Mehr Recht als Brecht

Literaturforum: Diskussion über Castorfs »Baal« und das Urheberrecht

  • Von Martin Hatzius
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Ganze drei Mal ist Frank Castorfs »Baal«-Inszenierung aufgeführt worden - zwei Mal im Münchner Residenztheater, wo sie im Januar 2015 zur Premiere kam, dann noch einmal auf dem Berliner Theatertreffen. Jede weitere Aufführung des Stückes, in das Castorf Fragmente aus Coppolas »Apocalypse Now«, Zitate von Sartre, Jünger, Carl Schmitt hineincollagiert hatte, wurde von Brechts Erben und Rechteverwaltern untersagt. »Einen der größten Theaterskandale der letzten Jahre« nennt diese juristisch erzwungene Absetzung der Theaterkritiker Peter Laudenbach, der am Montagabend die Auftaktveranstaltung der Brecht-Tage im Literaturforum moderierte.

Erstaunlich: Niemandem der Glücklichen auf dem Podium, die Zeuge einer der Aufführungen geworden sind, kommt ein schlechtes Wort zu Castorfs Inszenierung über die Lippen. Im Gegenteil. Selbst dem Brecht-Biografen und -Forscher Klaus Völker, hier der vehementeste Verteidiger der Integrität eines Kunstwerks, h...

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