Weitere Automarken mit überhöhten Emissionswerten

Hersteller drohen Umwelthilfe mit Millionenklagen

Was soll das hier?

Sei auch du solidarisch und unterstütze linken Journalismus mit einem freiwilligem Abo, einer Spende - oder noch besser entscheide dich für ein Digitalabo.

  • Wählen Sie ein Abo:

    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

    Ich habe bezahlt.

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Minimum 5 Euro/Monat

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login

    Passwort vergessen?

  • Jetzt nicht ...
Die Deutsche Umwelthilfe hat mit einem Fiat SUV einen weiteren Schmutz-Diesel enttarnt. Die Autohersteller drohen mit Klagen gegen die Veröffentlichungen.

Berlin. Im Diesel-Abgasskandal erhöhen die Automobilhersteller offenbar den Druck auf unabhängige Gutachter. »Vor jeder weiteren Veröffentlichung von Prüfergebnissen wird uns gedroht und vor den Folgen gewarnt«, sagte der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Jürgen Resch, am Dienstag in Berlin. Das Ganze habe Ausmaße angenommen, die er in seiner 29-jährigen Tätigkeit so noch nicht erlebt habe. »Das ist eine neue Qualität«, stellte Resch fest.

So habe Daimler eine Klageandrohung gegen die Umwelthilfe mittlerweile auch persönlich auf ihn ausgeweitet. Per einstweiliger Verfügung würden dem Bundesgeschäftsführer sechs Monate Haft oder 250.000 Euro Strafe angedroht, sollte die DUH weiter den Schriftverkehr zwischen Daimler und der Umwelthilfe veröffentlichen. Auch mit Millionenstrafen, die zur Insolvenz der DUH führen würden, sei bereits von Herstellern gedroht worden, sagte Resch.

Am Dienstag veröffentlichte die Umwelthilfe trotzdem erneut die Prüfergebnisse eines in ihrem Auftrag getesteten Diesel-Pkw. Der Fiat SUV 500X 2.0 MJ überschritt bei der Abgasprüfstelle der Berner Fachhochschule in der Schweiz den geltenden Grenzwert für Euro-6-Fahrzeuge um das 11- bis 22-fache. Während mit kaltem Motor Werte nahe dem Euro-6-Grenzwert von 80 Milligramm Stickoxid pro Kilometer gemessen wurden, kam der SUV Fiat im betriebswarmen Zustand auf einen Wert von 1777 Milligramm und darüber, sagte der Verkehrsexperte Axel Friedrich. Die gemessenen Emissionen stellten einen klaren Verstoß gegen das EU-Zulassungsrecht dar, kritisierte Resch. »Damit mutiert der VW-Skandal endgültig zum Diesel-Skandal nicht nur deutscher Hersteller.«

In den vergangenen Monaten hatte die Umwelthilfe bereits bei Opel, Renault, BMW und Mercedes stark erhöhte Emissionen festgestellt. »Die Vorstände der Unternehmen, die in vollem Wissen der extrem erhöhten Stickoxidemissionen unter normalen Fahrbedingungen derart schmutzige Diesel-Pkw verkaufen, machen sich tausendfacher vorsätzlicher Körperverletzung mit Todesfolge schuldig«, so Resch.

Schwere Vorwürfe erhob der Bundesgeschäftsführer auch gegen den Bundesverkehrsminister: Alexander Dobrindt (CSU) habe offenbar kein Interesse an einer Aufklärung, sagte Resch. Bitten um Gespräche würden abgelehnt, seit September erhalte die DUH nicht einmal Eingangsbestätigungen für übersandte Schreiben und übermittelte Abgasmessungen. Stattdessen fänden interne Gespräche zwischen Ministerium und Herstellern statt.

Bereits vor fünf Jahren habe die DUH das Ministerium bei einem Treffen über die stark erhöhten Stickoxidwerte beim umstrittenen VW-Passat informiert. »Wäre damals staatlicherseits gehandelt worden, hätte der VW-Skandal so verhindert werden können«, sagte Resch. Passiert sei stattdessen nichts. Nachfragen der Linksfraktion im Bundestag hätten ergeben, dass von dem Treffen keine Gesprächsprotokolle im Ministerium existieren. »Dabei hatten wir damals mit allen relevanten Beamten gesprochen«, so Resch. epd/nd

Aus dem nd-Shop
Reim auf das Jahr
2015 - Eine Chronik in Versen Ein Unikat in der deutschsprachigen Presselandschaft: Jeden Sonnabend finden Leser des „neuen deutschland“ ...
9.90 €
Werbung

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Schenken Sie schon, oder rätseln Sie noch?

Na, dann aber hopp!

Schenken was wirklich Freude macht. Starke Inhalte statt kapitalistischen Überfluss.

Jetzt bestellen oder verschenken

nd-Kiosk-Finder