UN verurteilen Angriff auf Zivilisten in der Türkei

Hochkommissar für Menschenrechte zur Lage in der kurdischen Stadt Cizre: »Filmen von Gräueltaten ist kein Verbrechen, aber das Feuern auf Zivilisten ist sicher eines«

Berlin. Die UN haben die Türkei aufgefordert, fundamentale Rechte von Zivilisten in der umkämpften südosttürkischen Stadt Cizre zu beachten. Anlass des Appells ist ein Video, das der Hochkommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, am Montag als »äußerst schockierend« verurteilte. Darauf seien unbewaffnete Zivilisten zu sehen, die beim Transport von Toten über eine Straße beschossen würden. Dem Kameramann Refik Tekin, der selbst verletzt worden sei, drohe eine Haftstrafe. »Das Filmen von Gräueltaten ist kein Verbrechen, aber das Feuern auf Zivilisten ist sicher eines«, sagte Said. Dieser und andere Vorgänge müssten unabhängig untersucht werden. Das Auftauchen des Videos lasse auch viele Fragen aufkommen, was in Cizre und anderen Teilen der Südost-Türkei wirklich passiere und vor der Welt verborgen werde.

In Cizre gilt seit Mitte Dezember eine Ausgangssperre. Die Armee geht in einer schwe...

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