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Wessen Morgen ist der Morgen?

Georg Diez’ Kritik an der Entpolitisierung der gesellschaftlichen Debatten und warum wir mehr über die politische Ökonomie der Verhältnisse sprechen müssen

»Wessen Morgen ist der Morgen, wessen Welt ist die Welt?«, fragte Bertolt Brecht 1929 vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise ganz am Ende seines Solidaritätsliedes. Hanns Eisler vertonte das Stück für den Film »Kuhle Wampe«.

Warum fällt einem die Zeile ausgerechnet im Jahr 2016 ein? Spiegel-Autor Georg Diez hat die Frage jetzt für sich beantwortet: »Die Zukunft gehört den Linken«, ist seine jüngste Kolumne überschrieben. Diez nimmt den langen Wahlkampf in den USA in den Blick - und eine offenkundige Manipulation auseinander: »Statt Argumente zu bewerten, verfallen Kommentatoren in überkommene Links-Rechts-Schemata.« Das, so schreibt er, »ist deshalb so frustrierend, weil es so offensichtlich manipulativ ist und ausschließlich dazu dient, linke Positionen zu entkräften.«

Diez macht einen Punkt, von dem m...

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Über diesen Blog

Linksbündig

Was die Linke ist? Sie ist auf jeden Fall viel größer als die gleichnamige Partei. Das ist gut so. Man kommt als Linker ohne Parteibuch aber auch nicht an der Partei vorbei. Was die klein und die groß geschriebenen Linken trennt und was sie verbindet, wo die Grenzen emanzipatorischer Politik liegen und welche Versuche es gibt, diese zu überwinden – davon soll dieses Blog handeln.

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  • Tom Strohschneider

    Tom Strohschneider, Jahrgang 1974, ist nd-Chefredakteur. Nach einem Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Soziologie kam er mehr zufällig zum Journalismus. Er arbeitete unter anderem bei der Wochenzeitung "Der Freitag" und bei der "taz". Er denkt gern über die gesellschaftliche Linke nach, bloggt unter anderem "Linksbündig" und wartet stets vergeblich auf ein Rezensionsexemplar des jeweils neuesten 3D-Druckers. Strohschneider liest gern Dath und hat aus "South Park" und "Die Simpsons" mehr gelernt als aus vielen Sachbüchern. Selbst schreibt er auch manchmal welche. Zuletzt erschienen von ihm: "Linke Mehrheit?" über Möglichkeiten und Grenzen von Rot-Rot-Grün sowie “What's left?” über Europas Linke, den Rechtsruck und einen sozialistischen Kompromiss. Beide erschienen bei VSA.

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