Die jugendfrische Kunstlust unserer Vorväter

Der Martin-Gropius-Bau zeigt Felsbilder aus der Sammlung Frobenius

  • Von Harald Kretzschmar
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Rund 100 Felsbildkopien schlummerten jahrelang in Kellerräumen des Frobenius-Instituts in Frankfurt. Jetzt sind sie im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen. Entstehung der Schau wie auch das Präsentierte sind bemerkenswert.

Wie diese weiß Gott aufsehenerregende Ausstellung zustande kam, das ist kurios genug. Ein wissenschaftliches Institut der angewandten Archäologie tritt, nachdem der Urheber des Ganzen bereits Jahrzehnte verblichen ist, auf der zentralen Ebene der Hauptstadt mit einer absoluten Neuentdeckung auf. »Kunst der Vorzeit - Felsbilder aus der Sammlung Frobenius« ist endlich aus dem Dornröchenschlaf in einem Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main erwacht. Bis vor kurzem war dieses gewichtige Konvolut von 4700 Exponaten das Stiefkind der inzwischen opulenten Museumslandschaft der Hessenmetropole. Keiner wollte es haben. Bisher in unterirdischen Gelassen versteckt, holte der Berliner Gropiusbau das Kellerkind nun ins Scheinwerferlicht seiner Galerieräume.

Vor Jahrtausenden entstandene Freiluftdarstellungen, vor gar nicht so weit zurück liegender Zeit von Künstlerhand auf großen Leinwänden kopiert, überraschen uns nun. In voller Br...


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