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Übersicht: Natur & Wissenschaft

  • 06.02.2010

    Vater der »roten Atombombe«

    Von Martin Koch

    Lange hatte Stalin nicht wahrhaben wollen, was sein Geheimdienst ihm berichtete: Die USA arbeiteten am Bau einer Atombombe. Erst als am 6. August 1945 eine solche Waffe über Hiroshima explodierte, gab auch der Sowjetführer seine letzten Zweifel auf. Bis dahin nämlich hatte er befürchtet, die Nachricht von der militärischen Nutzung der Kernenergie sei ein Bluff der Westalliierten. Nun aber brachte ... Mehr ...

  • 06.02.2010

    Die Farbe der Dinosaurier

    Die ehrliche Antwort auf die Frage, woher denn Steven Spielbergs Berater beim Film »Jurassic Park« wussten, welche Farbe sie den Dinosauriern geben sollen, lautet: reine Spekulation.Doch zumindest bei jenen Sauriern, die ein Federkleid ihr Eigen nannten, sind die Paläontologen jetzt einen Schritt weiter. Nachdem bereits in der vergangenen Woche ein internationales Forscherteam um Fucheng Zhang von... Mehr ...

  • 06.02.2010

    Signale aus dem Schnee

    Von Eckart Roloff

    »Fünf Todesopfer durch Lawine« – solche Schlagzeilen sind derzeit nicht selten. Seit langem bemühen sich Fachleute um Systeme, um vor Lawinen zu warnen und Verschüttete zu retten. Im Chiemgau wurden kürzlich fünf Lawinenhunde mit GPS-Geräten versehen. Diese erfassen den Weg der Hunde. Am Bildschirm in der Einsatzzentrale kann man dann sehen, ob ein Hund wiederholt über ein und dieselbe Stell... Mehr ...

  • 06.02.2010

    Mondfinsternis für NASA

    Von Jacqueline Myrrhe

    Für die US-Raumfahrtagentur NASA war die vergangene Woche ein tiefer Einschnitt. Denn der von Präsident Barack Obama vorgelegte Haushaltsentwurf sieht bei leichten Erhöhungen für die wissenschaftlichen Missionen die Einstellung des »Constellation«-Programms vor. Das ist für viele Kommentatoren der Verzicht auf eine Führungsrolle der USA in der Raumfahrt. »Constellation«, einst von Amtsvorgänger Ge... Mehr ...

  • 30.01.2010

    Der Duft der Götter

    Von Margit Mertens

    Manche lieben den Geruch, andere bekommen von dem stark riechenden Nebel Kopfschmerzen: Weihrauch. Wir verbinden heute mit Weihrauch festliche katholische Messen und rauchende Kessel schwingende Messdiener. Doch schon bei Christi Geburt in jenem Stall bei Bethlehem war er dabei: Gold, Myrrhe und Weihrauch brachten die Heiligen Drei Könige dem Neugeborenen als Geschenk. Damals waren Myrrhe, ebenfal... Mehr ...

  • 30.01.2010

    Tiefer kam bislang keiner

    Von Martin Koch

    Etwa 13 Zentimeter dick waren die Stahlwände der Tauchkugel »Trieste«, die am 23. Januar 1960 nahe der pazifischen Insel Guam zum Meeresboden hinabsank. Ihr Ziel war der Marianengraben, eine Tiefseerinne, in der sich mit der sogenannten Witjastiefe (11 034 Meter) die tiefste Stelle der Weltmeere befindet.An Bord hatten nur zwei Leute Platz: der Schweizer Jacques Piccard und der US-Marineleutnant D... Mehr ...

  • 30.01.2010
    Biolumne

    Ente gut, alles gut!

    Vignette: Chow Ming
    Von Reinhard Renneberg, Hongkong

    Ein britischer Kollege meint immer, das Essen in Hongkong sei für seine Landsleute der entscheidende Grund gewesen, den 99-Jahre-Vertrag über die Kronkolonie Hongkong bis zum Ende sprichwörtlich auszukosten – kein Wunder angesichts ihrer miserablen heimischen Küche. Eines meiner Lieblingsessen hier in Hongkong ist die Peking-Ente. Sie kommt bei mir gleich nach Dim Sum, den pelmeniähnlichen T... Mehr ...

  • 23.01.2010

    Wie gewonnen, so zerronnen

    Von Walter Schmidt

    Nirgends auf der Welt wächst ein Berg in die Höhe, ohne dass die Natur sogleich daran arbeitet, ihn wieder dem Erdboden gleich zu machen: Regenwasser zerrüttet den Verbund der Gesteinspartikel, Baumwurzeln sprengen Felsen auseinander, Bäche sägen sich in den Untergrund und nutzen dabei mitgerissene Gesteine als Hobel.Zudem heizt die Sonne dunkle und helle Kristalle im Fels unterschiedlich stark au... Mehr ...

