Werbung

Nur sozial

Simon Poelchau über die Möglichkeit eines sozialverträglichen Kohleausstiegs

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Eigentlich weiß es jeder: Über kurz oder lang muss der Kohleausstieg kommen. Doch wenn es konkret wird, führen die Befürworter der fossilen Energie immer wieder dieselben zwei Argumente ins Feld. Die vorgebliche Sorge um bezahlbaren Strom für die Industrie und einkommensschwache Haushalte ist das eine Argument. Wenn dies nicht mehr funktioniert, dann werden die Arbeitsplätze erwähnt, die an der Kohleverstromung hängen.

Nun heißt es jedoch aus der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der Kohleausstieg sei sozialverträglich machbar, wenn der Staat Geld in die Hand nehme für Abfindungen, Vorruhestandsgelder und Umschulungen. Manch einer könnte diesen Vorstoß vielleicht als Attacke gegen die Konkurrenz von der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) verstehen. Schließlich vertritt jene Gewerkschaft - wie schon ihr Name verrät - eben jene Angestellten, die vornehmlich von einem Kohleausstieg betroffen wären, weshalb sie mehr an dem alten Energieträger hängt als ver.di.

Vielleicht sollte die IG BCE jedoch ver.di sogar dankbar sein für das Eintreten für einen sozialverträglichen Kohleausstieg. Denn es ist eben nur eine Frage der Zeit, wann das letzte Kohlekraftwerk vom Netz geht. Deswegen braucht es eine Perspektive für die in dieser Industrie Beschäftigten. Die Energiewende funktioniert nämlich in der Tat nur, wenn sie sozial gestaltet wird.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen