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Streit um die »Waisen« in der Medizin

Krankenkassen fordern strengere Gesetze für die Prüfung von Arzneien gegen seltene Erkrankungen

  • Von Silvia Ottow
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Um Medikamente schneller an die Patienten zu bringen, wollen die Hersteller die Nutzenbewertung weiter umgehen. Dagegen wehren sich die Krankenkassen.

Amyotrophe Lateralsklerose heißt die nicht heilbare degenerative Krankheit des motorischen Nervensystems, die noch einigermaßen bekannt sein dürfte - durch einen prominenten Patienten, den Physiker Stephen Hawking. Sie ist eine von ungefähr 8000 seltenen Erkrankungen, über die wir mitunter nur sehr wenig wissen, weil Forschung und Wissenschaft sie zu Gunsten der sogenannten Volkskrankheiten bisher vernachlässigten. Die Gründe dafür sind vielfältig: Es gibt wenige Patienten, die regional weit verstreut leben, dementsprechend schwierig sind Studien, dünn gesät auch die Experten. Und nicht zuletzt sind die finanziellen Anreize für die Entwicklung von Arzneien gering, wenn so viel Aufwand betrieben werden muss, der so wenigen Menschen nutzen könnte. Die sogenannten Waisenmittel (engl. Orphan Drugs) gegen diese Krankheiten sind folglich Mangelware.

Deswegen fordert die Pharmaindustrie steuerliche Erleichterungen für die Entwicklung von...


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