  • 23.01.2010

    Mathematik der Affen

    Von Martin Koch

    Der korrekte Umgang mit Zahlen und Mengen ist eine wichtige Voraussetzung für ein umweltgerechtes Verhalten. Das gilt namentlich für Menschen, aber auch für zahlreiche Tiere. So haben Forscher im Experiment nachgewiesen, dass Hunde bis fünf zählen und Fehler in einfachen Additionsaufgaben feststellen können. Delfine, Pferde und Vögel verfügen ebenfalls über erste Ansätze eines Zahlenverständnisses... Mehr ...

  • 23.01.2010

    Dunkle Materie verweht

    Von Walter Willems

    Seit rund 25 Jahren erklären die meisten Astronomen die Entwicklung des Universums mit Hilfe der Dunklen Materie. Demnach besteht der Großteil des Weltalls aus den mysteriösen Teilchen, die sich zwar nicht direkt beobachten lassen, deren Existenz aber anhand ihrer Anziehungskraft abgeleitet wird. Diese Dunkle Materie soll über 80 Prozent der Masse einer Galaxie ausmachen.Der gängigen Theorie zufol... Mehr ...

  • 16.01.2010

    Abschied von der Geometrie Euklids

    Von Martin Koch

    In einer Ebene gibt es durch jeden Punkt, der außerhalb einer Geraden g liegt, genau eine Gerade h, die g nicht schneidet. Die Geraden g und h werden als Parallelen bezeichnet. Schon der griechische Mathematiker Euklid hatte eine äquivalente Formulierung dieses Satzes als fünftes Postulat in sein Hauptwerk »Die Elemente« aufgenommen.Dennoch versuchten Mathematiker fast 2000 Jahre lang, das Paralle... Mehr ...

  • 16.01.2010

    Neandertalers Schminkdose

    Bis vor rund zehn Jahren dominierte vom Neandertaler die Vorstellung eines robusten Kraftprotzes, der nicht allzu helle war. Selbst die dem wenig später in Afrika entstandenen Homo sapiens zugestandene Fähigkeit zur Sprache wurde bei unserem entfernten Verwandten in Zweifel gezogen. Doch so manche Funde lassen dieses Bild wanken. So fand man in mehreren europäischen Höhlen, die einst von Neanderta... Mehr ...

  • 16.01.2010

    Erste Hilfe aus der Luft

    Von Eckart Roloff

    Katastrophen können sich dadurch noch verschlimmern, dass nicht rasch genug bekannt wird, was genau geschehen ist. Wo liegen Schwerverletzte, die gerettet werden könnten, welche Straßen und Brücken sind noch offen, was ist wo zerstört? Nach dem Erdbeben in Haitis Hauptstadt sind viele dieser Fragen offen.Da lohnt es sich nachzudenken, ob für bebengefährdete Gebiete ein System in Frage kommt, an de... Mehr ...

  • 16.01.2010
    Biolumne

    »Erst bitter, dann süß!«

    Vignette: Chow Ming
    Von Reinhard Renneberg, Hongkong

    Dieses chinesische Sprichwort lernte ich gerade in Hongkong kennen; es hat etwas Tröstendes. Es erinnert mich an russische Hochzeiten meiner Studentenzeit. Da riefen wir »Gorko!« (russ.: bitter) vor dem obligatorischen Kuss der Braut. Für uns »Langnasen« heißen die grundlegenden Geschmacksrichtungen bitter, süß, sauer, salzig. Die Japaner kennen dazu noch »umami« (herzhaft, würzig), den Glutaminge... Mehr ...

  • 09.01.2010

    Die Erde als Organismus

    Von Martin Koch

    Die alten Griechen verehrten die Göttin Gaia als personifizierte Mutter Erde, die alles Lebendige hervorbringt und ernährt. Es war mithin kein Zufall, dass der britische Chemiker James Lovelock Anfang der 1960er Jahre gerade diese Göttin erwählte, um seiner populärsten Hypothese einen Namen zu geben.Die »Gaia-Hypothese« beschreibt die Erde als lebendigen Organismus, der aus sich selbst heraus Bedi... Mehr ...

  • 09.01.2010

    Gute Verkleidung ist alles

    Die Großen fressen die Kleinen – in der Wirtschaft wie in der Natur. Da ist es vorteilhaft, gar nicht erst für Nahrung gehalten zu werden. Manche Tiere schützen sich mit Gift – tropische Frösche etwa oder die Raupen einiger Schmetterlinge. Einige Fliegen oder Schmetterlinge wiederum nehmen die Gestalt eher unangenehmer Tiere an. Andere versuchen sich gleich ganz unsichtbar zu machen. S... Mehr ...

  • 09.01.2010

    Frühe Seen auf dem Mars

    Von Walter Willems

    Auf dem Mars gab es früher offenbar eine miteinander verbundene Seenlandschaft. In der Äquatorregion des Roten Planeten entdeckten britische Forscher Spuren mehrerer Gewässer von jeweils rund 20 Kilometern Durchmesser. Die Wissenschaftler des Imperial College London vermuten in der Zeitschrift »Geology« (Bd. 38, S. 71), dass es in dieser Marsregion vor rund drei Milliarden Jahren so warm wurde, da... Mehr ...

