Du sollst nicht falsch Zeugnis reden

Wie »ND« mit einem diffamierenden Kommentar auf den Fall Brüsewitz reagierte. Teil X der Serie über die DDR 1976

  • Von Karsten Krampitz
  • Lesedauer: ca. 8.0 Min.

Weit mehr als die Selbsverbrennung des Pfarrers Brüsewitz löste in der DDR ein Kommentar im damaligen Zentralorgan der SED eine Welle der Kritik und der Empörung aus - auch unter Sozialisten.

Die Frage, ob die Selbstverbrennung des Oskar Brüsewitz vordergründig religiös, politisch oder pathologisch motiviert war, wird sich nicht mehr vollends klären lassen. Sie ist für die Historiker aber auch nicht entscheidend. Denn nicht der öffentliche Feuersuizid des Pfarrers in Zeitz war das Ereignis in der DDR-Geschichte, sondern die Reaktionen der Bevölkerung auf einen Brüsewitz diffamierenden ND-Kommentar vom 31. August 1976. Dieser eine Artikel im SED-Zentralorgan unter der Überschrift »Du sollst nicht falsch Zeugnis reden« (flankiert von einem ähnlichen Kommentar im CDU-Blatt »Neue Zeit«) löste in der DDR-Gesellschaft eine Welle der Kritik und der Empörung aus.

Auf der zweiten Seite des ND kommentierte ein anonymer Autor unter dem Kürzel A.Z. die »Bösartigkeit bundesrepublikanischer Kirchenfürsten«, die da versuchten, einen Märtyrer gegen den Kommunismus hochzustilisieren. Man sehe sich gezwungen, auf den »Selbstmord eines ‚Pfarr...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 1724 Wörter (11613 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.