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821 Millionen Menschen hungern

UNO legt Welternährungsbericht vor

Rom. Die Zahl der hungerleidenden Menschen in der Welt steigt wieder. Im Jahr 2017 hatten 821 Millionen Menschen, etwa jeder neunte Erdbewohner, zu wenig zu essen, wie die Landwirtschaftsorganisation (FAO) und weitere UN-Organisationen am Dienstag in Rom mitteilten. Im Vorjahr seien es noch rund 804 Millionen gewesen. Demnach haben weltweit 22 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren - insgesamt 151 Millionen - Wachstumsverzögerungen. Die Lage verschlimmere sich in den meisten Regionen Afrikas sowie in Südamerika, heißt es in dem Bericht.

Die UN betonen, dass neben Konflikten und Wirtschaftskrisen auch Klimaveränderungen stark zum Anstieg der Hungerleidenden beitragen. Die Zahl und der Anteil unterernährter Menschen sei deutlich höher in Ländern, die extremes Klima erlebten. Den Bericht erarbeitete die FAO zusammen mit dem UN-Kinderhilfswerk (Unicef), der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem Welternährungsprogramm (WFP) und dem Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD). dpa/nd Kommentar Seite 4