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Javier Otxoa

30. 8. 1974 - 24. 8. 2018

Als die Nachricht vom Tod des heldenhaften Javier Otxoa die Spanienrundfahrt erreichte, legte die Radprofis eine Schweigeminute ein: Gedenken an einen der größten Kämpfer, die der spanische Radsport je hervorgebracht hat. Seinen größten Moment im Peloton hatte der Baske 2000, als er bei der Tour de France die neblige Königsetappe hinauf nach Lourdes-Hautacam vor dem US-Amerikaner Lance Armstrong gewann. Die Tour beendete Otxoa in jenem Jahr als 13., in der Bergwertung belegte er Rang 2. Doch schon im Februar 2001 endete seine Profikarriere jäh, als ein Autofahrer ihn und seinen Zwillingsbruder Ricardo beim Training an der Costa del Sol überrollte. Ricardo war sofort tot, Javier wurde mit gebrochenen Knochen ins Krankenhaus gefahren, wo er ins Koma fiel. Als sich auch noch seine zerquetschte Lunge entzündete, rieten die Ärzte seinen Eltern, alle Geräte abschalten zu lassen. Doch die lehnten ab, und nach 65 Tagen geschah das Wunder: Javier Otxoa erwachte. Sein Gehirn aber war dauerhaft geschädigt. Sprechen, lesen, gehen, alles musste er neu erlernen. Er wurde Para-Sportler und gewann bei den Paralympics 2004 und 2008 Gold im Einzelzeitfahren. Die Siege widmete er seinem Bruder. Kurz vor seinem 44. Geburtstag starb Javier Otxoa nach langer Krankheit. jig

Friedrich Moll

27. 8. 1948 - 28. 8. 2018

Es gibt TV-Journalisten, die sind bekannt, ohne dass man ihre Sendungen kennt, und es gibt Vertreter dieses Berufes, die nur mit einer bestimmten Sendung in Verbindung gebracht werden, von denen man gar nicht weiß, ob sie je in ihrem Leben etwas anderes gemacht haben, als genau in dieser Sendung aufzutreten. Friedrich Moll gehörte zur letzteren Gruppe. Zwar war der Diplom-Sozialwirt schon seit 1980 beim Sender Freies Berlin (SFB) als Berichterstatter über Wirtschafts- und Sozialpolitik beschäftigt, doch so richtig bekannt wurde der gebürtige Thüringer erst, als er 1990 die Moderation der Hauptnachrichtensendung des SFB, der »Abendschau« übernahm.

Die Berliner Regionalnachrichtensendung präsentierte Moll auch nach der Fusion seines Haussenders mit dem Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB) zum Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). 2007, Moll war gerade einmal 59 Jahre alt, verabschiedete er sich von der »Abendschau« und vom Bildschirm in den Ruhestand. Nicht ganz ohne Grollen, denn er hätte noch gerne weitergearbeitet. jam