht eine Pause. Aber wir müssen uns strecken und können nicht mit einer Larifari-Einstellung ins Spiel gehen«, mahnte Jungstar Thomas Müller vor dem Spiel um Platz drei gegen Uruguay ...

  • 10.07.2010

    Zehn im Rennen um den Goldenen Ball

    Von Antje Rehse, SID

    Bastian Schweinsteiger, Mesut Özil und Thomas Müller können auf besondere WM-Ehrungen hoffen: Der Münchner Schweinsteiger und der Bremer Özil haben Chancen, mit dem Goldenen Ball als bester Spieler der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika ausgezeichnet zu werden. Das Duo gehört zu der Liste mit zehn Kandidaten, die der Fußball-Weltverband FIFA am Freitag bekannt gab ...

  • 09.07.2010

    Ohne ein Wort des Bedauerns

    Ohne ein Wort des Bedauerns
    Von Ronny Blaschke, Kapstadt

    Er ist überall, man kann ihm nicht entkommen, im Fernsehen oder in den Zeitungen. Joseph Blatter, der Präsident des Weltfußballverbandes FIFA, geriert sich in Südafrika als König der Entwicklungshelfer. Er spricht über die Gegenwart, die Zukunft und über sich selbst, doch eines klammert er aus: die Vergangenheit der FIFA während der Apartheid, eines der dunkelsten Kapitel der Fußballgeschichte ...

  • 09.07.2010

    Die deutschen Spieler sind untröstlich

    Die deutschen Spieler sind untröstlich
    Von Jens Mende und Klaus Bergmann, dpa

    Auch am Tag nach dem geplatzten Finaltraum standen die deutschen Fußball-Nationalspieler unter Schock – alle rosigen Zukunftsaussichten taugten nicht als Trost. Vom ungeliebten Spiel um WM-Bronze schon am Samstag gegen Uruguay wollte noch keiner etwas wissen. »Es herrscht noch große Enttäuschung, weil man nicht alle vier Jahre in einem WM-Halbfinale steht«, sagte Kapitän Philipp Lahm mit glasigen Augen 14 Stunden nach dem K.o. gegen Europameister Spanien. Wie schon bei der EM 2008 hatte die »Ro...

  • 09.07.2010

    Spanien im Finalrausch

    Spanien im Finalrausch
    Von Jörg Vogelsänger (dpa), Madrid

    »La Roja« hat Geschichte geschrieben. Nach dem Sieg über »La Mannschaft« erlebt Spanien nun sein eigenes Sommermärchen. Und alle sind überzeugt, dass dieses mit einem Erfolg über die Niederlande und dem WM-Titel gekrönt wird.

  • 09.07.2010
    Einwurf

    Spanier zu stark

    Spanier zu stark
    Von Otto Pfister

    Deutschland hat eine junge Mannschaft, da braucht es die volle Konzentration. Vielleicht war im Halbfinale gegen Spanien doch das eigene Ego einiger Spieler ob der Leistungen zuvor gegen England und Argentinien ein wenig zu groß geworden, vielleicht haben sich die Spieler etwas überschätzt.Allein die Äußerung von Lahm bezüglich der zukünftigen Kapitänsfrage im Vorfeld war nicht sehr glücklich, so etwas kann bei einem jungen Team schnell für Unruhe sorgen. Wobei man betonen muss: Die Spanier war...

  • 08.07.2010

    Puyol zerstört Finaltraum

    Puyol zerstört Finaltraum
    Von Martin Ling, Durban

    Von einem leichten Weg ins Finale wie zuletzt bei der WM 2002 in Japan und Südkorea konnte dieses Mal niemand reden. Nach den klaren Siegen in den Klassikern gegen England und Argentinien stand für das DFB-Team im Moses Mabhida-Stadion in Durban am Mittwochabend der nächste Prüfstein auf dem Fahrplan.

  • 08.07.2010

    Das treffsichere »Sneijderlein«

    Das treffsichere »Sneijderlein«
    Von Ronny Blaschke, Kapstadt

    Da lag er nun, die Nase in den Rasen gepresst, lachend oder schreiend vor Freude, vielleicht beides. Seine Kollegen sprangen auf ihn drauf, bildeten einen Berg aus Leibern, Frohsinn in Orange. Als sich Wesley Sneijder wieder aufgerappelt hatte, schüttelte er den Kopf, als würde er nicht glauben, was er gerade gesehen, gehört und gefühlt hatte ...

  • 08.07.2010

    Geschacher um WM-Startplätze

    Geschacher um WM-Startplätze
    Von Rainer Kalb

    Die Weltmeisterschaft 2010 ist noch nicht beendet, da beginnt hinter den Kulissen, also in den Nischen der Restaurants oder den Suiten der Luxushotels, schon der Kampf um die WM 2014. Verblüffend? Dass sie in Brasilien stattfindet, steht schon längst fest. Aber um das Starterfeld der Endrunde in vier Jahren ist nun ein großes Geschacher entbrannt ...

  • 08.07.2010

    Beton für die Welt

    Beton für die Welt
    Von Ralf E. Krüger, dpa

    Die imposanten Kathedralen des Fußballs brachten den stolzen WM-Gastgebern Anerkennung und Schulterklopfer während der ersten Fußball-WM in Afrika. Rund zwölf Milliarden Rand kosteten sie die Steuerzahler – etwa 1,2 Milliarden Euro. Doch mit dem Ende des sportlichen Mega-Spektakels kommt die wahre Herausforderung ...

  • 08.07.2010

    Ohne Löw kein Bierhoff

    Ohne Löw kein Bierhoff

    Oliver Bierhoff wird seine erfolgreiche Arbeit als Manager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nur mit Joachim Löw als Bundestrainer fortführen. Eine Entscheidung über die Zukunft der gesamten sportlichen Leitung mit Löw und ihm an der Spitze sowie Co-Trainer Hansi Flick und Torwartcoach Andreas Köpke werde aber erst nach dem Ende der Weltmeisterschaft fallen ...

  • 08.07.2010
    Einwurf

    ND überall in Durban

    ND überall in Durban
    Von Martin Ling, Durban

    Deutschland im Halfinale. Das hat nicht nur meine ursprünglichen Reisepläne verändert. Heidi und Diane z.B. leisten gerade im Rahmen des Freiwilligendienstes »weltwärts« in einem Kinderheim Dienst. Ihre Vorgesetzte nötigte sie geradezu, zum Halbfinale ins über 500 Kilometer entfernte Durban aufzubrechen und stellte ein Auto zur Verfügung, erzählt Heidi ...

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LINKE unter Beobachtung

Mindestens 27 Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion werden vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) beobachtet. Dazu kommen - offiziell - noch elf LINKE- Fraktionsmitglieder in verschiedenen Landtagen. Die Linksfraktion will nun einen Beschluss des Bundestages, um die Beobachtung der Partei DIE LINKE zu beenden.

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