Hessens Hotels vor Arbeitskampf?

NGG fordert sechs Prozent mehr Lohn für Köche, Zimmermädchen und Servicekräfte

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Köche und Zimmermädchen verdienen in hessischen Hotels besonders schlecht. Zugleich klagen die Arbeitgeber über Fachkräftemangel. Zu Zugeständnissen sind sie dennoch nicht bereit.

Als am Wochenende der Ball des Sports Eliten aus Sport, Politik und Wirtschaft nach Frankfurt am Main lockte und den Nobelhotels kräftige Nachfrage bescherte, waren auch hessische Hotelbeschäftigte zur Stelle. Mit einer kleinen Mahnwache machten sie auf ihre schlechte Bezahlung und die festgefahrenen Tarifverhandlungen mit dem Hotel- und Gastronomieverband Dehoga aufmerksam. Sechs Prozent mehr Einkommen fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) für die rund 154 000 Beschäftigten sowie eine kräftige Steigerung der Ausbildungsvergütungen und begründet diese für die bundesdeutsche Tariflandschaft relativ hohe Forderung mit dem großen Nachholbedarf gegenüber anderen Bereichen. Sie verweist dabei auch auf die Statistik, die zeige, dass es der Branche in Hessen und besonders im Rhein-Main-Ballungsgebiet gut geht. So kann das Gastgewerbe in Hessen für 2015 zum dritten Mal in Folge mit Rekorden aufwarten. Alleine von Januar bis...


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