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Berliner Linkspartei fordert Freilassung von Sarah Mardini

Flüchltingsaktivistin sitzt in Griechenland im Gefängnis

Die Flüchtlingshelferin Sarah Mardini zeigt den ihr 2016 verliehenen Bambi in die Kamera. Aktuell sitzt sie in einem griechischem Gefängnis, weil sie Geflüchteten half.

Berlin. Anlässlich eines Besuches im Athener Frauengefängnis hat die Landesvorsitzende der Berliner Linkspartei, Katina Schubert, die Freilassung der Flüchtlingsaktivistin Sarah Mardini gefordert.

Die in Berlin studierende, 2015 aus Syrien geflohene Flüchtlingsaktivistin sitzt seit dem 21. August 2018 in Griechenland im Gefängnis. Die griechischen Behörden werfen Mardini und weiteren Beschuldigten vor, Migranten bei der illegalen Einreise geholfen zu haben. »Sarah Mardini ist davon überzeugt, kein Verbrechen begangen zu haben. Sie habe nur Menschen geholfen, und dazu steht sie«, sagte Schubert nach dem Besuch im Gefängnis dem »nd«. Mardini gehe deshalb davon aus, dass sie bald entlassen werde, so Schubert.

Der Besuch im Gefängnis fand im Rahmen einer Reise einer Delegation der Linkspartei aus Berlin, Brandenburg und Thüringen statt, bei der die Politiker aus Deutschland hochrangige Politiker der griechischen Regierungspartei Syriza trafen. Mardini, die zwar keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, aber eine Aufenhaltserlaubnis für Deutschland, wird konsularisch von der Deutschen Botschaft betreut. In der kommenden Woche soll Mardini, die in Deutschland für ihr Engagement unter anderem mit einem Bambi ausgezeichnet worden war, einem Haftrichter vorgeführt werden. »Ich hoffe, dass Sarah Mardini möglichst schnell wieder entlassen wird. Dafür setzen wir uns auch bei unseren griechischen Partnern ein«, sagte Schubert dem »nd«. Schubert hatte vergangenen Dienstag auch den griechischen Migrationsminister Dimitris Vitsas um Unterstützung für Mardini gebeten. »Auch ich habe ein Interesse daran, dass das Verfahren schnell vorankommt«, sagte der Minister. Vitsas sagte darüber hinaus zu, mit dem Justizminister über den Fall zu sprechen. Den vollständigen Artikel lesen sie in der Donnerstagsausgabe des neues deutschlands. nd