Partei der »verrohten« Mittelschicht

Anwalt der kleinen Leute? Tom Strohschneider über die AfD zwischen Neoliberalismus und nationalistischer Klientelpolitik

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Als »Die Hassprediger« hat der »Spiegel« jetzt die Führungsclique der Rechtsaußen-Partei AfD auf den Titel gehoben. Ein »Bericht aus dem Inneren einer gefährlichen Partei« ist angekündigt. Ein paar Seiten später heißt es, »die Partei pflegt die bürgerliche Fassade, aber es gelingt ihr nicht, sich von Rechtsextremen im eigenen Lager abzugrenzen.«

Was sind die Frauke Petrys, Björn Höckes und Beatrix von Storchs? Die, die eine Fassade pflegen? Welche? Gern geriert sich die AfD als »Partei der kleinen Leute« gegen »die da oben«. In Wahrheit stehen die Rechtsaußen gegen Mindestlohn, für eine neoliberale Steuerpolitik, für mehr Markt und weniger Staat.

Charakteristisch dabei ist das sehr ausgeprägte nationalistische Moment: Die AfD will »die deutsche Wirtschaft« schützen und spielt Zuwanderer gegen hier lebende Transferbezieher aus. Und so werden in den Stellungnahmen der AfD-Führungsclique die Frontstellung gegen »neosozialistisch...


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