Frankfurter Ausstellung zeichnet Einwanderung russischer Juden nach
Der Titel der Ausstellung, die seit voriger Woche im Jüdischen Museum Frankfurt am Main zu sehen ist, bringt ein Paradox auf den Punkt: Warum sind 220 000 Juden nach dem Fall der Berliner Mauer aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion gerade in das Land der NS-Täter ausgewandert? Einige Zitate von Einwanderern geben Auskunft: »Israel ist ständig im Kriegszustand. Ich wollte, dass meine Kinder in anhaltendem Frieden leben.« Oder: »In Israel könnte ich nicht lange bleiben. Diese Hitze. Deutschland liegt mir näher – klimatisch und überhaupt.«