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Kiezladen gegen Immobilienhaie

Unternehmen kauft im Norden Neuköllns Miethaus auf und kündigt linkem Hausprojekt

  • Von Sebastian Bähr
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In der »Friedel 54« kämpfen Hausbewohner und Kiezladenbetreiber gemeinsam gegen Gentrifizierungspläne.

»Als das Haus verkauft wurde, haben wir den Eigentümer nachgeprüft. Nach fünf Minuten Suche war klar, wo der Wind her weht«, sagt der 26-jährige Matthias Sander auf einer Informationsveranstaltung in Neukölln. Sander betreibt gemeinsam mit anderen Aktivisten den Kiezladen »Friedel 54« in der Neuköllner Friedelstraße. Über zehn verschiedene Gruppen nutzen die Räume und organisieren dort beispielsweise Kochabende, eine Siebdruckwerkstatt oder politische Informationsveranstaltungen.

Im Oktober vergangenen Jahres kündigte die Citec Immobiliengruppe - seit 2013 die neue Eigentümerin des Hauses - den Aktivisten den Gewerbemietvertrag. Ende April 2016 müsste der Kiezladen ausziehen. Deren Betreiber waren überrascht: Aufgrund eines »schwachen Mietvertrages« hatte man sich zuvor bereit erklärt, angekündigte Modernisierungen und eine Mieterhöhung zu dulden.

Nach Ansicht der Kiezladen-Aktivisten ist ihre Kündigung die weitere Stufe eines Konflikte...


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