In jüngster Zeit sind etliche mehr oder weniger große kosmische Körper in vergleichsweise geringem Abstand an der Erde vorbei geschrammt. Das hat die Diskussion um Gefahren aus dem All wieder neu entfacht, denn nicht immer fliegen die kosmischen Geschosse einfach nur vorbei. Manchmal treffen sie auch. Ihre Spuren sind überall im Sonnensystem zu finden: Die Oberflächen von Merkur, Mond und Mars, ja... Mehr ...
Forscher am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam haben gemeinsam mit Kollegen aus Santa Barbara und Chicago herausgefunden, wie Muscheln ihre Haftfasern vor Abrieb schützen. Viele Muschelarten befestigen sich mit Strängen von Muschelseide (Byssus) an felsigen Küstenstreifen. Die dehnbaren Fasern werden von einer dünnen, harten Schicht eines biologischen Polymers be... Mehr ...
Viele Menschen in Deutschland nehmen täglich »Calcium plus Vitamin D«, um ihre Knochen zu stärken. Denn seit Langem gilt als erwiesen, dass unser Körper für die effektive Aufnahme von Calcium Vitamin D benötigt, welches nach neueren Studien auch zahlreiche Krankheitsverläufe positiv beeinflussen soll: Diabetes, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, Krebs.Warum das so ist, war bislang weitgehend unk... Mehr ...
Sind unbedingt Mäuse, Kaninchen, Ziegen nötig, um Antikörper zu produzieren? Lange ging es nicht ohne – die armen Kreaturen liefern sehr verschiedenartige, sogenannte polyklonale Antikörper. Zu den einfacheren, monoklonalen Antikörpern gab es vor reichlich drei Jahren schon eine Biolumne. Kurz wiederholt: Man injiziert einer Maus das körperfremde Antigen (z. B. ein Medikament oder Krebszelle... Mehr ...
Die Szene kennen Westernfans zur Genüge: Derjenige, der in einem Duell zuerst nach seinem Revolver greift, sinkt danach tödlich getroffen zu Boden. Zufall? Oder wollte der Regisseur nur sicherstellen, dass der positive Held, der zumeist das Duell gewinnt, nicht als Erster die Waffe zieht? Schon der dänische Physik-Nobelpreisträger Niels Bohr dachte lange über diese Frage nach. Dann glaubte er, die... Mehr ...
Mit bislang ungekannter Präzision hat ein deutsch-amerikanisches Forscherteam das Alter des Universums bestimmt: Demnach entstand das Weltall vor ziemlich genau 13,75 Milliarden Jahren. »Maximal 170 Millionen Jahre älter oder 150 Millionen Jahre jünger«, sagt Studienleiterin Sherry Suyu vom Institut für Astronomie der Universität Bonn. Zudem bestätigt die Untersuchung die Existenz der rätselhaften... Mehr ...
Die Astronomen waren über Jahrhunderte ziemlich »farbenblind«. Denn von all den Strahlen, die Informationen von fernen Sternen und Galaxien zu uns bringen, konnte man bis weit ins 20. Jahrhundert nur das für Menschen sichtbare Licht beobachten. Neue »Farben« kamen erst hinzu mit der kosmischen Strahlung und der Entwicklung von Radioteleskopen Mitte des 20. Jahrhunderts. Die kosmischen Strahlen, we... Mehr ...
Von Norbert Suchanek, Rio de Janeiro In Brasilien grassiert wieder das Dengue-Fieber. Von Januar bis Mitte Februar registrierte das brasilianische Gesundheitsministerium über 100 000 Krankheitsfälle. 21 Menschen starben bereits an dem von der Mücke Aedes aegypti übertragenen Fieber. Die am stärksten betroffenen Bundesstaaten sind bislang Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Goiás, Bahia, Acre und Rond... Mehr ...
Unter den zahlreichen Bakterien, die für den Menschen pathogen sind, ist Francisella tularensis ein Unikum, das die Infektionsmediziner seit Langem verwirrt. Der Verursacher der Tularämie (auch Hasenpest, Wasserratten-Fänger-Krankheit oder Pferdefliegen-Fieber genannt) wurde 1911 entdeckt, gibt aber noch immer Rätsel auf.Der Erreger findet sich nur auf der Nordhalbkugel, dort aber in klimatisch un... Mehr ...
