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Myfest bleibt ungewiss

Bislang fehlt Veranstalter für Kreuzberger Straßenfest

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Das große Straßenfest am 1. Mai in Kreuzberg, das Myfest, droht Opfer der eigenen Beliebtheit zu werden. Zu viele Besucher könnten zu Chaos führen. Nach Monaten der Debatten drängt die Zeit.

Drei Monate vor dem 1. Mai ist die Zukunft des Myfests in Berlin-Kreuzberg weiter ungewiss. Aus aktueller Sicht gebe es viele Fragezeichen, die Situation sei derzeit »völlig unklar«, sagte ein Sprecher der Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne). Bisher gebe es keinen Veranstalter. Auch der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg werde nicht als Großveranstalter des Straßenfestes auftreten. Zugleich akzeptiert die Polizei keine Anmeldung als politische Versammlung.

Bis Mitte Februar muss eine Lösung gefunden werden, weil dann das Ordnungsamt des Bezirks Fakten auf dem Tisch haben will. Derzeit sind auch der Senat oder eine untergeordnete Landesbehörde als Veranstalter im Gespräch.

Allen Unklarheiten zum Trotz gebe es derzeit Gespräche zwischen Feuerwehr, Polizei, Bezirk, Wachschutz und Myfest-Organisatoren, um Fragen »zur Sicherheits- und Festarchitektur zu klären, damit eine Durchführung am Ende nicht an zu lösenden Einzelfragen scheitert«, wie Herrmanns Büroleiter Jörg Flähmig sagte.

Ein Veranstalter, ob nun Land, Bezirk oder Privatmann, müsste zur Sicherheit möglicherweise mehr Wachleute einsetzen, Absperrungen und Zugänge aufbauen und diese auch kontrollieren, um das Gedränge im Griff zu behalten. Das aber kostet viel Geld. Zudem trägt der Veranstalter die Verantwortung, falls es aus dem Ruder läuft.

Das Myfest wurde seit 2003 veranstaltet, um am 1. Mai Krawalle von Linksautonomen und Randalierern einzudämmen. Ursprünglich sollten einfach die Oranienstraße und der Mariannenplatz mit einem Straßenfest belegt werden, um die traditionelle linksradikale Demonstration am Abend des 1. Mai in andere Straßen zu verdrängen.

Im vergangenen Jahr war das Fest noch überlaufener als in den Vorjahren. Besonders vor den Bühnen war es zeitweise so eng, dass es später viel Kritik wegen möglicher Gefährdungen gab. dpa/nd

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