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Fedor Schiebor

Personalie: Fedor Radmann, Lobbyist, bekam vom DFB einen Zahlungsbefehl über 6,7 Millionen Euro.

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Er ist der Mann im Hintergrund des Skandals um jene 6,7 Millionen Euro, die das Organisationskomitee der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 auf ein Konto des Weltverbandes FIFA überwies - verschleiert als Beitrag zum Kulturprogramm: Fedor Radmann, Sportlobbyist aus Berchtesgaden.

An seinem Schweizer Wohnort Teufen, einem beschaulichen 6000-Einwohner-Idyll im Kanton Appenzell Ausserrhoden, erreichte den 71-Jährigen Anfang Januar Post aus Deutschland, wie am Dienstag bekannt wurde: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) forderte von ihm im Rahmen eines »Betreibungsverfahrens« in der Schweiz eben jene 6,7 Millionen Euro - nicht etwa in dem Glauben, das Geld vom ehemaligen Vizepräsidenten zu bekommen, sondern um eine Verjährung der Ansprüche zu verhindern. Radmann lehnte die Zahlung umgehend ab, wie er dem Sportinformationsdienst SID am Dienstag bestätigte. Der DFB verhalte sich »absurd« und »hanebüchen«.

Radmann wäscht sein Hände in Unschuld. Tatsächlich ist dem Strippenzieher im Milliardenspiel um Fußball-WM und Olympische Spiele schon vieles vorgeworfen worden, gerichtsfest bewiesen hingegen wurde dem »Geldboten des Fußballs« (»Handelsblatt«) nie etwas. 1972 begann seine Laufbahn als Touristikdirektor von Olympia in München, eher er sechs Jahre als Kurdirektor seiner Heimatstadt Berchtesgaden fungierte. Der enge Vertraute von Franz Beckenbauer wechselte zu Adidas als Marketingdirektor, organisierte unter anderem die Eishockey-WM 1993 in Deutschland, war Vizepräsident des WM-Organisationskomitees 2006, ehe er wegen nicht veröffentlichter Beraterverträge mit der Kirch-Gruppe und Adidas ins Amt des Kulturbeauftragten weichen musste. Dem Salzburger Bewerbungskomitee für Olympia 2014 ging »Fedor Schiebor« (»Der Spiegel«) als Chef auf spektakuläre Weise verloren, als er unvermittelt wegen »gesundheitlicher Probleme« zurücktrat. Australien beriet er bei der Bewerbung für die Fußball-WM 2022, während sein bester Freund Beckenbauer in der FIFA-Exekutive mit abstimmte.

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