In kaum einem Land Lateinamerikas haben die Hausangestellten so viel erreicht wie in Bolivien - ein eigenes Gesetz, eine effektive Gewerkschaft und einen »Tag der Hausangestellten«. Das Übereinkommen 189 der International Labour Organisation (ILO) zum Schutz der Rechte der Hausangestellten ist jedoch auch in Bolivien noch nicht implementiert. Mehr ...
Die IG Metall hat am Dienstag einen Tarifvertrag mit den beiden großen Leiharbeits-Arbeitgeberverbänden abgeschlossen. Danach erhalten in Metall- und Elektrobetriebe entliehene Arbeiterinnen und Arbeiter ab dem 1. November 2012 Branchenzuschläge auf den Leiharbeitstariflohn - je nach Einsatzdauer zwischen 15 und 50 Prozent. Das neue Tarifwerk bedeutet für die in der Metal- und Elektrobranche Entli... Mehr ...
Zwölf Prozent der Neurentner des Jahres 2010 waren zuvor mehrere Jahre ohne Job, etwa so viele wie im Jahr 2003. Zwischendurch war die Quote allerdings auf fast 18 Prozent gestiegen. Insgesamt wechseln mehr Menschen aus einem stabilen Job in die Rente. Das geht aus dem aktuellen Altersübergangsreport hervor, den der Forscher Martin Brussig verfasst hat. Die Polarisierung der Einkommen nimmt zudem ... Mehr ...
Erfurt (epd/nd). Für Angestellte des öffentlichen Dienstes, die krankheitsbedingt ihren tariflichen Mehrurlaub nicht bis zum 31. Mai des Folgejahres nehmen, ist der Urlaubsanspruch weg. Die entsprechenden Regelungen im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) sind wirksam, urteilte das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. (Az.: 9 AZR 575/10) Geklagt hatte ein Angestellter der Stadt Koblenz. ... Mehr ...
Na, wenn das nicht kämpferische Einsatzbereitschaft zeigt: Fast 20 Stunden haben IG Metall und Arbeitgeber in Baden-Württemberg verhandelt. Was für harte Jungs! Keine Mühe, keine Anstrengung scheuten sie, um einen Streik abzuwenden, beziehungsweise um möglichst viel Geld und Rechte herauszuholen. Aber es gibt immer noch kein Ergebnis. Seit März zieht sich diese Metall-Tarifrunde nun hin und wi... Mehr ...
Wittenburg (dpa/nd). Eine Woche vor der nächsten Tarifrunde in der obst- und gemüseverarbeitenden Industrie Mecklenburg-Vorpommerns hat es am Mittwoch den ersten Warnstreik gegeben. Im Pizza-Werk von Dr. Oetker in Wittenburg legten rund 150 Mitarbeiter für eineinhalb Stunden die Arbeit nieder. Wegen der Aktion der Reinigungskräfte standen zwei der drei Pizza-Bänder still, sagte der Geschäftsführer... Mehr ...
In Kolumbiens Hauptstadt Bogotá protestieren seit Monaten ehemalige Beschäftigte, die wegen Krankheit fristlos und ohne Versorgung entlassen wurden. Mehr ...
Mit Sovello in Bitterfeld-Wolfen hat ein weiteres Schwergewicht in der ostdeutschen Solarindustrie Insolvenz beantragt. Klar ist noch nichts, es geht um 1250 Beschäftigte. Mehr ...
Der Streit zwischen der Steakhaus-Kette Maredo und den gekündigten Beschäftigten der Niederlassung an der Frankfurter Flaniermeile Fressgass zieht sich in die Länge. Ein für vergangenen Dienstag anberaumter Verhandlungstermin vor dem Arbeitsgericht in Frankfurt am Main wurde auf Ende Juni vertagt. Mehr ...
In der Chemieindustrie bahnt sich eine gütliche Einigung über Lohnerhöhungen und flexible Altersteilzeitmodelle an. Die Verhandlungen gehen Ende des Monats weiter. Mehr ...
Trotz intensiver Verhandlungen konnte auch in der dritten Runde mit den Bankarbeitgebern am 3. Mai kein Abschluss erzielt werden. Bei den ver.di-Forderungen nach Gesundheitsschutz, Schutz für Berater und Beraterinnen, der Übernahme von Ausgelernten, einer Ausbildungsinitiative sowie zum Vorruhestand haben die Tarifparteien nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Statt den von ver.di geforderten sechs P... Mehr ...
Betriebe tun wenig für ältere Beschäftigte. Das ist das Ergebnis einer Befragung zum demografischen Wandel unter rund 500 Managern und 300 Betriebsräten in den Branchen Einzelhandel, Chemie sowie Metall und Elektro. Nur eine Minderheit der Manager sieht danach schon heute Auswirkungen, eine Mehrheit geht jedoch davon aus, dass der demografische Wandel sich künftig auf ihr Unternehmen auswirken wir... Mehr ...
Wer wegen psychischer Erschöpfung krankgeschrieben ist, kann währenddessen durchaus auf Reisen gehen. Voraussetzung ist, dass die Reisen dem Kranken aus medizinischer Sicht zuträglich sind. Das ergibt sich aus einem Prozess vor dem Landesarbeitsgericht Düsseldorf, der am Donnerstag mit einem Vergleich zugunsten der Klägerin endete. Der Arbeitgeber wollte der Betriebsratsvorsitzenden kündigen, ... Mehr ...
