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Behauptung des Raums (DVD)

Unabhängige Ausstellungskultur in der DDR
Ein Film von Claus Löser und Jakobine Motz (Gegenbilder)

Die Leipziger Galerie »EIGEN+ART« stellte zwischen 1985 und 1989 einen einzigartigen Freiraum für unangepasste DDR-Kunst dar. Einem
Kunst interessierten Publikum wurde hier mit List und Stehvermögen die Sensation einer staatsunabhängigen Öffentlichkeit geboten. Verschiedene, bis in die 70er Jahre zurückführende Einzelinitiativen hatten jedoch schon lange vorher die Erosion der staatlichen Kontrolle vorangetrieben. Der »1. Leipziger Herbstsalon« (1984), die Galerie der Gruppe »Clara Mosch« in Karl-Marx-Stadt (1977–1982) und vor allem die erste Privatgalerie »EP« von Jürgen Schweinebraden in Ost-Berlin (1974 – 1980) entfalteten in relativ kurzer Zeit ein enormes Maß an Vorbildwirkung und Nachhaltigkeit.

Der Film erzählt Geschichten dieser freien DDR-Kultur. Bislang unerschlossene Videoaufzeichnungen des Archivs der »EIGEN+ART« und eindrucksvolle filmische Dokumente dieser Szene verbinden sich mit einer aktuellen, dokumentarischen Ebene, auf der beteiligte Künstler und Persönlichkeiten zu Wort kommen.

Bonusfilm: BEI WERK, DDR 1985 - 12 Minuten - Super8 - Regie: Jörg Herold & Gruppe »PIG«

Regie/Buch: Claus Löser, Jakobine Motz
Produktions-Land+Jahr: Deutschland, 2009
Musik: 6 aus 49, Die Strafe, und andere
Geprächspartner: Lutz Dammbeck, Else Gabriel, Jörg Herold, Johannes Jansen, Gregor-Torsten Kozik, Gerd Harry Lybke, Michael Morgner, Carsten Nicolai, Olaf Nicolai, Akos Novaky, Thomas Ranft, Jürgen Schweinebraden, Christoph Tannert
Mit Ausschnitten aus Filmen von: Willy Baatz, Lutz Dammbeck, Klaus Freymuth, Immo Fritzsche, Jörg Herold, Gerd Harry Lybke, Thomas Ranft, Robert Rehfeldt, Stephan Thomm, Uwe Walter, und anderen

DVD, codefree, PAL, Farbe, 4:3, 101 Min. + 12 Min. Extras, Deutsch, english subtitles (optional)
Best. Nr.: 532









»Aus dem klugen Umgang mit alten Filmen, Fotos und Videos erwächst eine ganz eigene Spannung des Films, unabhängig von der an sich schon spannenden Geschichte.«
- Brigitte Werneburg, taz

»Spurensuche nach einem bislang kaum beleuchteten Aspekt des Künstler-Undergrounds in der späten DDR. Sehenswert!«
- Claudia Lenssen, TIP-Magazin

»Ohne die tragischen Dimensionen seines Gegenstands zu vernachlässigen, konzentriert sich der Film auf das Spielerisch-Experimentelle der damaligen Vorgänge. Beteiligte reflektieren über ihre Hoffnungen und Enttäuschungen, dazu werden Ausschnitte aus zeitgenössischen Filmaufnahmen montiert. Ein gedanklich präziser und dabei bestechend lakonischer Rückblick auf die DDR-Kunstszene jenseits offizieller Präsentationen. – Sehenswert!«
- Ralf Schenk, film-dienst

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