Das Elend bleibt hinter den Schlagbäumen

Ankara will die Flüchtlinge aus Aleppo nicht

  • Von Roland Etzel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Kampf um Aleppo tobt mit hoher Intensität. Die Flüchtlingszahl an der syrisch-türkischen Grenze steigt, und die Türkei hält den Übergang weiter geschlossen.

Syriens zweitgrößte Stadt Aleppo hatte vor fünf Jahren noch zwei Millionen Einwohner. Davon sollen etwa 350 000 noch in der Stadt sein, vor allem in deren Westteil, der von den Regierungskräften kontrolliert wird. Diejenigen im von den regierungsfeindlichen Milizen beherrschten Viertel im Osten stehen unter Beschuss, vor allem aus der Luft. Russische Kampfflugzeuge greifen täglich Stellungen der Milizen an, wie die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti selbst mitteilt. Der syrischen Armee gibt das die Möglichkeit zu Geländegewinnen.

Wer aus Ost-Aleppo und den von den Milizen beherrschten Orten fliehe konnte, hat das bereits getan - sofern Al-Nusra, das Islamische Heer und andere Formationen ihn ziehen ließen, denn natürlich haben sie kein Interesse, ganz ohne lebende Schutzschilde zu sein. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich die im Kriegsgebiet Verbliebenen ebenso wie die bereits Geflüchteten der einen oder anderen Seite politi...


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