Über das Swasiland im südlichen Afrika ist bei uns nur wenig bekannt. Tatsächlich wird die politische Opposition vom herrschenden König unterdrückt. Dagegen gehen die Menschen auf die Straße. Mehr ...
Dass Eisenbahner einen hohen Überstundenberg vor sich herschieben, der nicht kleiner wird, ist seit Jahren bekannt. Verbessert hat sich nichts. Jetzt schlägt die Bahngewerkschaft EVG erneut Krach. Ohne 6,4 Millionen Überstunden allein bei der Deutschen Bahn (DB) wäre der hochkomplexe Betrieb schon längst zum Erliegen gekommen, warnt EVG-Vizechef Klaus-Dieter Hommel. Immer häufiger blieben S-Bahnen... Mehr ...
Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, ist oft nicht einfach. Veränderungen in der Arbeitswelt und das Aufbrechen traditioneller Geschlechterrollen hätten dieses Vereinbarkeitsproblem eher noch verschärft, heißt es in einer neuen Studie zum Thema. Forscher befragten 1700 Beschäftigte an Unis, Banken und in einem Stahlwerk. Ergebnis: Eine bewusste Gestaltung der Arbeitsbedingungen ist wesent... Mehr ...
In Laos regt sich der Unmut der Arbeiter. Sie wollen Lohnerhöhungen. Aber die Staatsgewerkschaft tut sich schwer, die Interessen der Arbeiter zu vertreten. Und die wiederum bleiben lieber zu Hause, als zu demonstrieren. Mehr ...
Nachdem gestern morgen bekannt wurde, dass eine Anwältin des insolventen Drogerieriesen Schlecker zwei Beschäftigten in ihrem Kündigungsschutzverfahren 500 Euro Abfindung angeboten hatte, schlugen die Wogen hoch. Ja, sagte die Anwältin, das sei im Rahmen eines Leitfadens geschehen und solle so bei allen Schlecker-Beschäftigten, die gegen ihre Kündigung geklagt haben, angewendet werden. Zwar bemüht... Mehr ...
Die Eishalle in Dresden ist undicht. Als vor einigen Wochen der Schnee schmolz, stand der Bau unter Wasser. Nur fünf Jahre nach der Einweihung war das Dach gerissen und muss erneuert werden. Die Baufirma indes ist pleite. Für die Sanierung muss die Stadt aufkommen. Aus DGB-Sicht ist der Fall ein trefflicher Beleg für den Slogan »Billig: Kommt teuer.« Unter diesem Motto wollen die Gewerkschaften ab... Mehr ...
Real, also nach Abzug der Preissteigerung, sind die durchschnittlichen Bruttolöhne je Beschäftigtem in Deutschland zwischen dem Jahr 2000 und Ende 2011 um rund 2,9 Prozent zurückgegangen. Das ergeben die neuen Daten des WSI-Tarifarchivs zur Reallohnentwicklung. Stärker haben sich die tariflichen Löhne und Gehälter entwickelt. Sie lagen 2011 real um 6,1 Prozent höher als 2000. Die Bruttoeinkommen b... Mehr ...
nd: Warum beschäftigt ihr euch am 5. Mai auf der Konferenz »Politische Streiks im Europa der Krise« gerade mit diesem Thema?Wilde: Seit dem Ausbruch der Krise erleben wir in Europa eine Welle von politischen Generalstreiks. In den Jahren 2010 und 2011 griffen Gewerkschaften 24 Mal zu diesem Mittel. In diesem Jahr gab es bereits Generalstreiks in Griechenland, Spanien, Portugal, Belgien und Italien... Mehr ...
In der aktuellen Tarifrunde für die Beschäftigten im privatisierten und zunehmend zerklüfteten Kommunikationskonzern Deutsche Telekom ist keine rasche Einigung in Sicht. Bei den Warnstreiks der vergangenen Tage verzeichnete die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di starken Zuspruch. Mehr ...
Eine Wanderausstellung zeigt in Leipzig Fotos aus der Zeit der Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nazis im Jahr 1933. Mit verschiedenen Ansätzen soll erklärt werden, wie die Nazis die Arbeiterbewegung aushebeln konnten. Mehr ...
»So kann, so darf es nicht weitergehen«, heißt es in dem von Wissenschaftlern und Gewerkschaftern am 26. März veröffentlichten Aufruf »Europa neu begründen! Den Marsch in den Ruin stoppen!«, den bis jetzt über 2300 Menschen unterschrieben haben. Man hofft, dass eine entscheidende Kräftebündelung gegen die EU-weit drohende Fiskalpaktdiktatur gelingt. Viel steht auf dem Spiel: Ab 2013 würden per Sch... Mehr ...
Etwa 180 000 Beschäftigte haben sich nach der aktuellen Arbeitskampfbilanz es Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) 2011 an Streiks und Warnstreiks beteiligt - 60 000 mehr als noch 2010. Der Anstieg relativiere sich vor dem Hintergrund der ausgesprochen niedrigen Arbeitskampfzahlen des Jahres 2010, sagt WSI-Arbeitskampfforscher Heiner Dribbusch. Der Trend der Verlagerung vo... Mehr ...
Aktuelle Ausgabe: 26.05.2012
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