Eine Sternstunde der Biotechnologie ereignete sich im Frühling 1989 in der Universitätsstadt Heidelberg. Im Labor? Auf einer wissenschaftlichen Konferenz? Oh nein: im Schwimmbad! Die Biologie-Doktoranden Frank Breitling und Stefan Dübel diskutierten dort über alles Mögliche und beobachteten dabei »mit einem Auge« eine Schar von Badenixen. Die jungen Damen sprangen elegant ins Wasser und tauchten a... Mehr ...
Eine Uhr im Schwerefeld geht langsamer als außerhalb desselben. Das folgt aus der allgemeinen Relativitätstheorie. Doch anders als man annehmen könnte, liegt das nicht am Einfluss der Gravitation auf die Mechanik der Uhr, die Zeit selbst wird unter Schwerkrafteinfluss »entschleunigt«. Obwohl diese von Albert Einstein vorausgesagte Zeitdehnung minimal ist, konnte sie von einem deutsch-amerikanische... Mehr ...
Seit der britische Archäologe Howard Carter 1922 im Tal der Könige das nahezu unberührte Grab des Herrschers entdeckte, gilt Tutanchamun als berühmtester ägyptischer Pharao. Das liegt vor allem an den ungewöhnlich reichhaltigen Grabbeigaben, die Ägyptologen neue Einblicke in die Kultur des Alten Ägypten gewährten. Das politische Wirken des Regenten, der den Thron schon als Kind bestiegen hatte, wa... Mehr ...
Vererbt werden in der Natur nicht nur körperliche Merkmale und Instinkte, sondern auch bestimmte Formen des Sozialverhaltens. Evolutionsbiologen stellen sich daher schon seit Langem die Frage, auf welche Weise dies geschieht und welche Mechanismen dabei wirken. Bei der Suche nach einer Antwort hat Arne Traulsen vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön (Schleswig-Holstein) jetzt das V... Mehr ...
Das wohl wichtigste und vielseitigste Bauelement der Elektronik ist der Transistor. Ganz gleich, ob dieser als Einzelstück in Leistungsverstärkern und Netzteilen zur Anwendung kommt oder milliardenfach in Computern – ohne Transistor würde heutzutage kein elektronisches Gerät funktionieren.Allgemein gesprochen dient ein Transistor der Schaltung und Verstärkung elektrischer Signale. Als Bauele... Mehr ...
Die Frage, wie schnell die Gletscher des Himalaja tatsächlich schmelzen, brachte jüngst den UNO-Klimarat IPCC ins Schleudern. In solchen schwer zugänglichen Gebieten gibt es umfassende Daten zum Gletscherrückgang erst seit wenigen Jahrzehnten dank der Satellitenfotos. Deshalb sind Langzeitprognosen noch recht spekulativ. Die Erdgeschichte muss aber durchaus schnelle Veränderungen der Eisbedeckung ... Mehr ...
Hummer-Essen ist ein teures Vergnügen. Und eines, bei dem man großzügig über die grausame Zubereitungsart hinwegsehen muss. Das arme Tier wird bekanntermaßen lebend in siedendes Wasser gesteckt und gekocht, bis es orange-rot ist. Die natürliche Farbe der bis zu neun Kilo schweren Krebstiere ist ganz anders: Je nach Ernährung reicht das Spektrum der Panzerfarbe von Hummern, Krabben und Garnelen vom... Mehr ...
Marihuana aus der Hanf-Pflanze (auch Cannabis oder Haschisch genannt) wurde erstmals vor ca. 5000 Jahren medizinisch genutzt. Damals gab man es kranken und alten Menschen, um Schmerzen zu lindern. Seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist es im Großteil der Welt verboten, so auch in den USA. Die American Medical Association (AMA), die konservative Vereinigung amerikanischer Ärzte pochte bish... Mehr ...
