/ Berlin

Grüne Bande zwischen Hauptstadt und Umland

Regionalparkvereinbarung zur Grün- und Freiraumentwicklung im »Siedlungsstern« um Berlin unterzeichnet

Der sogenannte Siedlungsstern ist das prägende Leitbild für die Siedlungsentwicklung Berlins und seines Umlands. Er ermöglicht nicht nur die Konzentration der Siedlungsentwicklung entlang der Schienenverkehrsachsen, sondern auch die Freihaltung und Sicherung der vorhandenen wertvollen Grün- und Freiräume in den Achsenzwischenräumen. So heißt es in der Präambel der Regionalparkvereinbarung, die Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (LINKE) und Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) am Freitag in Berlin unterzeichnet haben.

»Diese Vereinbarung rückt die ›grüne Infrastruktur‹ im Umland in den Mittelpunkt. Wir müssen aufpassen, dass dieses Thema in Zeiten von Wachstum und Bauen, Entwicklung von Wirtschaft und Verkehr nicht untergeht«, sagte Ministerin Schneider. »Ziel ist eine lebenswerte Region, in der die Menschen gerne leben und arbeiten.« Dem stimmt Senatorin Lompscher zu. »Wir brauchen die stadtnahen Kulturlandschaften, um gute Lebensqualität in wachsenden Wirtschaftsräumen zu erhalten«, sagte sie.

Im Kern geht es darum, die im Rahmen der gemeinsamen Landesentwicklungsplanung im Verflechtungsraum von Berlin und Brandenburg 1996/1997 geschaffen Regionalparkstrukturen zu stärken. Mehr erlebbare Qualität in der Naherholungsregion der wachsenden Hauptstadt, das heißt gute Rad- und Wanderwege, Vermarktung regionaler Produkte, mehr Angebote in Gastronomie und Nahverkehr. Acht Regionalparks gibt es: Osthavelland-Spandau, Barnimer Feldmark, Krämer Forst, Döberitzer Heide, Havelseen, Teltow-Park, Flutgrabenaue und Müggelspree. Zu zentralen Projekten zählen der 300 Kilometer lange Radweg »Rund um Berlin« und der »66-Seen-Wanderweg«.

Der Dachverband der Regionalparks soll laut Vereinbarung einen länderübergreifenden »Masterplan Grünräume« auf den Weg bringen und wird dafür mit 250 000 Euro pro Jahr unterstützt. Als Dienstleister der Parks kann er so besser auf das anhaltende Wachstum und zunehmende Flächenkonkurrenzen reagieren. Dienen doch Regionalparks neben der Naherholung auch der Produktion und Vermarktung regionaler Lebensmittel, dem Klimaausgleich der Stadt und als Orte für Freizeit und Kultur.