Der Maler Michael Triegel über Selbstporträts, Glauben und eine Begegnung mit dem Papst
Michael Triegel, geboren 1968 in Erfurt, Maler, Grafiker, Zeichner, ist eine Ausnahmeerscheinung unter den bildenden Künstlern hierzulande und international. Er ist – auf den ersten Blick – quasi ein perfekter Wiedergänger der Alten Meister. Seiner Malkultur wegen glaubt man, ihn der italienischen Renaissance und des Barock zuordnen zu können. Er greift in seinem Formenschatz auf antike Mythologien zurück, auf die christliche Ikonografie, verwendet sie in ungewöhnlicher Kombination, ist dabei aber ganz Irdisch-Gegenwärtiger, hellwach das gesellschaftliche Geschehen beobachtend, also durchaus nicht aus der Zeit gefallen. Er malt nicht nur wunderschön, sondern schafft ebenso virtuose Zeichnungen und feinste Radierungen. Im Auftrag des Bistums Regensburg portätierte er jüngst Papst Benedikt XVI. Das Gemälde und die Studien dazu werden in einer umfangreichen Ausstellung mit Werken des in Leipzig lebenden Künstlers ab 26. November im Museum der bildenden Künste in Leipzig präsentiert.