  • 02.01.2010

    Von Urmenschen und Monopolen

    Von Steffen Schmidt

    Vor 15 Jahren befragte ND erstmals mehrere der meistzitierten Fachzeitschriften nach ihrer Entdeckung des Jahres. Das einzige Blatt, das damals aus dem Stand eine Antwort hatte, war das US-Journal »Science«. Dessen Redaktion hatte schon seit 1989 ein »Molekül des Jahres« gekürt. Dieser angesichts des Siegeszuges der modernen Biochemie verständliche Titel wurde 1996 zum »Durchbruch des Jahres«. Inz... Mehr ...

  • 02.01.2010

    SUSY, Higgs und HIV

    Von Martin Koch

    Die rasante Entwicklung der Wissenschaft fördert immer wieder überraschende Ergebnisse zutage. Daneben jedoch lässt sich die Natur trotz intensivster Forschung manche Geheimnisse einfach nicht entlocken. Dennoch geben sich viele Wissenschaftler zum Jahresbeginn optimistisch, dass ihnen der ersehnte Durchbruch in den nächsten zwölf Monaten gelingen werde. Die Augen der Physiker sind 2010 vor allem ... Mehr ...

  • 02.01.2010

    Sudoku hilft DNA entziffern

    Vignette: Chow Ming
    Von Reinhard Renneberg, Hongkong

    Wenn ich ins Labor komme, lassen mindestens drei meiner Studenten blitzschnell die weltweit suchtauslösenden Sudoku-Rätsel von Tischen oder Computerbildschirmen verschwinden. Aber ich meckere nicht mehr, im Gegenteil: Schließlich nennt man eine neue Methode zur gleichzeitigen Bestimmung der DNA-Sequenz zehntausender Erbgutproben, also der Abfolge der Basen Adenin, Thymin, Cytosin und Guanin (A, T,... Mehr ...

  • 19.12.2009

    Erdähnliches Übergewicht

    Ein internationales Wissenschaftlerteam hat außerhalb unseres Sonnensystems einen der Erde ähnlichen Planeten entdeckt, auf dem große Wasservorkommen vermutet werden. Mit einem knapp 2,7-mal so großen Radius wie der der Erde sei der neu entdeckte Himmelskörper für einen Exoplaneten, also einen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, außergewöhnlich klein, heißt es in der im Fachblatt »Nature« (D... Mehr ...

  • 19.12.2009

    Die militärische Nutzung hatte Vorrang

    Von Reimar Paul

    Anfang des nächsten Jahres kommt mit »Brautflug« ein sehenswerter Film in die deutschen Kinos. Es geht um drei Niederländerinnen, die in den 1950er Jahren mit dem Flugzeug zu ihren ferngetrauten Männern nach Neuseeland reisen. Der 50-stündige Flug war für Passagiere und Crew eine gewaltige Strapaze. Heute dauert der Trip weniger als halb so lang. Dass Flugreisen in ferne Kontinente inzwischen in e... Mehr ...

  • 19.12.2009

    Der Mensch als Maschine

    Von Martin Koch

    Diderot nannte ihn scham- und sittenlos. Und selbst ein Freigeist wie Voltaire sah in ihm einen »Zerstörer der Tugend«. Die Rede ist von dem französischen Arzt und Philosophen Julien Offray de La Mettrie, der es gewagt hatte, den Menschen als Maschine zu beschreiben, »die selbst ihre Federn aufzieht«. Eine solche Sichtweise stand im klaren Gegensatz zur dualistischen Auffassung von René Descartes,... Mehr ...

  • 19.12.2009

    Schwerelose Weihnacht

    Von Jacqueline Myrrhe

    Bestrahlte Räucherpute und wärmebehandelte Süßkartoffeln – das haben die Ernährungsexperten der NASA sowie die Astronautin Sandra Magnus, die 2008 auf der Internationalen Raumstation ISS Weihnachten feierte, dieses Jahr für die Kollegen an Bord zusammengestellt. »Die NASA ist stets bestrebt, den Astronauten auf der Station eine Weihnachtsüberraschung zu bereiten«, sagte NASA-Astronaut Scott ... Mehr ...

  • 12.12.2009

    Galilei und der Vatikan

    Von Dieter B. Herrmann

    Das von der UNO ausgerufene Internationale Jahr der Astronomie geht seinem Ende entgegen. In mehr als 140 Ländern fanden zahlreiche Veranstaltungen statt, die vor allem der jungen Generation in den Entwicklungsländern zu einem besseren Verständnis der Welt verhelfen sollten. In den USA hatte Präsident Obama sogar persönlich hunderte junger Leute und Lehrer zu einer »Star Party« ins Weiße Haus gela... Mehr ...

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