/ Ratgeber

Kostenfallen bei Kartenzahlung

Verbraucherzentrale warnt

Dank Girocard können Verbraucher fast überall bequem und bargeldlos bezahlen. Voraussetzung: Es ist ausreichend Geld auf dem Konto.

Das Problem: Es gibt zwei Varianten der Kartenzahlung. »Nur wenn der Verbraucher bei der Bezahlung mit der Girocard die PIN eingibt, wird normalerweise überprüft, ob das Konto ausreichend gedeckt ist«, erklärt Laura Ströbel, Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB). Der Bezahlvorgang wird abgebrochen, wenn nicht genug Geld auf dem Konto ist, um den Einkauf zu bezahlen. Schließt der Verbraucher den Bezahlvorgang per Unterschrift ab, hat zuvor keine Überprüfung stattgefunden. Die Bezahlung wird später per Lastschrift vollzogen. Ist dann auf dem Konto nicht ausreichend Geld hinterlegt, kann der Händler ein Inkassobüro einschalten, um den Betrag einzufordern.

»Die Beratungspraxis zeigt, dass insbesondere Geflüchtete aufgrund fehlender Kenntnis über die Bezahlvorgänge in Deutschland gefährdet sind«, weiß Ströbel als Koordinatorin des Projektes »Verbraucherschutz für Geflüchtete«. »Deshalb stellen wir Geflüchteten und Multiplikatoren neben Infos auch Checklisten rund ums Thema Kontoführung in verschiedenen Sprachen zur Verfügung.«

Betroffene, die ein Inkassoschreiben erhalten haben, können es online mit dem Inkassocheck der VZB unter www.verbraucherzentrale-brandenburg. de/inkasso-check prüfen lassen. Sie erhalten einen individuellen Musterbrief an das Inkasso-Unternehmen, mit dem sie die Forderung oder Höhe der angesetzten Kosten bestreiten können. Mehrsprachige Infos mit Tipps und Checklisten der VZB unter www.verbraucherzentrale-bran denburg.de/migranten bereit. Infos zum Einkauf mit Girocard auf Arabisch, Deutsch und Polnisch unter: www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/node/27132. VZB/nd

Termine in den Beratungsstellen:

- 0331 / 98 22 999 5 (Mo bis Fr, 9 bis 18 Uhr) oder online unter www.vzb.de/termine,

- telefonisch 09001 / 775 770 (Mo bis Fr, 9 bis 18 Uhr),

- E-Mailberatung: www.vzb. de/emailberatung