Wenn der Käsehändler rundet

In Kleve am Niederrhein betreten Einzelhändler Neuland - um sich die Bankgebühren für das Kleingeld zu sparen

  • Von Erich Reimann und Jörn Bender
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Seit dem 1. Februar verzichten Einzelhändler in Kleve auf Ein- und Zwei-Cent-Münzen. Die ersten Kunden zeigen sich durchaus angetan. Doch ob das Beispiel Schule macht, muss sich erst noch zeigen.

»Geehrte Kunden, wir RUNDEN!« Das Hinweisschild steht seit Montag im kleinen Käsegeschäft in der Klever Innenstadt direkt neben der Kasse. Als Kundin Emmi Berbers ein Stück Franziskanerkäse für 5,12 Euro kauft, rundet die Verkäuferin Marike van Es ganz selbstverständlich ab. Die Kundin zahlt 5,10 Euro. Wäre das Stück Käse einen Hauch größer gewesen und hätte 5,13 gekostet, so hätte die Käseliebhaberin 5,15 Euro gezahlt. »Ich finde das gut - egal ob auf- oder abgerundet wird«, sagt Berbers. Das vereinfache den Einkauf.

Auf- oder Abrunden - das tut in Kleve nicht nur der Käsehändler. Auch die Metzgerei Quartier schräg gegenüber, die Marienapotheke ein paar Schritte weiter und viele andere Geschäfte in der niederrheinischen Stadt haben den Ein- und Zwei-Cent-Stücken den Kampf angesagt. »Die Idee kam, weil die Banken seit dem letzen Jahr für die Bereitstellung oder die Abnahme von Kleingeld Gebühren erheben«, erzählt Klaus Fischer, Fi...

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