Lange hatte Stalin nicht wahrhaben wollen, was sein Geheimdienst ihm berichtete: Die USA arbeiteten am Bau einer Atombombe. Erst als am 6. August 1945 eine solche Waffe über Hiroshima explodierte, gab auch der Sowjetführer seine letzten Zweifel auf. Bis dahin nämlich hatte er befürchtet, die Nachricht von der militärischen Nutzung der Kernenergie sei ein Bluff der Westalliierten. Nun aber brachte ... Mehr ...
Die ehrliche Antwort auf die Frage, woher denn Steven Spielbergs Berater beim Film »Jurassic Park« wussten, welche Farbe sie den Dinosauriern geben sollen, lautet: reine Spekulation.Doch zumindest bei jenen Sauriern, die ein Federkleid ihr Eigen nannten, sind die Paläontologen jetzt einen Schritt weiter. Nachdem bereits in der vergangenen Woche ein internationales Forscherteam um Fucheng Zhang von... Mehr ...
»Fünf Todesopfer durch Lawine« – solche Schlagzeilen sind derzeit nicht selten. Seit langem bemühen sich Fachleute um Systeme, um vor Lawinen zu warnen und Verschüttete zu retten. Im Chiemgau wurden kürzlich fünf Lawinenhunde mit GPS-Geräten versehen. Diese erfassen den Weg der Hunde. Am Bildschirm in der Einsatzzentrale kann man dann sehen, ob ein Hund wiederholt über ein und dieselbe Stell... Mehr ...
Für die US-Raumfahrtagentur NASA war die vergangene Woche ein tiefer Einschnitt. Denn der von Präsident Barack Obama vorgelegte Haushaltsentwurf sieht bei leichten Erhöhungen für die wissenschaftlichen Missionen die Einstellung des »Constellation«-Programms vor. Das ist für viele Kommentatoren der Verzicht auf eine Führungsrolle der USA in der Raumfahrt. »Constellation«, einst von Amtsvorgänger Ge... Mehr ...
Manche lieben den Geruch, andere bekommen von dem stark riechenden Nebel Kopfschmerzen: Weihrauch. Wir verbinden heute mit Weihrauch festliche katholische Messen und rauchende Kessel schwingende Messdiener. Doch schon bei Christi Geburt in jenem Stall bei Bethlehem war er dabei: Gold, Myrrhe und Weihrauch brachten die Heiligen Drei Könige dem Neugeborenen als Geschenk. Damals waren Myrrhe, ebenfal... Mehr ...
Etwa 13 Zentimeter dick waren die Stahlwände der Tauchkugel »Trieste«, die am 23. Januar 1960 nahe der pazifischen Insel Guam zum Meeresboden hinabsank. Ihr Ziel war der Marianengraben, eine Tiefseerinne, in der sich mit der sogenannten Witjastiefe (11 034 Meter) die tiefste Stelle der Weltmeere befindet.An Bord hatten nur zwei Leute Platz: der Schweizer Jacques Piccard und der US-Marineleutnant D... Mehr ...
Ein britischer Kollege meint immer, das Essen in Hongkong sei für seine Landsleute der entscheidende Grund gewesen, den 99-Jahre-Vertrag über die Kronkolonie Hongkong bis zum Ende sprichwörtlich auszukosten – kein Wunder angesichts ihrer miserablen heimischen Küche. Eines meiner Lieblingsessen hier in Hongkong ist die Peking-Ente. Sie kommt bei mir gleich nach Dim Sum, den pelmeniähnlichen T... Mehr ...
Nirgends auf der Welt wächst ein Berg in die Höhe, ohne dass die Natur sogleich daran arbeitet, ihn wieder dem Erdboden gleich zu machen: Regenwasser zerrüttet den Verbund der Gesteinspartikel, Baumwurzeln sprengen Felsen auseinander, Bäche sägen sich in den Untergrund und nutzen dabei mitgerissene Gesteine als Hobel.Zudem heizt die Sonne dunkle und helle Kristalle im Fels unterschiedlich stark au... Mehr ...
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